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US Immobilienmarkt: Verkäufe im Oktober

Die vergangene Woche brachte Umsätze im US Immobilienmarkt; zunächst noch einmal zu den Verkäufen genutzter Immobilien; im Berichtsmonat Oktober stiegen diese um 10,1% im Vergleich zum September von 5,54 Mio. auf 6,10 Mio.. Seit dem Februar 2007 (6,55 Mio.) ist dies der höchste Stand. Im Vergleich zum Vorjahr notieren die Verkäufe 23,5% höher. Zweistellige Jahresraten waren in allen vier Regionen festzustellen; der Nordosten mit 24,7%, der Mittlere Westen mit 28,8%, der Süden mit 25,7% und der Westen mit 12,0%.

Die Vereinigung der Immobilienmakler NAR sieht im unteren Preissegment reichlich Schnäppchenjäger unterwegs; Stabilisierung erfahre der Immobilienmarkt durch die Verlängerung der Steuerabschreibungen bis in den April nächsten Jahres.

Enthalten in den Daten der NAR sind die Verkäufe der so genannten “distressed homes”, also die Notverkäufe und Zwangsversteigerungen. Diese schönen die Umsätze und da sie ca. 20% tiefer als marktüblich gehandelt werden, drücken sie die Hauspreise. Zuletzt machten diese im Oktober 29% aus.

Im Bild die Umsätze seit Februar 2009, der Anteil der “distressed homes” ist blau markiert:

Verkäufe genutzter Immobilien

Quelle: National Association of Realtors

Die Verkäufe neuer Immobilien stiegen im Oktober um 6,2% von 405K auf 430K, der Jahresvergleich befindet sich erstmals seit dem November 2005 im positiven Terrain bei 5,1%. Der Absturz dieser Datenreihe fiel deutlicher aus als der der genutzten Immobilien, maximal wurde ein Rückgang von -45,9% gesehen.

Abgebildet zum einen jeweils die jährliche Wachstumsrate der genutzten und neuen Immobilien:

Im folgenden Chart sind die gesamten US Immobilien ( genutzt + neu) in Mio. dargestellt:

Flow of Funds: US Verschuldung im Ausland (Q2 2009)

Die Veröffentlichung der Flow of Funds – Daten wurde bereits angesprochen (Flow of Funds Accounts (Q2 2009) – private Haushalte entschulden weiter, öffentliche Haushalte legen nach ); heute folgen nun einige Aspekte der US Verbindlichkeiten im Ausland.

Tabellarische Übersicht:

Tabelle

Die US Verschuldung von 52,8 Bill. USD wird zu 14,6% oder mit 7,716 Bill. USD vom Ausland finanziert.

Im Bild der historische Verlauf:

Die Wachstumsgeschwindigkeit der Auslandverschuldung hat sich deutlich reduziert; im zweiten Quartal 2009 lag sie nur noch bei 1,8% im Vergleich zum Vorjahr. Rückläufig war weiterhin das ausländische Interesse an US Unternehmensanleihen (-12,6%) und Agency Bonds (-16,6%), während langfristige US Staatsanleihen mit einer jährlichen Rate von 34,3% Abnehmer im Ausland fanden.

Nachfolgender Chart zeigt das jährliche Wachstum sämtlicher US Kreditmarktinstrumente:

Zuletzt ein Chart zu den US Treasuries; im zweiten Quartal 2009 hielten Zentralbanken 73,7% von den Anleihen in ausländischer Hand, der Rest lag bei privaten Investoren. Für beide Gruppen ist der nominale Verlauf in Mrd. USD dargestellt, insbesondere der sprunghafter Anstieg der letzten Jahre dürfte Sorgenfalten bei asiatischen Zentralbänkern hervorrufen.

Das PDF Dokument zur US Verschuldung, die vom Ausland gehalten wird, wurde aktualisiert.

das

Flow of Funds Accounts (Q2 2009) – private Haushalte entschulden weiter, öffentliche Haushalte legen nach

Letzten Donnerstag veröffentlichte das FRB den Flow of Funds Accounts Bericht für das zweite Quartal 2009; daraus der Schuldenstand in der Übersicht:

Tabelle

Der Bericht lässt sich auf die einfache Formel bringen, die privaten Haushalte fahren ihre Verschuldung weiter runter und die öffentlichen Haushalte nehmen weiter Schulden auf.

Der gesamte Schuldenstand notierte bei 52,8 Billiarden US-Dollar nach 52,9 Billiarden US-Dollar im Vorquartal. Auf Quartalsbasis ist dies das zweite Mal seit der vierteljährlichen Datenerfassung, 1952, dass der Schuldenstand sank;  jetzt um -0,2%. Zuvor war dies im ersten Quartal 1954 (-0,4%) der Fall. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Verschuldung um + 3,0%. Rückläufig war die Verschuldung der privaten Haushalte  (-0,4%), des Finanzsektors (-3,1%) und der Unternehmen (-0,5%). Während privat entschuldet wird, fordern die staatlichen Subventionen Tribut; der Bundeshaushalt nimmt weitere Schulden auf, + 7,0% zum ersten Quartal 2009 und + 35,7% im Jahresvergleich.

Im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt notierte die US Verschuldung im zweiten Quartal 2009 bei 373,1%; die des Finanzsektors bei 116,6%, die der Unternehmen bei 78,8% und die der privaten Haushalte bei 96,8%. Für diese drei Sektoren wie auch für die Gesamtverschuldung (inklusive der öffentlichen Hand) ist die Entwicklung seit 1920 in folgendem Chart dargestellt:

US Verschuldung/BIP

Die US Verbindlichkeiten im Ausland und Vermögenslage der US Haushalte wird später gesondert abgehandelt.

Beleben Aktienkurse des S&P500 die US-Kreditnachfrage?

Das Chart von Helmut „US Konsumentenkredite“ zeigt recht deutlich, dass die Nachfrage nach Konsumentenkredite aktuell historisch betrachtet negative Veränderungsraten aufweist.

Ist es diesmal anders? Können die Verbraucher in den USA an das alte Konsumverhalten anknüpfen? Blicken wir auf den S&P 500 mit seinen monatlichen Veränderungsraten in Prozent, entsteht der Eindruck, das steigende Aktienkurse eventuell eine expansive Nachfrage nach Kredite auslösen.

Um das Bild etwas klarer hervorzuheben, habe ich die monatlichen Veränderungsraten über die S&P 500 Schlusskurse mit einem 12 Monatsdurchschnitt geglättet. Steigende Aktienkurse könnten grundsätzlich als Motivation für Konsumentenkredite dienen. Rein visuell suggeriert das Chart eine positive Korrelation zwischen Aktienkurse und Kreditnachfrage.

Nun wird sich die Geschichte entscheiden, was wir in Zukunft diskutieren dürfen. Werden die Probleme der hohen Verschuldung amerikanischer Verbraucher ernsthaft angegangen und die motivierte Entschuldung favorisiert? Die Sparrate der verfügbaren Einkommen spricht bis jetzt eine klare Sprache. Dies könnte bedeuten, die Aktienkurse in den befindlichen Aufwärtstrend werden ein Ende finden. Unter anderem Vermögenswerte verkaufen, um Schulden zu tilgen? Die Kreditnachfrage bleibt weiter schwach oder geht noch weiter zurück? Wie können Banken die Zunahme weiterer insolventer Verbraucher geschäftspolitisch verarbeiten?

Oder die andere Möglichkeit kommt alternativ in Betracht und die Symptome „zum Wachstum verdammt“ werden als Alternative gewählt. Der Konsum geht weiter, die Nachfrage nach Krediten wird wieder belebt und die aktuellen Probleme geraten vorerst in Vergessenheit. Nur wie lange?

US Konsumentenkredite

US Arbeitsmarktbericht im August: mehr Schatten als Licht

Das Bureau of Labor Statistics veröffentlichte gestern den Arbeitsmarktbericht für den Monat August.

Zunächst die Kennzahlen in der Übersicht:

Tabelle - Arbeitsmarktbericht

Es lässt sich nur wenig Licht im US Arbeitsmarktbericht erkennen; fokussiert man den Blick allerdings lediglich auf die Stellenveränderungen, dann ergibt sich ein Abbau von 216.000 Stellen, dem niedrigsten Niveau seit dem August 2008. Dieser wurde im Juli  von -247.000 auf -276.000 nach oben revidiert. Die Dynamik des Rückgangs ist abgefangen, diese Datenreihe impliziert eine Bodenbildung. Seit Rezessionsbeginn wurden knapp 7 Mio. Stellen vernichtet.

Die jährliche Wachstumsrate des Stellenveränderungen weist mit -4,3% allerdings den größten Rückgang seit 60 Jahren aus (siehe nachfolgender Chart). Zumal das umstrittene Net Birth/Death Modell im August für zusätzliche 118.000 Stellen gesorgt hat.

Jährliche Wachstumsrate der Stellenveränderungen

Deutliche Schatten werfen weitere Arbeitsmarktparameter. Die Arbeitslosenquote befindet sich mit 9,7% auf dem höchsten Stand seit 26 Jahren. Die breiter gefasste Arbeitslosenquote (U-6) notiert mit 16,8% auf einem Allzeithoch. Gesondert wird diese erst seit 1994 ausgewiesen.

US Arbeitslosenquoten

Die offizielle Arbeitslosenanzahl befindet sich bei 14,928 Mio., rechnet man noch die Menschen dazu, die die Kriterien nur knapp verfehlen, ergibt sich weiterhin eine Anzahl von über 20 Mio.

Die Beschäftigungsquote markiert mit 59,2% nach 59,4% im Vormonat den geringsten Stand seit 25 Jahren.

Die Wochenarbeitszeit verharrte bei 33,1 Stunden; die jährliche Wachstumsrate der aggregierten Wochenarbeitszeit befindet sich auf einem Allzeittief bei -7,0%, im Vormonat waren es -6,6%.

Im Bild der historische Verlauf:

aggregierte Wochenarbeitszeit

Im Verlauf diesen Jahres hat sich die Wachstumsgeschwindigkeit des Stundenlohns im Jahresvergleich deutlich reduziert; von + 3,9% im Dezember 2008 bis auf zuletzt + 2,6%. Da sich zudem die Wochenarbeitszeit im gleichen Zeitraum verringerte, wachsen die Wochenverdienste auf Jahresbasis nur noch sehr gering, im August mit + 0,8% J/J. Zusammen mit der neugewonnenen Sparbereitschaft der US Amerikaner keine guten Voraussetzungen die Konsumwelle wieder anzuwerfen.

Wochenverdienste

Globale Rezession – Update der Landkarten

Die zuletzt tiefrote Landkarte der USA bekommt zusätzliche Farbakzente. Von Moody’s Economy.com wird mittlerweile die Konjunktur in fünf Bundesstaaten der USA an der Grenze zur Rezession eingeschätzt (blau im Bild unten). Die Staaten Iowa, North Dakota, Rhode Island, Texas und Vermont sollten also demnächst dieses Etikett loswerden.

Hier die Landkarte:

USA: Bundesstaaten in Rezession

In der globalen Übersicht hat sich wenig verändert; Norwegens Volkswirtschaft befindet sich nun offiziell in einer Rezession.  Die amtlichen Statistiken weisen für China und Indien weiterhin ein Wachstum aus; Australien behauptet sich.

Globale Rezession - Übersicht

Das Tool um die Rezession selbst zu verfolgen: Recession Watch

Die globale Stimmung hat sich zunehmend verbessert

Der Moody’s Economy.com Survey of Business Confidence lag die Woche bis zum 7.8.2009 bei -3,1 und hat sich von den Tiefständen im Oktober letzten Jahres merklich erholt.

Global business confidence turned positive last week for the first time since early October. The gains in sentiment are evident across the entire global economy and all industries. Broad assessments of the current economic environment and the outlook into early 2010 are particularly upbeat. Business responses to questions about the strength of sales and hiring intentions remain negative on net but have notably improved in recent weeks. The weakest responses are with regard to inventory investment and the demand for office space. Despite the steady improvement in confidence, it remains consistent with a global economy that is still in recession.

Quelle: Moody’s Economy.com

Revision 2009: das BEA schreitet zur Tat

Gestern publizierte das Bureau of Economic Analysis die Datenreihe ‘Private Einkommen/Verbrauch’ von Beginn an. Bemerkbar soll sich diese erst ab 1997 machen; dies ist nur schwer verifizierbar, da die Datenreihe erst ab 1995 Online zur Verfügung steht.

Daraus drei Charts, die für sich sprechen; zunächst die privaten Einkommen. Laut BEA wurden die Jahre 2006/07 nach oben revidiert; die Jahresrate verändert sich allerdings kaum. Vielmehr ergab die Revision deutlich rückläufige Werte in 2009, bisher konnte man von einem marginalen Wachstum ausgehen.

Ausschlaggebend war die Revision der Löhne und Gehälter; diese erbrachte einen weitaus größeren Rückgang als zunächst veröffentlicht. Eine Begründung dieser Maßnahme hat sich mir leider nicht erschlossen.
Die folgende Tabelle weist beide Datenreihen für die Monate Januar bis Mai aus:

Tabelle

Im Bild die Jahresrate der privaten Einkommen:

Private Einkommen
Es folgt der Chart des privaten Konsums (jährliche Wachstumsrate):
Privater Konsum

Die Sparrate brachte keine Überraschung ;-)

Wie in den vergangenen Jahren wurde diese nach oben revidiert:

Sparrate

US Immobilienmarkt: freier Fall der Bauausgaben gestoppt?

Die US Bauausgaben für den Juni wurden heute mit einem leichten Zuwachs von + 0,3% im Vergleich zum Vormonat nach revidierten -0,8% gemeldet. Die Jahresrate verbesserte sich von -11,7% auf  -10,2%. Ausschlaggebend war erneut der Anstieg der öffentlichen Bauausgaben von +1,0% (+5,1% J/J). Die privaten Bauausgaben fielen um -0,1% (-16,3% J/J).

Während der Abwärtsbewegung der letzten dreieinhalb Jahre stabilisierten die öffentlichen Bauausgaben den Bausektor bzw. ließen ihn nicht noch weiter abrutschen.

Seit dem Herbst 2005 befinden sich die Bauausgaben für den Einfamilienhäuser-Sektor nahezu im freien Fall. Kontinuierlich markierte der Sektor in Monatsvergleich seit dem März 2006 rückläufige Werte. Aufhorchen lässt der Berichtsmonat Juni; erstmals nach 39 Monaten gab es einen kleinen Zuwachs von + 2,4%. Der Jahresvergleich notiert bei -51,1%.

Auf dem Zenit der Immobilienblase hatte der Einfamilienhäuser-Sektor einen Anteil von 39,8% an den gesamten Bauausgaben; das vorläufige Tief von 9,5% wurde im Mai markiert.

Im Bild die Ausgaben für Einfamilienhäuser, Jahresrate (blau Linie)   vs. Bauvolumen in Mrd. US-Dollar:

 US Immobilienmarkt: Bauausgaben für Einfamilienhäuser

Ein weiteres Indiz bieten die Baubeginne für Einfamilienhäuser; der Vergleich der nicht saisonbereinigten Daten weist für 2009 (rote Linie) einen Jahreszeiten typischen Anstieg auf niedrigstem Niveau aus:

Baubeginne für Einfamilienhäuser

Nichtsdestotrotz waren die privaten Immobilieninvestitionen im zweiten Quartal 2009 mau. Der Anteil, den diese am Bruttoinlandsprodukt haben, lag zuletzt bei 2,4%. Der Chart zeigt den historischen Verlauf der letzten sechs Jahrzehnte mit dem aktuellen Tiefststand:

private Immobilieninvestitionen/BIP

Der Immobilienmarkt steht in der aktuellen US Rezession im Zentrum; hier müssen Veränderungen vonstatten  gehen, damit sich die Konjunktur nachhaltig erholt. Monatliche Daten deuten Richtung Erholung.

US Immobilienkrise: gelebte Statistik

Die Eigentümer des Anwesens, 121 W Avenida San Antonio im südkalifornischen San Clemente, haben die US-Immobilienblase in vollen Zügen miterlebt. Zu Beginn der Blase wurde eine Immobilie erworben, mehrfach refinanziert, von einer hypothekenbesicherten Kreditlinie massiv Gebrauch gemacht, schlussendlich nachdem die Blase geplatzt war, wurde die Immobilie zum Verkauf gestellt, dabei mehrfach der Preis reduziert.

Doch im Einzelnen, dem Irvine Housing Blog (HELOC Abuse San Clemente Style) sind folgende Daten entnommen:

  • die erwähnte Immobilie wurde am 5.1.1996 für 310.000 USD gekauft, der Eigenkapitalanteil lag bei 10%, die aufgenommene Hypothek bei 279.000 USD.
  • 03.12.1998: Refinanzierung der Hypothek, nun 341.000 USD, dabei den kompletten Eigenanteil + 31.000 USD entnommen.
  • 29.09.1999: Refinanzierung der Hypothek, nun 368.000 USD
  • 17.10.2000: erste hypothekenbesicherte Kreditlinie, HELOC (Home Equity Line of Credit), von 30.000 USD.
  • 02.08.2001: HELOC von 50.000 USD
  • 18.06.2002: Refinanzierung der Hypothek, jetzt 495.000 USD
  • 25.03.2003: HELOC von 242.000 USD
  • 07.06.2005: Refinanzierung von nun 750.000 USD mit kurzfristig, variablem Zinssatz (ARM)
  • 29.11.2005: HELOC von 150.000 USD
  • 09.02.2007: HELOC von 250.000 USD
  • 26.06.2007: Refinanzierung der Hypothek, nun 980.000 USD
  • 26.06.2007: HELOC von 140.000 USD

Das macht eine Gesamtverschuldung von 1.120.000 USD; vom Dezember 1998 bis Juni 2007 wurden 841.000 USD eingecasht,  Mortgage Equity Withdrawal (MEW). Pro Monat gab es ein zusätzliches, steuerfreies Einkommen von 8.245 USD, auf das Jahr hochgerechnet waren es knapp 100.000 USD.

Einmal Appetit bekommen, konnten die fiktiven Besitzer Joe und Jane während des Immobilienbooms ihre Kreditlinie stetig ausweiten, da diese sich an den steigenden Immobilienpreisen orientierte. Doch nach der Gier kam auch hier die Angst. Mit fallenden Immobilienpreisen schnurrte die Kreditlinie zusammen.

Erstmals zum Verkauf gestellt, wurde das Anwesen am 13.10.2007 für 1.299.000 USD. Da sich offensichtlich kein Käufer fand, wurde der Preis sukzessive nach unten angepasst.

  • 22.11.2007: 1.199.000 USD
  • 01.02.2008: 1.099.000 USD
  • 02.04.2008: 995.000 USD
  • 07.05.2008: 799.000 USD
  • 04.06.2008: 798.000 USD

Inwieweit die Immobilie in die Zwangsvollstreckung geht und die Besitzer den finalen Akt des Immobilienbooms miterleben, ist nicht bekannt.

Im Bild zum einen die regionalen Hauspreisindizes (Case-Shiller-Indices) sowie der zeitliche Ablauf der Finanzierungen:

Dies ist sicherlich ein extremer Fall, zeigt aber umso eher, warum zum einen die Hypothekenverschuldung der US Amerikaner exponentiell stieg, zum anderen der Eigenanteil am Immobilienbesitz sank, aber letztendlich ein fortwährender Konsum gewährleistet war.

Laut dem letzten Survey of Consumer Finances (SCF) hatten in 2007 18,4% der Immobilienbesitzer mit einer Hypothek eine HELOC (Home Equity Line of Credit), Gebrauch davon machten allerdings nur 12,4%. Zu Beginn der Immobilienblase waren dies 1995 7,9% respektive 4,4%.

Das US Treasury Departement berichtet in seinem letzten Monthly Bank Lending Survey für den Berichtsmonat Mai, dass neue HELOCs oder Erhöhungen für die beobachteten 21 Banken mittlerweile 32,6% unter denen des Volumens vom Oktober 2008 liegen. Einzelne Banken wie Morgan Stanley haben die Kreditlinien gänzlich eingefroren.

Wöchentlichen Arbeitsmarktdaten: Rezessionsende in den USA

Die Frühindikatoren des ECRI haben das Rezessionsende bereits angezeigt, heute folgten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche zum 11.7. wurden mit 522.000 publiziert, nach revidierten 569.000 in der Vorwoche; alleine in den letzten drei Wochen reduzierten sich die Anträge um gut 100.000. Saisonale Verwerfungen dürften hier angesichts des US-amerikanischen Unabhängigkeitstages eine Rolle spielen.

Die Anzahl der Menschen, die permanent arbeitslos sind, die sogenannten ‘Continued Claims’ haben in der Vorwoche noch ein Allzeithoch bei 6,915 Mio. notiert, die jährliche Wachstumsrate ist jetzt aber deutlich rückläufig. Von ihrem zyklischen Hoch bei 119,7% vor vier Wochen hat sich die Rate mit zuletzt 101,3% markant entfernt. Diese Zeitreihe zeigt sich nicht annähernd so volatil wie die Erstanträge, eignet sich daher eher um eine Rezessionsende zu datieren.

Im Bild die jährliche Wachstumsrate:

Um es fest zu halten: Ende der US Rezession im Juni/Juli mit positivem Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2009.
Weit aus dem Fenster gelehnt, hoffentlich ohne Absturz ;-)

US Haushaltssaldo weitet sich aus

Das US Haushaltssaldo weitet sich bei sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben aus.

Der Überblick  mit den kumulierten Haushaltspositionen der Fiskaljahre 2007/08 und 2008/09 per Juni im Vergleich:

Tabelle

Während die Ausgaben per Juni im Fiskaljahr 2008/09 20,5% über denen des Vorjahreszeitraumes lagen, notieren die Einnahmen 17,9% unter denen des Vergleichszeitraumes 2007/08. Dabei brechen auf der Einnahmenseite die Unternehmenssteuer weg (-56,9%), aber auch die Einkommenssteuer liegt 20,9% tiefer (Chart weiter unten).

Im Bild die Ausgaben wie die Einnahmen im 12-Monatstrend seit 1980:
US Staatshaushalt: Einnahmen/Ausgaben

Die Unternehmenssteuer (blau) wie die private Einkommenssteuer (gelb); auch hier der gleitende 12-Monatstrend:

US Staatshaushalt: Einkommensteuer/Unternehmenssteuer

Die Ausgaben steigen exponentiell, die Einnahmen trocknen aus; wie Barack Obama angesichts einer derartigen Entwicklung bis zum Ende seines ersten Präsidentschaftsterms das Defizit herunterfahren will, bleibt ein Rätsel.

Globaler Abschwung – Update

Einblick zurück auf das erste Quartal 2009:

Es ging mit zunehmender Geschwindigkeit weiter bergab mit der globalen Bruttowertschöpfung. In Japan schrumpfte die Jahresrate des realen, saisonbereinigten Bruttoinlandsproduktes um -8,4%, in Deutschland um -6,9%, in der Euro-Zone um -4,9% und in den USA um -2,5%. Noch im vierten Quartal 2008 notierten die revidierten Werte deutlich höher (Japan -4,4%, USA -0,8%, EU -1,7%, Deutschland -1,8%).

Im Bild der aktualisierte Chart:

Bruttoinlandsprodukt im Vergleich

Etwas zeitnäher ist die Industrieproduktion des verarbeitenden Gewerbes; für Japan und Deutschland deutet sich hier eine Bodenbildung ab. Der Fall der Industrieproduktion in den USA wie der EU hat allerdings an Tempo zugelegt; letztere ist jedoch erst per April veröffentlicht.
Die saisonbereinigte Veränderung auf Jahresbasis notiert in Japan zuletzt bei -27,5%, in den USA bei -15,2%, in der EU bei -20,4% und in Deutschland bei -18,1%.

Auch hier der Chart:

Industrieproduktion im Vergleich

US Verbraucher: Der Gürtel wird enger geschnallt

Eine Umfrage des Gallup Instituts zeigte jüngst, dass der US-amerikanische Konsument in den vergangenen sechs Monaten seine Verschuldung abgebaut hat. Im Juni berichteten dies 35%, im Mai waren es noch 31%. Gestaffelt nach der Höhe der Einkommen lässt sich eine Entschuldungsbereitschaft insbesondere bei Haushalten mit höherem Einkommen feststellen. Oberhalb von einem Einkommen von 90.000 US-Dollar waren dies dann 54%.

Auf Sicht der nächsten sechs Monate beabsichtigen 44% der US-Amerikaner ihre Schulden zu reduzieren. Auch hier liegt die Gruppe der Menschen mit höherem Einkommen vorne (60%).
Gerade diese Gruppe weist zum einen eine höhere Verschuldung auf, hat aber auch die finanziellen Möglichkeiten zu agieren.

Morgen werden die Verbraucherkredite für den Mai gemeldet; mal schauen, ob die Zahlen die Absicht untermauern. Erwartet wird eine geringere Neuverschuldung (-8,8 Mrd. US-Dollar).
Rückläufige Umsätze der Einzelhändler bestätigen das veränderte Konsumverhalten.

Quelle: Upper-Income Consumers Most Inclined to Trim Their Debt

Rezessions-Update

USA: das Land in der RezessionNachdem wir im vergangenen Jahr die zunehmende Anzahl an US Bundesstaaten in Rezession beobachteten, folgt heute die Landkarte, die sämtliche Staaten in Rezession zeigt; links nebenstehend.

Abgebildet ist die wirtschaftliche Lage im April 2009.

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die globale RezessionGlobal hat sich das Bild gewandelt; Lateinamerika weist eine rückläufige, konjunkturelle Aktivität auf; Brasiliens Wirtschaft befindet sich in einer Rezession. Indien und China, zuletzt noch mit dem Rezessionsrisiko behaftet, haben Richtung Expansion gedreht – Chart rechts:

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