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Haushaltskürzungen in den USA greifen


Statistiker im Arbeitsministerium müssen ihre Sessel räumen.

So gab das Bureau of Labor Statistics (BLS) bekannt, dass die Veröffentlichung zweier Programme ausgesetzt wird. Zum einen hat es die Massenentlassungen getroffen, wie auch die “BLS green jobs products” (Arbeitsmarktstatistik rund um ökologische Stellen).

Haushaltskürzungen von 5% des aktuellen Budgets bzw. 30 Mio. USD verfehlen ihre Wirkung nicht.

Die Massenentlassungen des Berichtsmonats Mai sind am 21. Juni voraussichtlich die letzten. Nun, die Publikation der Daten wird als verzichtbar betrachtet. Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)

Publikation der Massenentlassungen wird ausgesetzt

aus der aktuellen Veröffentlichung

US Unternehmensvorstände zunehmend pessimistisch

Anstehende Steuererhöhungen sowie Ausgabekürzungen der öffentlichen Hand (”Fiscal Cliff”) mit ihren negativen Auswirkungen auf die Konjunktur lassen in den USA die Vorstände großer Unternehmen pessimistisch werden. Der kürzlich veröffentlichte CEO Confidence Survey des Conference Board für das dritte Quartal 2012 zeigt einen erneuten Abschwung des Gesamtindex von 47 auf 42 Punkte. Ein Niveau oberhalb von 50 Punkten spiegelt mehr positive als negative Antworten wider. Laut Conference Board sind angesichts eines langsamen Wirtschaftswachstums sowie einer anhaltenden Unsicherheit Ausgabekürzungen der Unternehmen geplant.

In der Vergangenheit zog ein fallender Gesamtindex einiger Quartale später rückläufige gewerbliche Anlageinvestitionen im Bruttoinlandsprodukt nach sich. Im folgenden Chart ist die jährliche Wachstumsrate der gewerblichen Anlageinvestitionen um vier Quartale nach hinten versetzt; dargestellt ist die Rate gegen den Gesamtindex des CEO Confidence Survey:

CEO Confidence Survey

Eine andere Befragung von CEOs zeigt ebenfalls nachgebende Werte. Der Business Roundtable’s CEO Economic Outlook Survey hat ebenfalls in den letzten drei Quartalen deutlich Federn lassen müssen, zuletzt notierte dieser bei 66 Punkten. Die Unternehmensvorstände werden hinsichtlich ihrer Umsatzaussichten, geplanten Kapitalinvestitionen und Beschäftigungsabsichten in den nächsten 6 Monaten befragt. Ein Gesamtindex kann zwischen -50 bis +150 liegen, dabei gehen Werte oberhalb von 50 Punkten mit einer Expansion einher.

Der Gesamtindex seit dem 4. Quartal 2002:

Business Roundtable's CEO Economic Outlook Survey

Wie gewonnen, so zerronnen …

Am Freitag konnten in den USA die Auftragseingänge der langlebigen Wirtschaftsgüter für den Berichtsmonat Juli überraschen. Im Konsensus wurden +2,5% im Monatsvergleich erwartet, geliefert wurden +4,2%. Allseits quittierten die Märkte den unerwarteten Anstieg mit einem Kursfeuerwerk.

Der volatile Transportsektor hielt die Auftragseingänge über Wasser; Autobauer und Zulieferer konnten sich über ein plus von 12,8% freuen, der Flugzeugbau verbuchte im Monatsvergleich +35,9%. So verzeichneten die Auftragseingänge ohne den Transportsektor einen Rückgang von 0,4%. Auf Jahresbasis notierten diese bei -0,3%.

Am aussagekräftigsten gelten die Auftragseingänge für zivile Investitionsgüter ohne den Flugzeugbau. Hier manifestiert sich eine rückläufige wirtschaftliche Aktivität; im Jahresvergleich schrumpft dieser Sektor den zweiten Monat in Folge, nun um -5,6%. Ein Niveau, das zuletzt Ende 2009 gesehen wurde. In den letzten 20 Jahren mündete ein solcher Stand in eine Rezession.

Die Partylaune wurde am Freitag von Qantas eingetrübt, Bloomberg meldete, dass diese 35 Flugzeuge bei Boeing mit einem Auftragsvolumen von 8,5 Milliarden USD stornierten. (Boeing Loses Qantas Order for 35 Dreamliners After Delays).

Gespannt darf die Revision abgewartet werden …

Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter/zivile Investitionsgüter

US Aktien werden verkauft

Am 15. August publizierte das US Schatzamt für den Berichtsmonat Juni die monatliche Nettokapitalbilanz von US Titeln, die so genannten TIC-Daten (Treasury International Capital). Dazugehören neben Staatsanleihen, Agency Bonds, Unternehmensanleihen auch Aktien. Letztere finden zwar weniger Beachtung, lohnen gelegentlich aber einen Blick.

Der Appetit des Auslands auf US-amerikanische Aktien hat sich seit dem Frühjahr 2010 abgeschwächt. Zu Grunde gelegt wird der kumulierte 12-Monatssaldo. Seit nunmehr drei Monaten ist dieser Wert negativ, soll heißen mehr Ausländer verkaufen US Aktien als diese von Ausländern gekauft werden. Immer wieder kam es in der Historie zu solchen Ereignissen, zuletzt im Frühjahr 1995. Auffallend ist, dass im Juni 2012 der größte Abverkauf von US Aktien in der Historie stattfand.

Der nachfolgende Chart verdeutlicht das Bild:

TIC Daten: US Aktien werden verkauft