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Beleben Aktienkurse des S&P500 die US-Kreditnachfrage?

Das Chart von Helmut „US Konsumentenkredite“ zeigt recht deutlich, dass die Nachfrage nach Konsumentenkredite aktuell historisch betrachtet negative Veränderungsraten aufweist.

Ist es diesmal anders? Können die Verbraucher in den USA an das alte Konsumverhalten anknüpfen? Blicken wir auf den S&P 500 mit seinen monatlichen Veränderungsraten in Prozent, entsteht der Eindruck, das steigende Aktienkurse eventuell eine expansive Nachfrage nach Kredite auslösen.

Um das Bild etwas klarer hervorzuheben, habe ich die monatlichen Veränderungsraten über die S&P 500 Schlusskurse mit einem 12 Monatsdurchschnitt geglättet. Steigende Aktienkurse könnten grundsätzlich als Motivation für Konsumentenkredite dienen. Rein visuell suggeriert das Chart eine positive Korrelation zwischen Aktienkurse und Kreditnachfrage.

Nun wird sich die Geschichte entscheiden, was wir in Zukunft diskutieren dürfen. Werden die Probleme der hohen Verschuldung amerikanischer Verbraucher ernsthaft angegangen und die motivierte Entschuldung favorisiert? Die Sparrate der verfügbaren Einkommen spricht bis jetzt eine klare Sprache. Dies könnte bedeuten, die Aktienkurse in den befindlichen Aufwärtstrend werden ein Ende finden. Unter anderem Vermögenswerte verkaufen, um Schulden zu tilgen? Die Kreditnachfrage bleibt weiter schwach oder geht noch weiter zurück? Wie können Banken die Zunahme weiterer insolventer Verbraucher geschäftspolitisch verarbeiten?

Oder die andere Möglichkeit kommt alternativ in Betracht und die Symptome „zum Wachstum verdammt“ werden als Alternative gewählt. Der Konsum geht weiter, die Nachfrage nach Krediten wird wieder belebt und die aktuellen Probleme geraten vorerst in Vergessenheit. Nur wie lange?

US Konsumentenkredite

200 – Tagesdurchschnitt zeigt globale Aktienhausse an

Viel wird von einer Erwartungsrallye in den meisten Aktienindizes gesprochen, welche bald auslaufen werden. Denn es drohen weitere schlechte Wirtschaftsnachrichten und genau diese sollten die Aktienbörsen in neue Abwärtsbewegungen abdrehen lassen.

Wir betrachten heute ausschließlich den 200 Tagesdurchschnitt, über welchen immer viel geschrieben wird. Ein Überschreiten der 200 GD soll in der technischen Analyse als langfristiges Kaufsignal gedeutet werden.

Der Indikator “InidzesWelt-200GD” {graue Linie} stellt dar, dass 95 % der Weltindizes über ihrem 200 Tagesdurchschnitt notieren. Für den Indikator habe ich als Grundlage die 36 wichtigsten Aktienindizes weltweit einprogrammiert.

So scheint es nun, dass die meisten Aktienindizes weltweit in einem stabilen Aufwärtstrend sich befinden. Wie immer gibt es genügend Argumente, um seinen eigenen Standpunkt zu begründen.

US Arbeitsmarktbericht im August: mehr Schatten als Licht

Das Bureau of Labor Statistics veröffentlichte gestern den Arbeitsmarktbericht für den Monat August.

Zunächst die Kennzahlen in der Übersicht:

Tabelle - Arbeitsmarktbericht

Es lässt sich nur wenig Licht im US Arbeitsmarktbericht erkennen; fokussiert man den Blick allerdings lediglich auf die Stellenveränderungen, dann ergibt sich ein Abbau von 216.000 Stellen, dem niedrigsten Niveau seit dem August 2008. Dieser wurde im Juli  von -247.000 auf -276.000 nach oben revidiert. Die Dynamik des Rückgangs ist abgefangen, diese Datenreihe impliziert eine Bodenbildung. Seit Rezessionsbeginn wurden knapp 7 Mio. Stellen vernichtet.

Die jährliche Wachstumsrate des Stellenveränderungen weist mit -4,3% allerdings den größten Rückgang seit 60 Jahren aus (siehe nachfolgender Chart). Zumal das umstrittene Net Birth/Death Modell im August für zusätzliche 118.000 Stellen gesorgt hat.

Jährliche Wachstumsrate der Stellenveränderungen

Deutliche Schatten werfen weitere Arbeitsmarktparameter. Die Arbeitslosenquote befindet sich mit 9,7% auf dem höchsten Stand seit 26 Jahren. Die breiter gefasste Arbeitslosenquote (U-6) notiert mit 16,8% auf einem Allzeithoch. Gesondert wird diese erst seit 1994 ausgewiesen.

US Arbeitslosenquoten

Die offizielle Arbeitslosenanzahl befindet sich bei 14,928 Mio., rechnet man noch die Menschen dazu, die die Kriterien nur knapp verfehlen, ergibt sich weiterhin eine Anzahl von über 20 Mio.

Die Beschäftigungsquote markiert mit 59,2% nach 59,4% im Vormonat den geringsten Stand seit 25 Jahren.

Die Wochenarbeitszeit verharrte bei 33,1 Stunden; die jährliche Wachstumsrate der aggregierten Wochenarbeitszeit befindet sich auf einem Allzeittief bei -7,0%, im Vormonat waren es -6,6%.

Im Bild der historische Verlauf:

aggregierte Wochenarbeitszeit

Im Verlauf diesen Jahres hat sich die Wachstumsgeschwindigkeit des Stundenlohns im Jahresvergleich deutlich reduziert; von + 3,9% im Dezember 2008 bis auf zuletzt + 2,6%. Da sich zudem die Wochenarbeitszeit im gleichen Zeitraum verringerte, wachsen die Wochenverdienste auf Jahresbasis nur noch sehr gering, im August mit + 0,8% J/J. Zusammen mit der neugewonnenen Sparbereitschaft der US Amerikaner keine guten Voraussetzungen die Konsumwelle wieder anzuwerfen.

Wochenverdienste

Globale Rezession – Update der Landkarten

Die zuletzt tiefrote Landkarte der USA bekommt zusätzliche Farbakzente. Von Moody’s Economy.com wird mittlerweile die Konjunktur in fünf Bundesstaaten der USA an der Grenze zur Rezession eingeschätzt (blau im Bild unten). Die Staaten Iowa, North Dakota, Rhode Island, Texas und Vermont sollten also demnächst dieses Etikett loswerden.

Hier die Landkarte:

USA: Bundesstaaten in Rezession

In der globalen Übersicht hat sich wenig verändert; Norwegens Volkswirtschaft befindet sich nun offiziell in einer Rezession.  Die amtlichen Statistiken weisen für China und Indien weiterhin ein Wachstum aus; Australien behauptet sich.

Globale Rezession - Übersicht

Das Tool um die Rezession selbst zu verfolgen: Recession Watch

Die globale Stimmung hat sich zunehmend verbessert

Der Moody’s Economy.com Survey of Business Confidence lag die Woche bis zum 7.8.2009 bei -3,1 und hat sich von den Tiefständen im Oktober letzten Jahres merklich erholt.

Global business confidence turned positive last week for the first time since early October. The gains in sentiment are evident across the entire global economy and all industries. Broad assessments of the current economic environment and the outlook into early 2010 are particularly upbeat. Business responses to questions about the strength of sales and hiring intentions remain negative on net but have notably improved in recent weeks. The weakest responses are with regard to inventory investment and the demand for office space. Despite the steady improvement in confidence, it remains consistent with a global economy that is still in recession.

Quelle: Moody’s Economy.com

Revision 2009: das BEA schreitet zur Tat

Gestern publizierte das Bureau of Economic Analysis die Datenreihe ‘Private Einkommen/Verbrauch’ von Beginn an. Bemerkbar soll sich diese erst ab 1997 machen; dies ist nur schwer verifizierbar, da die Datenreihe erst ab 1995 Online zur Verfügung steht.

Daraus drei Charts, die für sich sprechen; zunächst die privaten Einkommen. Laut BEA wurden die Jahre 2006/07 nach oben revidiert; die Jahresrate verändert sich allerdings kaum. Vielmehr ergab die Revision deutlich rückläufige Werte in 2009, bisher konnte man von einem marginalen Wachstum ausgehen.

Ausschlaggebend war die Revision der Löhne und Gehälter; diese erbrachte einen weitaus größeren Rückgang als zunächst veröffentlicht. Eine Begründung dieser Maßnahme hat sich mir leider nicht erschlossen.
Die folgende Tabelle weist beide Datenreihen für die Monate Januar bis Mai aus:

Tabelle

Im Bild die Jahresrate der privaten Einkommen:

Private Einkommen
Es folgt der Chart des privaten Konsums (jährliche Wachstumsrate):
Privater Konsum

Die Sparrate brachte keine Überraschung ;-)

Wie in den vergangenen Jahren wurde diese nach oben revidiert:

Sparrate

Marktsentiment: Bären auf dem Rückzug

Die Befragung der privaten US Investoren notierte in der vergangenen Woche mit 31,4% den geringsten Bären-Anteil seit Mitte Mai 2008.

Im Bild das bärische Sentiment der “American Association of Individual Investors” und der S&P500:

Marktsentiment

Wöchentlichen Arbeitsmarktdaten: Rezessionsende in den USA

Die Frühindikatoren des ECRI haben das Rezessionsende bereits angezeigt, heute folgten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe für die Woche zum 11.7. wurden mit 522.000 publiziert, nach revidierten 569.000 in der Vorwoche; alleine in den letzten drei Wochen reduzierten sich die Anträge um gut 100.000. Saisonale Verwerfungen dürften hier angesichts des US-amerikanischen Unabhängigkeitstages eine Rolle spielen.

Die Anzahl der Menschen, die permanent arbeitslos sind, die sogenannten ‘Continued Claims’ haben in der Vorwoche noch ein Allzeithoch bei 6,915 Mio. notiert, die jährliche Wachstumsrate ist jetzt aber deutlich rückläufig. Von ihrem zyklischen Hoch bei 119,7% vor vier Wochen hat sich die Rate mit zuletzt 101,3% markant entfernt. Diese Zeitreihe zeigt sich nicht annähernd so volatil wie die Erstanträge, eignet sich daher eher um eine Rezessionsende zu datieren.

Im Bild die jährliche Wachstumsrate:

Um es fest zu halten: Ende der US Rezession im Juni/Juli mit positivem Bruttoinlandsprodukt im dritten Quartal 2009.
Weit aus dem Fenster gelehnt, hoffentlich ohne Absturz ;-)

Deflation oder Inflation?

Die Differenz zwischen dem Bruttoinlandsprodukt, das eine Volkwirtschaft potentiell hervorbringen könnte, und dem tatsächlichen BIP wird als Output Lücke bezeichnet. Die wirtschaftliche Lage ist weltweit geprägt von niedrig ausgelasteten Kapazitäten, wobei die Preissetzungsmacht auf der Anbieterseite, gering ist. Damit einher gehen niedrige Inflationsraten. Das Potentialwachstum der verschuldeten Staaten von Amerika wurde bereits nach unten angepasst. Dennoch ist die Outputlücke nach wie vor sehr groß.

BCA Research stellt diesen Zusammenhang im Kontext der G7 Länder dar.

Helmut Wüllenweber

US Industrieproduktion: größter Rückgang seit knapp 63 Jahren

Die US Industrieproduktion nimmt weiter Fahrt auf in der Abwärtsbewegung; im Berichtsmonat Mai sank diese um 1,1% zum Vormonat nach revidierten -0,7% (zuvor: -0,5%). Bis auf den Oktober 2008 sank die Industrieproduktion in den letzten 16 Monaten. So ergibt sich eine jährliche Wachstumsrate von -13,4%, im Vergleich zum Vorjahr der deutlichste Rückgang seit dem Juli 1946 (-16,0%)

Die Autobauer notierten einen Rückgang von -7,9% zum Vormonat oder -38,4% auf Jahresbasis, somit sank die Produktion im verarbeitenden Gewerbe um -1,0%/-15,2% (M/J). Aber auch ohne die Autobauer befindet sich die Industrieproduktion im Rückwärtsgang mit -0,9%/-12,2% (M/J).

Dank der Produktion der Verbrauchsgüter hielt sich der Rückgang der Konsumgüter in Grenzen (-0,8%/-7,1%); gemäßigt auch der Abfall der Versorger (-1,4%/-3,4%). Lange Zeit trotzte die Hightech – Branche der Rezession, seit Mitte letzten Jahres geht es kontinuierlich abwärts, zuletzt mit -1,1% zum April und -14,9% zum Vorjahresmonat.

Im Bild die Jahresrate der gesamten Industrieproduktion:

US Industrieproduktion

Das Frühlingserwachen der Industrieproduktion lässt auf sich warten; “Green Shoots” lassen sich nicht ausmachen.

Anzahl der Länder die sich in einer Rezession befinden

Der IWF hat in seinem World Economic Outlook vom April 2009 folgende Grafik veröffentlicht.

Helmut Wüllenweber Wüllenweber

Verbraucherkredite uninteressant?

Die Verbraucherkredite für den Februar gingen um -7,48 Mrd. USD zurück. Damit war die Neuverschuldung der US Verbraucher den fünften Monat innerhalb der letzten sieben Monate rückläufig. Die Jahresrate der gesamten Verbraucherkredite liegt mit +1,1% auf dem tiefsten Niveau seit gut 16 Jahren. Der Vormonatswert wurde von + 1,76 Mrd. USD auf + 8,14 Mrd. USD nach oben revidiert.

Insbesondere die Dynamik der Kreditkartenkredite ist verschwunden. Im Jahresvergleich wuchsen diese mit der geringsten je notierten Geschwindigkeit um +0,5%. Noch vor einem Jahr hatte die Rate bei +8,0% gelegen.

Die jährliche Wachstumsrate der Autokredite stagniert nahezu seit vier Monaten, notiert + 1,4%.

Im Bild die jährlichen Wachstumsraten der Kreditkarten-Kredite wie der Autokredite seit 1980:

Verbraucherkredite

US Rezessionsdauer – längste seit 1929

Mit dem April ist die aktuelle US Rezession nun im 17. Monat und damit die längste Rezession seit 1929.

Seit 1929 betrug die durchschnittliche Rezessionsdauer 12,9 Monate; das NBER hat die US Konjunkturzyklen seit 1857 gekennzeichnet, die durchschnittliche Rezessionsdauer beträgt seit dem 17,4 Monate – zu Konjunkturzyklen.

Laut Moody’s Economy.com sind 44 Bundesstaaten der USA in einer Rezession, der Rest befindet sich am Rande einer Rezession.

Die nachfolgende Grafik zeigt zum einen die Rezessionsdauer seit 1929 wie auch eine Landkarte der USA:

US Rezessionsdauer

Passend zum demnächst erscheinenden US-Arbeitsmarktbericht die US Rezessionen mit der Arbeitslosenquote seit 1929. Für den abgelaufenen März 2009 wird eine Quote von 8,5% nach zuvor 8,1% erwartet. In der Depression der dreißiger Jahre des vorangegangenen Jahrhunderts befand sich die Arbeitslosenquote allerdings mehrere Monate bei 25%.

Rezessionsdauer versus Arbeitslosenquote

US Immobilienmarkt: der Tisch ist bereitet

'Composite Housing Affordability Index' Der US Immobilienmakler-Verband NAR publizierte den ‘Composite Housing Affordability Index’ mit 158,8 im Dezember auf einem Allzeithoch. Seit dem Tief im Juli 2006 hat sich der Gesamtindex sukzessive erholt – siehe Chart rechts.
Nach dem Einbruch der Hauspreise im Westen manifestiert sich dort die Erholung am deutlichsten; die jährliche Wachstumsrate im Westen notiert bei +60,7%, während die landesweite Rate bei +29,1% liegt.

Der Index gibt an, inwiefern es sich eine Durchschnittsfamilie leisten, kann ein Haus zu erwerben. Je höher der Index steht, desto leichter fällt dieses Unterfangen. In den Index geht der Hypothekenzinssatz, das durchschnittliche Einkommen sowie der Häuserpreis mit ein. Der sinkende Hypothekenzinssatz wie Häuserpreis haben das seinige bewirkt.

Die Zinsbelastung auf das Einkommen bezogen, ergibt mit 15,7% den niedrigsten Anteil seit Bestehen der Zeitreihe (1989). Im nachfolgenden Chart ist die Zinsbelastung (blaue Linie, li.) gegen die 30-jährigen, festverzinslichten Hypothekenzinsen (rote Linie, r.) aufgetragen.

Zinsbelastung/Hypothekenzinsen

Jetzt fehlen noch die hungrigen Esser (Immobilienkäufer).

US Arbeitsmarkt im Januar 2009

StellenabbauDer Stellenabbau im Januar kam nun den dritten Monat infolge bei nahezu 600 Tsd. ein. Nach revidierten -577 Tsd. (zuvor: -524 Tsd.) publizierte das BLS 598 Tsd. vernichtete Stellen. Die Anzahl der Beschäftigten schrumpft im Jahresvergleich mit zunehmender Geschwindigkeit, zuletzt um -2,5% zum Vorjahresmonat, der höchsten Rate seit November 1982 (-2,6%).
Im Januar war vorzugsweise das produzierte Gewerbe getroffen; so das Baugewerbe mit -111 Tsd. und das verarbeitende Gewerbe mit -207 Tsd. Stellen. Da laut BLS im Gesundheitswesen Stellen geschaffen wurden (+ 54 Tsd.) hielt sich der Dienstleistungssektor mit -279 Tsd. Stellen.
Die Zeitreihe wurde einer alljährlichen Revision unterzogen; insgesamt wurde  die Beschäftigtenzahl tendenziell nach unten revidiert. Das Ergebnis ist in dem rechts nebenstehenden Chart zu sehen.

US ArbeitslosenquoteDie offizielle Arbeitslosenquote lag mit 7,6% nach zuvor 7,2% auf dem höchsten Niveau seit September 1992 (ebenfalls 7,6%).
Nebenstehend ist diese zusammen mit der vom Gnom bereits erwähnten alternativen Arbeitslosenquote abgebildet. Mit 13,9% wurde das Allzeithoch des Vormonats ausgebaut.

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Am interessantesten erscheinen mir wieder die zwei folgenden Charts. Zum einen ist der Anteil der ‘Jobloser’, also die Menschen die arbeitslos sind, da sie ihre Stelle verloren haben, mit 61,1% auf den drittgrößten je gemessenen Stand geklettert. Nur der Oktober und November 1982 lagen geringfügig höher. Diese Daten haben zur Arbeitslosenquote eine Vorlaufzeit von ein paar Monaten; wir dürfen gespannt sein, wie weit die Quote noch läuft.

Die Korrelation ist in folgendem Chart zu beobachten:

Markant ist die rückläufige Arbeitszeit. Die Wochenarbeitszeit liegt für den gesamten Beschäftigungssektor bei 33,3 Stunden. Die jährliche Wachstumsrate der aggregierten Wochenarbeitszeit stürzt weiter ab; -4,6% im Jahresvergleich. Dieser Tatbestand ist immerhin dafür verantwortlich, dass die US Produktivität schwarze Zahlen schreibt. Das diese Woche gemeldete Produktivitätswunder (Gesamtproduktion pro Arbeitsstunde) von + 3,2% für das vierte Quartal 2008 kam letztendlich zu Stande, da bei sinkender Produktion die Arbeitszeit sank, sprich Menschen entlassen wurden.

Zur aggregierten Wochenarbeitszeit:

Fazit:

Der Arbeitsmarktbericht weist keinerlei Erholungstendenzen auf.  Zusammengenommen haben seit Rezessionsbeginn 3,5 Mio. Menschen ihren Job verloren oder arbeiten zunehmend bei geringerer Stundenzahl.