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Leitzinsen im Aufwind

Nachdem ab dem Herbst 2007 die Zentralbanken  weltweit begannen ihre Leitzinsen auf neue Tiefsstände zu senken, hebt jetzt die erste Zentralbank der G20 Staaten ihren Leitzins. Die Reserve Bank of Australia hob vergangene Woche das Ziel der  ‘Cash Rate’ von 3,00% auf 3,25% an. Die Konjunkturerholung ‘downunder’ schreite gut voran bzw. die Konjunktur sei nicht im erwarteten Maß eingebrochen. Bei den asiatischen Handelspartner wird ein stabiles Wachstum ausgemacht.

Die Konjunktureinschätzung der Europäischen wie Englischen Zentralbank fiel nicht annähernd so optimistisch aus, sodass beide Banken ihren Leitzins bei 1,00% respektive 0,50% beibehielten (Quellen: EZB, BoE).

Die Übersicht über das Ausmaß der globalen Zinssenkungsrunden:
Globale Zinssenkungen

Telomerase Kreditfaszilität: US Immobilienbesitzer machen Kasse

Die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin wurden für ihre Forschungsarbeiten um ein Enzym ausgezeichnet, das die DNA davor schützt, bei der Zellteilung einen Teil der Erbinformation zu verlieren. Die Enden der Erbgutfäden werden nach einer Verdopplung immer wieder durch das Enzym Telomerase aufgefüllt. Das fortlaufende Auffüllen der DNA durch dieses Enzym verhindert, dass Zellen altern.

Den Statistiken von Freddie Mac über das Kreditvolumen so genannter Cash-Out-Finanzierungen, kann man entnehmen, in welcher Höhe die amerikanische Hausbesitzer in einem Prozess der telomeren Bargeldbeschaffung ihre Geldmittel immer wieder aufgefüllt und ihrem Immobilienbestand extrahiert haben, um Konsumausgaben zu tätigen, vorhandene Konsumentenkredite umzuschulden oder andere Ausgaben vorzunehmen.

Stellt man dieses Finanzierungsvolumen dem Betrag gegenüber, um den sich das US-BIP gegenüber dem Vorjahr verändert hat, wird deutlich, wie stark diese Kredite zum Wachstum der amerikanischen Volkswirtschaft beigetragen haben. In einigen Jahren entsprach das Cash-Out-Finanzierungsvolumen über 40 % der Steigerung des nominalen BIP gegenüber dem Vorjahr.

Der Beitrag der Cash-Out-Finanzierungen am BIP-Wachstum, erlaubt Rückschlüsse darüber, um wieviel Prozentpunkte das US Wirtschaftswachstum aufgeblasen war und in Zukunft geringer ausfallen dürfte.


MfG Helmut Wüllenweber

G-8 Treffen: die BRIC-Staaten kratzten am Status des US-Dollars

Im Vorfeld des G-8 Treffens haben Russland und China erneut den US-Dollar als Leitwährung in Frage gestellt; Reuters berichtet (’Russia, China to push global currency at G8 summit‘). Seit Monaten propagiert China die SDRs als Alternative; im März schrieben wir dazu (’China bläst zum Sturm auf die Dollar-Bastion). Brasiliens Lula sitzt mit im Boot und Indien zeigt sich einer Diskussion nicht abgeneigt und erwägt eine Diversifizierung.

Die Suche, die aktuelle Währungsverteilung der globalen FOREX-Reserven der Zentralbanken zu ergründen, gestaltete sich schwierig. Hilfe wird hier gern entgegengenommen ;-)

Am 30.6. hat der IWF die vierteljährlichen Daten zur globalen Währungsreserve mit Devisenaufschlüsselung publiziert – Currency Composition of Official Foreign Exchange Reserves (COFER). Von den gesamten 6,531 Trillionen US-Dollar sind lediglich 62,1% einzelnen Währungen zugeordnet. Länderspezifische Daten waren nicht zu erhalten.

Die Aufschlüsselung der einzelnen Währungen ergab im ersten Quartal 2009 für den USD einen Anteil von 65,0%, EUR (25,9%), GBP (4,0%), JPY (2,9%), CHF (0,1%) und andere (2,1%).

Insgesamt sanken die globalen Reserven um 2,6% zum Vorquartal und 5,2% zum Vorjahresquartal. Die Quartalszahlen werden erst seit 1999 veröffentlicht, seither wurde nun der erste Rückgang auf Jahresbasis notiert.

Der nachfolgende Chart vermittelt zum einen die Gesamtentwicklung der Währungsreserve wie auch die Aufschlüsselung der Devisen:

Die Suche nach den chinesischen Reserven wurde intensiviert. In einem Bericht der Citigroup hieß es im März 2009:

There is clearly a great deal of uncertainty on portfolio composition of China’s FX reserve holdings. We assume that China’s FX reserves have similar percentage shares of portfolio holdings in December as they did in November where we use the percentage shares of Chinese holdings of US assets from a paper published by Council on Foreign Relations after authors adjust for their estimated undercounting.

These portfolio shares assume about 72% of China’s foreign assets are invested in US assets, out of which, 85% are invested in US Treasuries (37% of total Chinese foreign assets) and US agencies (25% of Chinese foreign assets), and a much smaller share is in corporate bonds and equities. We apply these shares to China’s official FX reserves and assume the remaining 28% of FX reserves are in EUR- and JPY denominated bonds with a ratio of 2:1.

Also USD 72%, EUR 18,6% und JPY 9,3%.

Ergänzungen sind herzlich willkommen!

Money for Nothing?

Der Dire Straits Song „Money for Nothing“ macht heute den Titel in einem Kommentar der Börsen-Zeitung. Kommentiert wird die neueste, in dieser Woche anlaufende, geldpolitische Aktion der EZB, die bereits in den dunkelsten Tagen der Finanzkrise prinzipiell beschlossen wurde (März/April 2009) und heute allseits Rätsel aufgibt.

Erstmals in der Geschichte der EZB stellt sie den Banken Geld für ein volles Jahr zu einem Zinssatz von 1 Prozent zur Verfügung – und das in beliebiger Menge.

Ein Blick auf die Einlagenfazilitäten* der Bundesbank zeigt, dass die Banken über hinreichend Liquidität verfügen. Der augenblickliche Zinssatz für diese Guthaben bei der Zentralbank beträgt 0,25 Prozent.
Der EURIBOR-Zinssatz für 12-Monats-Geld betrug gestern 1,585 Prozent, der für 3-Monats-Geld 1,206 Prozent.
Wenn sich die Banken nun in beliebigem Umfang für 1 Prozent bei der Zentralbank refinanzieren können, wird dies den Geldhandel zwischen Banken nicht beflügeln.
Noch rätseln die Auguren in welchem Umfang das Angebot der Zentralbank von den Banken in Anspruch genommen werden wird (Horrorschätzung gehen bis zu einer Billion!).

Unabhängig davon muss man sich fragen – was soll das? Offensichtlich verfügen die Banken nicht nur über genügend Liquidität, sondern Dank Öffnung der Schleusentore der Zentralbank auch über genügend konventionelle Refinanzierungsmöglichkeiten. Wie sonst wäre es zu erklären, dass die Einlagenfazilitäten mit magerer Verzinsung so hohe Guthaben ausweisen?
Woran es den Banken zu mangeln scheint sind solvente Kreditnehmer, die lassen sich jedoch nicht mit noch mehr billigem Geld aus dem Hut zaubern.

Nachtrag: Wie Bloomberg eben meldet wurden € 442 Mrd. Kredit an 1.121 Banken unter dieser neuen Fazilität gewährt. (Bloomberg Meldung)

*Die sog. Einlagenfazilität wird von den Banken benutzt, um kurzfristige Liquiditätsüberschüsse bei der Bundesbank zinstragend anzulegen.

Die Fed in Aktion – Infusion für die Kapitalmärkte

Die amerikanische Notenbank hat bei ihrer gestrigen Tagung zunächst festgestellt, dass die US Volkswirtschaft weiter schrumpft, die eigenen Exporte eingebrochen sind, da sich einige Handelspartner ebenfalls in einer Rezession befänden.

Um die Erholung der Konjunktur voranzutreiben, wurde einstimmig beschlossen mit weiteren 750 Mrd. USD hypothekenbesicherte Anleihen aufzukaufen. Zusätzliche 300 Mrd. USD sollen dazu verwendet werden langfristige US Staatsanleihen zu erwerben.

Aus der Presseerklärung der Fed:

To provide greater support to mortgage lending and housing markets, the Committee decided today to increase the size of the Federal Reserve’s balance sheet further by purchasing up to an additional $750 billion of agency mortgage-backed securities, bringing its total purchases of these securities to up to $1.25 trillion this year, and to increase its purchases of agency debt this year by up to $100 billion to a total of up to $200 billion.  Moreover, to help improve conditions in private credit markets, the Committee decided to purchase up to $300 billion of longer-term Treasury securities over the next six months.

Presseerklärung

Diese Art der Kapitalspritzen im internationalen Vergleich (Fed, EZB, BoE); indiziert seit Anfang 2007:

In Korrelation zum Bruttoinlandsprodukt ergibt sich folgendes Bild:

Noch nicht enthalten sind die gestrigen Infusionen; so dürften die Fed-”Zuwendungen” ein Viertel  des Bruttoinlandsproduktes betragen.

Zinscharts – Vorschläge?

Die Rubrik Charts – Zinsen ist aktuell in Planung; da bietet es sich an, bei den potenziellen Lesern nachzufragen, was gewünscht wird.

Es werden noch gerne Vorschläge/Wünsche entgegengenommen. Mehrfach ist nach Charts zu Umlaufrenditen gefragt worden, ist vermerkt worden ;-)

Es kann sicherlich nicht alles berücksichtigt werden, aber zumindest es ist eine Form der Mitgestaltung, also nur zu.

viele Grüße
Cordula

Europe’s Growing Crisis Puts the Fed at Risk

The U.S. Federal Reserve
has a half-trillion dollars out in currency swaps with foreign central banks. Are they good for it?
A big hitch: Europe’s commercial banks have more exposure to wounded emerging markets than U.S.counterparts. By one estimate, European banks provided three-quarters of the $4.7 trillion in crossboarder loans to the Baltic countries, Eastern Europe, Latin America and emerging Asia. Their emerging- markets exposure exceeds that of U.S. lenders to Alt-A and subprime loans…
“I would say that most of the big banks in Europe are insolvent,” says Dory Wiley, president of
Commerce Street Capital, a money-management firm that invests in banking stocks…

http://online.barrons.com/article/SB123336877483535797.html

Die kalte Gelddusche für die Deflationisten

US Fed’s foolhardiness is of more concern than deflation

Such forced buying and related low yields suggest the US Treasuries market is now a bubble. And bubbles always burst. The Fed is committed to buying long-term US government debt itself in huge quantities. But, as America’s liabilities rise and the printing presses keep rolling, the dollar must surely keep falling. And as it does, the argument for holding US Treasuries collapses.

The danger looms that, pretty soon, the only net buyer of US Treasuries could be the Fed itself. Very serious questions would then be asked about America’s ability to service its debt. Foreign creditors could start calling in the money they’re owed by the States.

This scenario is alarming, but far from impossible. And the reason the world is flirting with this danger is because the Fed needs to fight deflation.

But the Fed’s argument doesn’t stack up. US inflation – as measured by the pre-Clinton methodology, before the politicians started messing with the numbers – stands at 4.5pc.

Deflation is being used as an excuse for the US authorities to print money like crazy, attempting to bury their mistakes and bail out their Wall Street friends.

This reality is crystal-clear. The fact other economists aren’t shouting it from the roof tops is both an outrage and a farce.

http://www.telegraph.co.uk/finance/comment/liamhalligan/3870090/US-Feds-foolhardiness-is-of-more-concern-than-deflation.html

US Notenbank etabliert Nullzinspolitik

Der Offenmarktausschuss des FRB hat heute Abend einstimmig den US Leitzins von vormals 1,00% auf eine Spanne von 0 bis 0,25% gesenkt. Am 17.9.2007 hatte die US Notenbank angefangen ihre Geldpolitik zu lockern und ihren Leitzins von 5,25% in 9 Schritten auf ein historisches Tief zu reduzieren. Alles ohne Erfolg, die US Wirtschaft ist in einer tiefen Rezession, ein Ende nicht in Sicht, währenddessen hat sich die Fed ihre Zähne selbst gezogen. Unter diesen Umständen ist ein tatkräftiges Zupacken nahezu erfolglos.

Das Wirtschaftswachstum soll voraussichtlich ein längere Zeit durch “alle zur Verfügung stehenden Werkzeuge” angekurbelt werden:

The Federal Reserve will employ all available tools to promote the resumption of sustainable economic growth and to preserve price stability.  In particular, the Committee anticipates that weak economic conditions are likely to warrant exceptionally low levels of the federal funds rate for some time.

Um ein Bild zu bleiben, beabsichtigt der nunmehr zahnlose Tiger sich eine Zahnprothese einzusetzen.

The focus of the Committee’s policy going forward will be to support the functioning of financial markets and stimulate the economy through open market operations and other measures that sustain the size of the Federal Reserve’s balance sheet at a high level.  As previously announced, over the next few quarters the Federal Reserve will purchase large quantities of agency debt and mortgage-backed securities to provide support to the mortgage and housing markets, and it stands ready to expand its purchases of agency debt and mortgage-backed securities as conditions warrant.  The Committee is also evaluating the potential benefits of purchasing longer-term Treasury securities.  Early next year, the Federal Reserve will also implement the Term Asset-Backed Securities Loan Facility to facilitate the extension of credit to households and small businesses.  The Federal Reserve will continue to consider ways of using its balance sheet to further support credit markets and economic activity.

Quelle: Presseerklärung

Der Zinssenkungsaktionismus der Fed, der EZB, der BoE und der BoJ im Vergleich:

Leitzinssätze im Vergleich

Men at Work: Die Blase am US Rentenmarkt

Die US Notenbank tut das, was sie am besten kann: Das Entstehen von Blasen fördern.

Gestern äußerte sich Ben Bernanke wie folgt: “Although further reductions from the current federal funds rate target of 1 percent are certainly feasible, at this point the scope for using conventional interest-rate policies to support the economy is obviously limited. One option is for the Fed to buy “longer-term Treasury or agency securities on the open market in substantial quantities.This approach might influence the yields on these securities, thus helping to spur aggregate demand.”

Die Einschätzung von David Rosenberg dazu: “Investors should operate under the assumption that the Fed is going to embark on a new course of balance sheet expansion to mitigate the downside risks to the macro outlook and fight the looming deflation battle. This is bullish for long bonds. The 10-year note yield is now firmly below the 3 percent threshold and this next leg down in yield will undoubtedly represent the classic mania-turn-to-bubble phase that quite plausibly sees an overshoot to or even through the April 1954 lows of 2.3 percent.”

Helmut Wüllenweber

Der Zinssenkungsaktionismus der Zentralbanken

TabelleWeltweit senken die Zentralbanken ihren Leitzins – zum Teil erheblich.

Nebenstehende Tabelle bietet einen Überblick über die aktuellen Leitzinssätze diverser Notenbanken per 21.11. sowie den Abschlag in Basispunkten seit dem jeweils letzten zyklischen Hoch.

Am aggressivsten reduzierte das FRB die Federal Funds Target Rate, um 425 Basispunkte auf 1,00%. Ins Gespräch wird mittlerweile eine Nullzinspolitik der amerikanische Notenbank gebracht.

Leitzinsen seit 2005Aber auch anderer Zentralbanken halbierten nahezu ihren Leitzinssatz – die SNB, die BoE und die Bank of Canada.

Im Chart rechts sind die Leitzinssätze der erwähnten Notenbanken seit 2005 dargestellt.

Während die USA ihren Zinssenkungszyklus bereits im Herbst letzten Jahres begannen, zogen erst im Herbst diesen Jahres einige Zentralbanken nach. Insbesondere die Schweizer SNB zeigte sich recht ambitioniert.

Da die Abschläge im September/ Oktober im Chart ab 2005 ein unübersichtliches Bild hervorrufen, ist in dem unten stehenden Chart die Entwicklung dieses Jahres abgebildet:

Braucht eine Zentralbank Eigenkapital?

Die Frage wird sich wahrscheinlich bald von selbst beantworten:

Laut Ausweis vom 20. November 2008 weist die konsolidierte Betrachtung aller US Federal Reserve Banken

Vermögenswerte in Höhe von USD 2,188,686.000.000,-
und Verbindlichkeiten von USD 2,147,694.000.000,-

aus.
Die kläglich Diffrenz – sprich das Eigenkapital

beläuft sich auf 40,992.000.000,-

Dies wiederum sind weniger als 2 Prozent der Vermögenswerte (1,908 Prozent).

Nachzulesen hier – im letzten Drittel des Links.

Bleibt die Frage: Ist es vorstellbar, dass 2 Prozent der Forderungen ausfallen und die hinterlegten (und etwas fragwürdigen gewordenen) Sicherheiten nicht ausreichen, den Forderungsausfall abzudecken? Was – wenn? Kann eine Zentralbank “Chapter 11″ anmelden?

Erste Verteidigungslinie wäre dann wohl der USD…?

Föhliches Grübeln!

Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen! FED auf der Anklagebank

Ben Bernanke & Kollegen – “Ihr, die ihr mir so oft, In Not und Trübsal, beigestanden” – agieren, beruhend auf der zitierten faustschen Weisheit, mit der Einsicht: Die Kreditwirtschaft kann man nur durch Kredite zwingen.

In diesem Kontext hat die US Notenbank FED zwischenzeitlich die Summe von annähernd 2.000 Mrd US Dollar Not- bzw. Überbrückungskredite an Unternehmen einer Volkswirtschaft ausgegeben, die im abgelaufenen dritten Quartal in der Summe nach offiziellen Schätzungen Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 14.429 Mrd US Dollar erstellt haben.

Die sicherlich nicht ganz unberechtigte Frage von Seiten der Nachrichtenagentur Bloomberg, wer denn die Empfänger dieser frisch gedruckten Dollar seien und welche Sicherheiten die Notenbanker dafür in die Bücher genommen haben, wurde von der FED leider nicht beantwortet. Auch die Bewertungsmethoden, der teilweise als Risikopapiere einzustufenden “Sicherheiten”, bleiben das Geschäftsgeheimnis der US Währungshüter.

Ein Herr Thro von der FED wird mit den Worten zitiert: “This type of information is considered highly sensitive, and it would remain so for some time in the future.” Ein weiterer Mitarbeiter der FED, Herr O’Rourke, gibt an, daß die FED sich außer Stande sehe, der Firma Bloomberg eine offizielle Antwort auf deren Anfrage zu geben, man sei “caught in the vortex of the things going on here”.

Während sich erfolgslose Unternehmen in den USA wie AIG in einer vergleichbaren Situation befinden, wie der ebenfalls erfolglose Schauspiellehrer Scott McNally im US-amerikanischen Thriller “Caught in the Act” (McNally, gespielt durch Gregory Harrison, findet auf seinem Bankkonto 20.000 US-Dollar unbekannten Ursprungs. Etwas später werden 10 Millionen US-Dollar überwiesen), sind die Entscheidungsträger der US Notenbank FED nach Ansicht der Nachrichtenagentur Bloomberg, ihrerseits gefangen im Konflikt mit dem Freedom of Information Act, auf welchen man sich in einer Klage gegen die US Notenbank beruft.

Nicht ohne Grund, haben die Amerikaner ihre Dollarnoten rückseitig mit der Aufschrift “In God we trust” versehen. Den Gläubigern der Verschuldeten Staaten von Amerika wird einiges an Gottvertrauen abverlangt.

Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sei!
Wie wenig das dem echten Banker zieme!
Der saubern Herren Pfuscherei
Ist, merk ich, schon bei Euch Maxime.
(frei nach Faust I, Vorspiel auf dem Theater)

Bloomberg Sues Fed to Force Disclosure of Collateral
Fed Defies Transparency Aim in Refusal to Identify Bank Loans

Helmut Wüllenweber

Zinssenkungszyklus 2008

Nach einer Reihe von Zinssenkungen liegt der GDP-gewichtete Index der wichtigsten weltweiten Benchmark-Leitzinsen noch immer komfortabel über dem Tief von 2003/2004.