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Euro-Indikatoren: Bruttoinlandsprodukt (5)

Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone schrumpfte im vierten Quartal 2012 mit -0,6% zum Vorquartal, das fünfte Mal in Folge. Zwölf der bisher 14 gemeldeten Staaten der Eurozone verzeichnen ein rückläufiges Wachstum, allein in Estland und der Slowakei wächst die Wirtschaft. Der stärkste Rückgang ist in Portugal (-1,8%) zu beobachten.

Definiert man eine Rezession als zwei Quartale in Folge rückläufigen Wachstums, dann befinden sich 6 von 14 Staaten der Eurozone in einer Rezession, als da wären Spanien, Italien, Zypern, die Niederlande, Portugal und Slowenien. Griechenland wäre der siebte Staat in Rezession, die zuletzt verfügbaren Daten stammen aber aus dem ersten Quartal 2011.

In der folgenden Tabelle sind die vierteljährlichen Wachstumsraten der EU-Staaten wie auch der Kandidatenländer abgebildet; noch nicht alle Staaten haben ihre Daten publiziert.

EU: Bruttoinlandsprodukt in % Q/Q

Auf Jahresbasis sank das Bruttoinlandsprodukt um 0,9%; der nachstehende Chart stellt die jährlichen Wachstumsraten in Deutschland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Spanien und der Eurozone gegenüber. In dem kurzen Zeitabschnitt lässt sich beobachten, dass Deutschland im positiven wie im negativen Bereich die Extreme auslotet.

Bruttoinlandsprodukt, jährliche Wachstumsrate im Vergleich

Der nächste Chart bildet die jährliche Wachstumsrate des Bruttoinlandsproduktes in der Eurozone ab wie auch den EuroSTOXX 50

Bruttoinlandsprodukt der Eurozone (% J/J) vs. EuroSTOXX 50

Schauen wir mal, ob und wie weit sich die Rezession der Eurozone im Aktienmarkt wiederspiegelt.

Euro-Indikatoren: Europas Stimmung steigt im Februar unerwartet (4)

Im Vorfeld der italienischen Parlamentswahlen stieg der Economic Sentiment Index (ESI) merklich. Laut EU Kommission stieg der Index für den Berichtsmonat Februar von revidierten 89,5 (zuvor 89,2) auf 91,1. Analysten hatten mit einem Wert von 89,8 gerechnet.

Getragen wurde der Anstieg vom verarbeitenden Gewerbe, dem Dienstleistungssektor sowie einer geringfügig aufgehellten Verbraucherstimmung. Abschlägig wirkten die Bauwirtschaft wie auch der Einzelhandel.

Die größten Zuwächse gab es in Österreich (+4,9 Punkte), Belgien und Schweden mit jeweils +3,6 Punkte, Malta (+3,4 Punkte) und Deutschland (+2,5 Punkte). Rückläufige Werte wurden lediglich in Ungarn (-0,2 Punkte), Lettland (-0,4 Punkte) und Großbritannien (-0,5 Punkte) notiert. Das unklare Ergebnis der italienischen Wahlen ging in die Befragung nicht mit ein.

Im Bild der Economic Sentiment Index für die Eurozone (blaue Linie) sowie einzelner Staaten:

Economic Sentiment Index (ESI) im Februar 2013

Euro-Indikatoren: Verbraucherstimmung (3)

Seit Frühjahr 2011 hat sich die Verbraucherstimmung in der Eurozone zunehmend im Rahmen der europäischen Schuldenkrise eingetrübt. Auch hier notiert das deutsche Sentiment auf einem hohen Niveau. Italien hat mittlerweile das Niveau vom Frühjahr 2009 unterschritten. In Spanien verdunkelt sich die Stimmung zunehmend.

Folgender Chart bildet die Verbraucherstimmung einiger europäischer Staaten ab:

Eurozone: Verbraucherstimmung

Fragt man nach der finanziellen Lage in den letzten zwölf Monaten, so wird diese insbesondere von den Spaniern und Italienern zunehmend enger eingeschätzt. Aber auch britische Konsumenten spüren die flaue, heimische Konjunktur. Bei deutschen Verbrauchern hat die europäische Schuldenkrise wenig Spuren hinterlassen. Auf einem, seit zwei Jahren nahe zu unverändertem Niveau,  fällt die Einschätzung zur eigenen finanziellen Situation aus.

Nachfolgender Chart stellt den historischen Ablauf seit 1990 dar:

Eurozone: Verbraucher zur finanziellen Lage in den letzten zwölf Monaten

Euro-Indikatoren: Industrieproduktion (2)

Europaweit finden sich nur wenige Staaten mit einer positiven, jährlichen Wachstumsrate der Industrieproduktion im verarbeitenden Gewerbe, so das Baltikum, Malta, die Niederlande, die Slowakei und die Türkei. Die Wachstumsrate der Eurozone baute das rückläufige Tempo zuletzt aus, im November 2012 notierte dies bei -3,7% ggü. dem Vorjahr.
Den größten Rückgang verzeichnete Zypern mit -10,9%.

Im Bild die negativen Jahresraten der Eurozone (dunkelblau), Deutschlands (rot), Spaniens (grau), Frankreichs (orange), Italiens (grün) und Großbritanniens (hellblau):

20130127-industrieproduktion-wachstum

Der Index relativiert zumindest den Rückgang der deutschen Industrieproduktion, immer noch liegt dieser auf einem hohen Niveau, während insbesondere das verarbeitende Gewerbe der Mittelmeeranrainer zum Teil deutlich unter dem Krisenniveau vom März 2009 notiert.

Abgebildet der Index Vergleich:

Industrieproduktion im europäischen Vergleich (Index)

Euro-Indikatoren: Arbeitslosigkeit (1)

In loser Folge werden einige Euro Indikatoren ins Bild gesetzt. Verglichen wird die Entwicklung in der Eurozone, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien.

Zuletzt notierte die Arbeitslosenrate im Euroraum auf Allzeithoch bei 11,8%; dabei notiert die Arbeitslosenquote in Spanien mit 26,6% ebenfalls auf Allzeithoch. In Frankreich und Italien nähert sich die Quote dem Höchststand.
Der nachfolgende Chart zeigt die Arbeitslosenquote seit 1990:

Eurozone: Arbeitslosenquote

Dramatisch hat sich insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit entwickelt; 24,4% der erwerbstätigen Menschen unter 25 Jahre hat in Europa keine Arbeit. Unter spanischen Jugendlichen wird auch hier der höchste Stand mit 56,5% markiert. Aber auch die italienische und französische Quote liegt mit 37,1% respektive 27,0% über dem europäischen Mittel. Insgesamt liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa auf einem erschreckend hohem Niveau und birgt reichlich Frustrationspotenzial.

Die tabellarische Übersicht der Jugendarbeitslosigkeit in der gesamten EU:

Jugendarbeitslosigkeit in der EU (Tabelle)

Für die Eurozone, Deutschland, Spanien, Frankreich, Italien und Großbritannien ergibt sich folgendes Bild:

Eurozone: Jugendarbeitslosigkeit

In Deutschland ist die Entwicklung der Arbeitslosenrate seit Mai 2005 rückläufig. Nach IAA-Definition betrug diese insgesamt zuletzt 5,4%, für Jugendliche 8,1%.

Länderfinanzausgleich

Der Länderfinanzausgleich im historischen Überblick;  zunächst ein Chart, der die Jahre 1950 bis 1994 abbildet:

Länderfinanzausgleich 1950-1994

Ab 1995 wurden die neuen Bundesländer in den Länderfinanzausgleich mit eingeschlossen; für die Jahre 1995-2010 ergibt sich folgendes Bild:

LFZ-0002

Über die Jahrzehnte hinweg fanden erhebliche Umwälzungen statt. Während Nordrhein-Westfalen in den 50-iger und 60-iger Jahren noch ein maßgeblicher Zahler war und erst in den 80-iger Jahren Empfängerland wurde, erhielten andere Bundesländer kontinuierlich finanzielle Zuwendungen (Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und das Saarland). Mit wenigen Unterbrechungen gehörte auch Schleswig Holstein zu den Empfängerländern.

Baden-Württemberg und Hessen sind die einzigen beiden Bundesländer, die kontinuierlich in den Länderfinanzausgleichstopf eingezahlt haben. Mit wenigen Unterbrechungen gehört Hamburg ebenfalls dazu. Nachdem Bayern jahrzehntelang bis Mitte der 80-iger Jahre zu den Profiteuren des Finanzausgleichs gehörte und die Entwicklung vom Agrarstaat zum Technologiestandort ermöglicht bekommen hat, findet es sich seit 1992 kontinuierlich bei den zahlenden Bundesländern wieder. Seit 2008 trägt Bayern den größten Anteil bei.

Die neuen Bundesländer sowie Berlin erhalten seit 1995, der Umstrukturierung des Länderfinanzausgleichs, kontinuierlich Zahlungen.

Die 50-iger Jahre:

Länderfinanzausgleich 50-iger Jahre

Die 60-iger Jahre:

Länderfinanzausgleich 60-iger Jahre

Die 70-iger Jahre:

Länderfinanzausgleich 70-iger Jahre

Die 80-iger Jahre:

Länderfinanzausgleich 80-iger Jahre

1990-1994:

Länderfinanzausgleich 1990-1994

Der Länderfinanzausgleich (LFA) sowie die Bundesergänzungszuweisungen (BEZ) für die Jahre 1995-2010:

Länderfinanzausgleich und Bundesergänzungszuweisungen 1995-2010

Die Daten für 2011 sind erst vorläufig:

Länderfinanzausgleich 2011

Datenquellen: Bundesministerium für Finanzen und statistisches Bundesamt