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Fondszuflüsse im Januar 2013: Anleger ändern ihr Investitionsverhalten

Das Investment Company Institute (ICI) publizierte die Daten der US Fondszuflüsse für den Januar 2013. Traditionell notieren die Fonds Zuflüsse zu Beginn des Jahres. Im Januar wurde bei Aktienfonds mit +37,91 Mrd. USD der höchste Stand seit Januar 2004 gesehen. Nennenswerte Zuflüsse gab es zuletzt zu Beginn 2011. Nahe zu gleiche Anteile wurden in Fonds, die primär in den USA anlegen, wie auch außerhalb der USA investiert.

Im folgenden Chart sind die Zuflüsse der Aktienfonds dargestellt:

Fondszuflüsse (Aktien) vs. S&P500

Im Rahmen der Kredit-und Finanzkrise wurde zunehmend in sicher geltende Rentenpapiere investiert; in dem Maße wie Gelder aus Aktienfonds abgezogen wurde, flossen diese in Rentenfonds. Die aktuelle Rentenblase wurde – von Angst getrieben – aufgepäppelt. Das entgegengesetzte Bild bot sich zu Zeiten der Internetblase, nur wenig Gelder flossen in Rentenfonds, der Großteil in Aktienfonds.

Der Chart zeigt den historischen Ablauf seit 1995:

Fondszuflüsse (Aktien vs. Rentenpapiere)

Erstmals seit dem Jahreswechsel 2010/2011 notierten die Zuflüsse der Aktienfonds über denen der Rentenfonds. Ob dies eine nachhaltige Bewegung wird, bleibt zu beobachten.
Folgend ist die Differenz der Zuflüsse in Aktien-wie Rentenfonds abgebildet:

Differenz Fondszuflüsse Aktien-Rentenpapiere

Telomerase Kreditfaszilität: US Immobilienbesitzer machen Kasse

Die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin wurden für ihre Forschungsarbeiten um ein Enzym ausgezeichnet, das die DNA davor schützt, bei der Zellteilung einen Teil der Erbinformation zu verlieren. Die Enden der Erbgutfäden werden nach einer Verdopplung immer wieder durch das Enzym Telomerase aufgefüllt. Das fortlaufende Auffüllen der DNA durch dieses Enzym verhindert, dass Zellen altern.

Den Statistiken von Freddie Mac über das Kreditvolumen so genannter Cash-Out-Finanzierungen, kann man entnehmen, in welcher Höhe die amerikanische Hausbesitzer in einem Prozess der telomeren Bargeldbeschaffung ihre Geldmittel immer wieder aufgefüllt und ihrem Immobilienbestand extrahiert haben, um Konsumausgaben zu tätigen, vorhandene Konsumentenkredite umzuschulden oder andere Ausgaben vorzunehmen.

Stellt man dieses Finanzierungsvolumen dem Betrag gegenüber, um den sich das US-BIP gegenüber dem Vorjahr verändert hat, wird deutlich, wie stark diese Kredite zum Wachstum der amerikanischen Volkswirtschaft beigetragen haben. In einigen Jahren entsprach das Cash-Out-Finanzierungsvolumen über 40 % der Steigerung des nominalen BIP gegenüber dem Vorjahr.

Der Beitrag der Cash-Out-Finanzierungen am BIP-Wachstum, erlaubt Rückschlüsse darüber, um wieviel Prozentpunkte das US Wirtschaftswachstum aufgeblasen war und in Zukunft geringer ausfallen dürfte.


MfG Helmut Wüllenweber

Banken in Schwierigkeiten – GFSR April 2009

Der IMF publizierte letzte Woche seinen halbjährlichen Global Financial Stability Report; konstatierte eine anhaltende, schwerwiegende Belastung des Weltfinanzsystems in dem Maße wie die Finanzkrise private Haushalte, Unternehmen und den Finanzsektor in Industriestaaten wie auch Schwellenländer erfasst.

In seiner Zusammenfassung spricht der IMF:

The global financial system remains under severe stress as the crisis broadens to include households, corporations, and the banking sectors in both advanced and emerging market countries. Shrinking economic activity has put further pressure on banks’ balance sheets as asset values continue to degrade, threatening their capital adequacy and further discouraging fresh lending. Thus, credit growth is slowing, and even turning negative, adding even more downward pressure on economic activity. Substantial private sector adjustment and public support packages are already being implemented and are contributing to some early signs of stabilization. Even so, further decisive and effective policy actions and international coordination are needed to sustain this improvement, to restore public confidence in financial institutions, and to normalize conditions in markets. The key challenge is to break the downward spiral between the financial system and the global economy. Promising efforts are already under way for the redesign of the global financial system that should provide a more stable and resilient platform for sustained economic growth.

Quelle: Zusammenfassung (PDF)

Eine weitere Aufstockung der potenziellen Abschreibungen des Finanzsektors bis 2010 wurde bekannt gegeben. Der IMF schreitet jetzt forsch voran; für sämtliche globalen Kredite und Finanzprodukte wird ein Volumen von 4.054 Mrd. US-Dollar ausgemacht, der Großteil hat seine Herkunft in den USA (2.712 Mrd. US-Dollar). Alleine die Höhe dieses Anteils verdoppelte sich nahezu, noch vor einem Jahr ging der IMF von 1.405 Mrd. US-Dollar aus.

Gut 60% (2.470 Mrd. US-Dollar) liegt bei den Banken, der Rest wird von Versicherungen und anderen Marktteilnehmern gehalten.

Nachfolgende Tabelle schlüsselt die potenziellen Abschreibungen hinsichtlich ihrer Herkunft auf; die ausstehenden Verbindlichkeiten haben ein globales Gesamtvolumen von 57.719 Mrd. US-Dollar, stehen in der Spalte ganz links.

Tabelle

Jetzt gilt´s: Der Verkauf von britischen Staatsanleihen kommt in Stocken

Robert Stheeman, Chef des britischen Debt Management Office, welches im Auftrag der Regierung die Verkäufe von britische Staatsanleihen abwickelt, äußert sich zur Attraktivität dieser Papiere: “Yields at these levels are not all that attractive” to buyers such as pension funds.  “Yields have shifted downward. Why have they shifted down? It’s partly because of the Bank of England’s announcement about quantitative easing.”

Anlass zu dieser mit entlarvender Ehrlichkeit vorgetragenen Äußerung,  bot eine nervöse Reaktion der Teilnehmer am Rentenmarkt auf einen Weckruf des britischen Notenbankchefs Mervyn King in Richtung Gordon Brown, man möge sich in der Downing Street 10 mit Ausweitung des Defizit-Spending mäßigen. “Given how big these deficits are, I think it would be sensible to be cautious about going further in using discretionary measures to expand the size of those deficits”.  Das Schatzamt möge legislativ “targeted and selected measures” im Auge behalten.

Eine sich anschließende Auktion von Gilts, wurde in den Medien teilweise als Flop gekennzeichnet, weil erstmals seit nahezu sieben Jahren die Nachfrage nach britischen Staatsanleihen unterhalb des Angebots blieb, so dass 1,75 Mrd Pfund Staatsanleihen, die von der britischen Schuldenagentur offeriert wurden, zunächst keinen Abnehmer fanden.

Helmut Wüllenweber

Die Fed in Aktion – Infusion für die Kapitalmärkte

Die amerikanische Notenbank hat bei ihrer gestrigen Tagung zunächst festgestellt, dass die US Volkswirtschaft weiter schrumpft, die eigenen Exporte eingebrochen sind, da sich einige Handelspartner ebenfalls in einer Rezession befänden.

Um die Erholung der Konjunktur voranzutreiben, wurde einstimmig beschlossen mit weiteren 750 Mrd. USD hypothekenbesicherte Anleihen aufzukaufen. Zusätzliche 300 Mrd. USD sollen dazu verwendet werden langfristige US Staatsanleihen zu erwerben.

Aus der Presseerklärung der Fed:

To provide greater support to mortgage lending and housing markets, the Committee decided today to increase the size of the Federal Reserve’s balance sheet further by purchasing up to an additional $750 billion of agency mortgage-backed securities, bringing its total purchases of these securities to up to $1.25 trillion this year, and to increase its purchases of agency debt this year by up to $100 billion to a total of up to $200 billion.  Moreover, to help improve conditions in private credit markets, the Committee decided to purchase up to $300 billion of longer-term Treasury securities over the next six months.

Presseerklärung

Diese Art der Kapitalspritzen im internationalen Vergleich (Fed, EZB, BoE); indiziert seit Anfang 2007:

In Korrelation zum Bruttoinlandsprodukt ergibt sich folgendes Bild:

Noch nicht enthalten sind die gestrigen Infusionen; so dürften die Fed-”Zuwendungen” ein Viertel  des Bruttoinlandsproduktes betragen.

Zinscharts – Vorschläge?

Die Rubrik Charts – Zinsen ist aktuell in Planung; da bietet es sich an, bei den potenziellen Lesern nachzufragen, was gewünscht wird.

Es werden noch gerne Vorschläge/Wünsche entgegengenommen. Mehrfach ist nach Charts zu Umlaufrenditen gefragt worden, ist vermerkt worden ;-)

Es kann sicherlich nicht alles berücksichtigt werden, aber zumindest es ist eine Form der Mitgestaltung, also nur zu.

viele Grüße
Cordula

Auktionsergebnisse von Bundesanleihen

Die Finanzagentur Bundesrepublik Deutschland, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, ist bekanntlich damit beauftragt, die Auszahlungen von Bundeswertpapieren (Zins und Tilgung) durch die Ausgabe von neuen Papieren zu finanzieren.

Grafisch dargestellt sind die Ergebnisse der Bemühungen seitens der Finanzagentur bei der Versteigerung von Bundesanleihen und Bundesobligationen.

Zuteilungsquote (Zuteilungsvolumen / Bietvolumen)

sowie: Bietquote (Bietvolumen / Emmisionsvolumen)

Ergänzung am13.02.2009:

Anläßlich des Kommentars durch ThomasW  vom 13.02.2009 um 8:23 ergänze ich meinen Beitrag mit Wochencharts des Bund Future inklusive einiger der oben gezeigten Auktions-Indikatoren, um einen “tieferen Einblick in den Bundfuture Handel” zu gewährleisten. :-)

Der letzte Indikator zeigt den prozentualen Anteil der Gebote ohne Angabe eines Kurs- bzw. Renditelimits (bestens) am Bietvolumen insgesamt.

Helmut Wüllenweber

Harry Markopolos vs. Bernard Madoff: Ein Mann blickt durch

Der Fondsmanager Harry Markopolos hat bekanntlich seit Jahren vergeblich versucht, die Beamten von der SEC davon zu überzeugen, dass Madoff ein Betrüger ist. “Ich habe ihnen das größte Schneeballsystem der Geschichte in Geschenkpapier verpackt geliefert, aber irgendwie machten sie sich nicht die Mühe für anständige und gründliche Ermittlungen”. Markopolos hatte sich mit Madoff beschäftigt, weil man ihn aufgefordert hatte, die Investmentstrategien von Madoff nachzubilden.

Weiterhin gibt er in seiner Anhörung in Washington zu Protokoll, dass er innerhalb von fünf Minuten gewusst habe, dass Madoff ein Betrüger sei. Weitere vier Stunden mit genauerer Prüfung der Gewinnentwicklung und Zahlen hätten seine Vermutungen bestätigt.

Wie geht das denn? Alle Welt fällt auf Mr. Madoff herein, aber Harry holt schon mal den Gefängnis-Wagen für Madoof? Ist Herr Markopolos unglaubwürdig? Nein, der Mann versteht einfach nur sein Geschäft! Man braucht wirklich nicht länger als fünf Minuten mit einem solchen Chart wie Madoof es simuliert hat, zu verbringen, weil es solche Kursverläufe von risikobehafteten Anlagen nicht geben kann.

Siehe dazu die simulierte Kapitalkurve des Herrn Madoff, am Beispiel des Hedge Funds “Fairfield Sentry Fund”, der zu hundert Prozent in das Madoff System investiert war. Ein solcher Kurvenverlauf hätte jeden Investmentprofi stutzig machen müssen, weil es solche Kursverläufe von risikobehafteten Anlagen nicht geben kann! Die Grafik stammt aus dem sehr lesenswerten Anlagekommentar der Wegelin Bank. Ponzi regiert

Die Abbildung einer solchen Kapitalkurve ist nicht sonderlich aufwendig. Diejenige von Phönix Kapitalvernichtungsmanagement sah übrigens sehr ähnlich aus. Ein Vorschlag meinerseits zur künstlerischen Gestaltung einer Kapitalkurve: Anfragen bezüglich der gezeigten Handelsstrategie, richten Sie bitte an mein Büro auf den Cayman Islands. :-)

Die Urangst des Anlegers vor dem bunten Nichts

Der Regisseur Sebastian Schipper äußert sich über das Filmemachen gegenüber der FAZ  (Über die Urangst des Filmemachers vor dem bunten Nichts) wie folgt: “Um dieses seltsame Geschäft ansatzweise zu erklären, sage ich: Na ja, du musst dir vorstellen, es kostet wahnsinnig viel Geld, es hat ganz viel mit Träumen und Sehnsüchten [im Falle Madoff: Gier] zu tun – und am Ende ist es nichts weiter als buntes Licht, [nichts weiter als heisse Luft] das auf eine Wand fällt. Sonst ist nichts. Es ist erst was, wenn es in den Köpfen der Leute [Anleger] zu etwas wird.” Hans-Christian Schmid ergänzt: “Ich stelle mir manchmal die Frage, wie das wäre, wenn man mit seinem eigenen Geld losziehen müsste.” Diese Frage sollte sich mancher Vermögensverwalter sicherlich auch ab und zu stellen.

Fazit

Betrügerische Schneeballsystemen wie Madoff oder Phönix waren relativ leicht zu durchschauen, anders sieht es allerdings aus, bei impliziten Ponzi Schemen mit Potential zur Bösartigkeit, wie zum Beispiel Staatsanleihen. Es bleibt zu hoffen, dass sich eigene Kapitalanlagen bei Banken, in Fonds oder festverzinslichen Papieren, die man heute noch als sicher erachtet, nicht als bösartiges Ponzi System entpuppen werden.

Helmut Wüllenweber

Fed vs EZB Bilanz

Da Heli Ben wieder angedroht hat Staatsanleihen zu kaufen hier ein Vergleich der Bilanzen.

Ich vermute unter Other Assets sind alle diese “Toxic ” bzw wertlosen Papiere verbucht die man zum Nominalwert gekauft hat, damit die Banken diese nicht auf Marktwert abschreiben müssen. Also ca. 1 Billion USD Schrott bei der Fed vs. 219 Milliarden Euro Gold bei der EZB. Alllerdings gehört das Gold wenn ich mich recht erinnere den einzelnen EU Ländern und ob man das BRDDR Gold das ja bei der Fed in NY “verwahrt” wird, jemals verkaufen kann/darf ist mE. sehr zu bezweifeln. Ausserdem glauben viele Goldkäfer die Bankster hatten es geliehen und in den 90er Jahren am Markt verscherbelt. Bis zum Jahr 1999 war das ja auch noch ein sehr lukratives Geschäft, danach eher schwierig. Vielleicht war der Verkauf des britischen Goldes zum Tiefstpreis damals in den Jahren 2000 – 2002 Gordon Brown´s erster Bankster Bailout? ;-) Auf die nächste Fed Bilanz darf man sehr gespannt sein …

Zinsdifferenz und Kapazitätsauslastung

Eine gewisse Korrelation zwischen der Zinsdifferenz von US Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mittlerer Bonität (Moddys BAA) und der Kapazitätsauslastung ist nicht von der Hand zu weisen. Die Renditen am amerikanischen Rentenmarkt spiegeln eindeutig die Erwartung einer sehr starken Abkühlung der US Wirtschaft wider, wobei das Ausmaß der jüngst zu beobachtenden Ausweitung dieser Zinsdifferenz als irrationale Übertreibung anzusehen ist.

Helmut Wüllenweber

Zinsdifferenz zwischen Treasuries und Unternehmensanleihen

Der Renditeunterschied zwischen 10-jährigen US Staatsanleihen und Unternehmensanleihen mittlerer Bonität, zeigt, in welchen historischen Kontext die aktuelle Krise am Kapitalmarkt eingestuft wird. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Kurse amerikanischer Staatsanleihen spekulativ angetrieben sind und alle Anzeichen einer Spekulationsblase aufweisen.

Helmut Wüllenweber

Sind US Staatsanleihen sicher?

Fragt sich das US Anlegermagazin Barron´s und thematisiert die Blase am US Rentenmarkt. Die Handlungsempfehlung lautet: Get out now! Stay away from treasury bonds.

Barrons.com: “Get out now”

Helmut Wüllenweber

II. US Verschuldung im Ausland

Zuvor: I.  Verschuldung der USA – Überblick

Der Anteil der US Verschuldung, der vom Ausland gehalten wird, belief sich im dritten Quartal 2008 auf 15,2%. Dies war nur marginal unter dem Allzeithoch von 15,3% aus dem Vorquartal. Bei einer gesamten Verschuldung von 51,8 Bill. USD waren es 7853,3 Mrd. USD, die vom Ausland getragen werden. Die Jahresrate beläuft sich auf 12,8%.

Im Bild der historischen Verlauf der vom Ausland gehaltenen US Verschuldung:

ausländischer Anteil der US Verschuldung

Das Volumen der US Treasuries wurde dabei kräftig ausgeweitet, im Jahresvergleich lag der Zuwachs bei 30,1%, dem höchsten Niveau seit dem 1. Quartal 1996 (32,5%). Weiterhin wird mehr als die Hälfte der US Treasuries von Ausländern gehalten. Nach 51,6% im Vorquartal hielten die Ausländer nur noch 50,4% der US Treasuries – der langfristige Verlauf ist im Chart unten zu sehen.

China hat mittlerweile Japan als größten ausländischen Halter von US Treasuries abgelöst – siehe auch  den Blog-Beitrag. Der chinesische Anteil belief sich im Oktober 2008 auf 21,5%; der Anteil Japans lag bei 19,2%. Gut 3/4 des Netto Kaufs von US Treasuries ging an asiatische Adressen.

ausländische Anteil von US Treasuries

Erstmals seit dem dritten Quartal 2003 waren die Agency Bonds zum Vorquartal rückläufig; auf Jahresbasis lag der Zuwachs bei 8,5%. Das Ausland reduzierte seinen Anteil von 21,1% auf 19,8%.

Der Appetit des Auslands auf US Unternehmensanleihen hatte merklich nachgelassen; das erste Mal seit dem 4. Quartal 2005 sank der Bestand zum Vorquartal, die Jahresrate erreichte mit 4,9% den niedrigsten Stand seit dem 4. Quartal 1994 (4,6%).

Die Zentralbanken halten mittlerweile nahezu 70% der US Staatstitel – US Treasuries (67,3%) und Agency Bonds (68,1%).

Abgebildet ist jeweils der Anteil der Zentralbanken:

Zentralbankenanteil

Ergänzend findet sich eine aktualisierte Version von ‘Flow of Funds Accounts’ – US Verschuldung im Ausland entweder als PDF oder bei den Einzel-Themen zusammen mit älteren Ausgaben.

Mein bescheidener Ausblick für 2009

Der TED Spread ist auf Märzwerte gefallen, der VIX ist eingebrochen, Zuwachsrate von MZM steigt wieder, der Bankenindex steigt auch,  besonders US Regionalbanken zeigen gute Performance, der Steel Index hat sich seit dem Low verdoppelt .

Der USD hat m.E. das Hoch hinter sich und schwächelt wieder ( und das im Dezember!! ) also werden Rohstoffpreise auch bald wieder steigen … und damit sollten sich die Emerging Markets deutlich bessern.

Die JSE hat bereits eine beachtenswerte Rally hingelegt. Wenn die steuerbedingten Verkäufe durch sind, wird der Rest der Welt wird m. E. bald folgen. Bei Nullprozent Verzinsung werden die Anleger bald nervös werden und deshalb erwarte ich platzende Cash und Staatsanleihen Blasen  in 2009. Ein Teil der Liquidität wird in Edelmetalle und Unternehmensanleihen fliessen.

Bin erstaunt, daß Defla/ Inflation noch immer mit Kaufkraft, Arbeitslosigkeit oder was auch immer in Verbindung gebracht wird.  Aber wahrscheinlich bin ich da im Vorteil mit Zimbabwe fast vor der Haustür- 80% Arbeitslosigkeit und 213 Millionen % Inflation und Konsumgüternachfrage mangels Einkommen gleich null.

Inflation ist ein monetäres Phänomen und die Weltgeldmenge ist in den letzten 3 Monaten implodiert.

B.S.B. hat die Hubschrauber gestartet um seine These zu beweisen – im Fiat Geldsystem gibt es keine Deflation sofern die Notenbank das verhindern möchte. Ich setze auf B.S.B. ;-)

Übrigens wurde der  Aktienmarkt in Zimbabwe als Absicherung gegen die Inflation gesehen und war einer der besten in 2008 mit ATH im Oktober.

Kleiner Nachtrag : Mit der realen Wirtschaft hat das alles natürlich wenig zu tun und da wage ich auch keine Prognosen…

China erstmals größter Halter von US Treasuries

Am Montag wurde die Nettokapitalbilanz der USA für den Monat Oktober veröffentlicht. Bedingt durch einen massiven Abfluss von Agency Bonds wie die Anleihen von Fannie Mae und Freddie Mac (-50,22 Mrd. US-Dollar), Unternehmensanleihen (-13,1 Mrd. US-Dollar) und Aktien (-6,12 Mrd. US-Dollar) lag der Saldo letztendlich nur bei +1,53 Mrd. US-Dollar.

Zusammen mit der Nettokapitalbilanz werden die größten Halter von langfristigen US Staatsanleihen publiziert. Erstmals  seitdem diese Reihe veröffentlicht wird hat China die Nase vorn. China hält im Oktober 2008 langfristige Uhr Staatsanleihen im Volumen von 652,9 Mrd. US-Dollar und einem Anteil von 21,5% (korrigiert), während der bis dato größte Halter, Japan, 585,5 Mrd. US-Dollar oder 19,2% (korrigiert) der Bonds im Portfolio hält.

Rechts nebenstehende die Bestände Chinas, Japans, der karibischen Banken und der Ölexporteure im Verlauf seit 2003.

Laut dem Treasury Departement liegt der Bestand von US Staatsanleihen in ausländischer Hand im Oktober 2008 13,7% über dem zum Jahresende 2007. Die Zuwachsraten sind sehr unterschiedlich verteilt; so verbucht China +36,7%, Großbritannien +127,7%, die Ölexporteure +88,1%, Russland +147,4%, Japan aber lediglich +0,7%.

Hielt Japan noch zum Jahresende 2003 einen Anteil von 37,3% an den Papieren in ausländischer Hand, reduzierte sich der Anteil sukzessive auf zuletzt 21,9%. Rohstoffländer wie Russland, Brasilien oder die Ölexporteure wiesen überproportionale Wachstumsraten auf und erhöhten ihren Anteil (Russland: 3,0%, Brasilien 7,0%, Ölexporteure 8,2%).

Im Bild der Anteil den die 10 größten ausländischen Besitzer von US Staatsanleihen halten: