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Calculated Risk – House Buying Frenzy

CR (Bill McBride) berichtete gestern schon unter dem oben abgesetzten Titel, dass sich der Immobilienmarkt – zumindest in einigen der von der Krise am schwersten getroffenen Regionen (San Diego, Las Vegas, Silicon Valley etc.) – gedreht hat.

Das ist eine Entwicklung, die wahrscheinlich eine ganze Reihe Ursachen hat, nicht zuletzt aber von der Erwartung getragen wird, dass die Krise nun überstanden ist und nun eine inflationäre Entwicklung ins Haus steht.

Besonders interessant aus meiner Sicht: 40 Prozent aller Hauskäufe werden ohne die Inanspruchnahme eines Hypothekenkredites getätigt.
Lesenswert die verlinkte E-Mail „Lunacy in Las Vegas Housing“.

Gepaart mit einem Schlusskurs des
DJIA von über 10.000 Punkten muss die Frage erlaubt sein – are markets rational?

ECRI´s Prognosen

ECRI hat ja als eines der ersten Institute das Ende dieser “Rezession” angekündigt. Mish´s

betrachtet in seinem Blog Global Economic Trend Analysis mal die Werthaltigkeit dieser stolzen Behauptung : “The [WLI] is an index that’s been around for over a quarter of a century, and over that time (shown here) it has correctly predicted every recession and recovery in real-time.”

Geschäftsideen … nicht nur für Landwirte ….

Rt Hon David Miliband MP
Secretary of State.
Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA),
Nobel House
17 Smith Square
London
SW1P 3JR

16 July 2009

Dear Secretary of State,

My friend, who is in farming at the moment, recently received a cheque for £3,000 from the Rural Payments Agency for not rearing pigs.. I would now like to join the “not rearing pigs” business.

In your opinion, what is the best kind of farm not to rear pigs on, and which is the best breed of pigs not to rear? I want to be sure I approach this endeavour in keeping with all government policies, as dictated by the EU under the Common Agricultural Policy.

I would prefer not to rear bacon pigs, but if this is not the type you want not rearing, I will just as gladly not rear porkers. Are there any advantages in not rearing rare breeds such as Saddlebacks or Gloucester Old Spots, or are there too many people already not rearing these?

As I see it, the hardest part of this programme will be keeping an accurate record of how many pigs I haven’t reared. Are there any Gove rnment or Local Authority courses on this?

My friend is very satisfied with this business. He has been rearing pigs for forty years or so, and the best he ever made on them was £1,422 in 1968. That is – until this year, when he received a cheque for not rearing any.

If I get £3,000 for not rearing 50 pigs, will I get £6,000 for not rearing 100?  I plan to operate on a small scale at first, holding myself down to about 4,000 pigs not raised, which will mean about £240,000 for the first year. As I become more expert in not rearing pigs, I plan to be more ambitious, perhaps increasing to, say, 40,000 pigs not reared in my second year, for which I should expect about £2.4 million from your department. Incidentally, I wonder if I would be eligible to receive tradable carbon credits for all these pigs not producing harmful and polluting methane gases?

Another point: These pigs that I plan not to rear will not eat 2,000 tonnes of cereals. I understand that you also pay farmers for not growing crops. Will I qualify for payments for not growing cereals to not feed the pigs I don’t rear?

I am also considering the “not milking cows” business, so please send any information you have on that too. Please could you also include the current Defra advice on set aside fields? Can this be done on an e-commerce basis with virtual fields (of which I seem to have several thousand hectares)?

In view of the above you will realise that I will be totally unemployed, and will therefore qualify for unemployment benefits.  I shall of course be voting for your party at the next general election.

Yours faithfully,

Nigel Johnson-Hill

Statistik ohne Kommentar

Gestern (07-10-09):

Die Auftragseingänge in der Industrie haben sich vorläufigen Angaben zufolge im August preis- und saisonbereinigt um 1,4 % erhöht.“

Die dazu veröffentlichte Graphik:
Auftragseingang 08-2009

Graphik der Originalwerte

Tabelle der Originalwerte

Heute (08-10-09)

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe ist im August vorläufigen Angaben zufolge preis- und saisonbereinigt um 1,7 % angestiegen.“

Die dazu veröffentlichte Graphik:
Produktion 08-2009

Graphik der Originalwerte

Tabelle der Originalwerte

Quelle: Statistisches Bundesamt
hier
und
hier

Schätzung: S&P 500 Gewinne 3. Qrtl. vs. 2. Qrtl. 2009 – deutlich abwärts

Standard & Poors veröffentlicht laufend Gewinnprognosen für zukünftige Quartale. (Excel Datei – Zeilen 36 -52, Spalten C, D und E).

Ausschnitt
S&P 500 Earnings Estimate 07-10-09

Für das zweite Quartal (99% der Berichte liegen vor) stiegen die veröffentlichten Gewinne/Aktie (Reported Earnings) von $ 7,52/Aktie im ersten Quartal auf $ 13,51/Aktie im zweiten Quartal – also um knapp 80 Prozent.

Im Gegensatz dazu sehen die Schätzungen für die veröffentlichten Gewinne/Aktie im dritten Quartal wieder magerer aus. Nur $ 9,83/Aktie – so die Auguren – werden die Unternehmen im dritten Quartal an Gewinn/Aktie ausweisen. Gegenüber dem zweiten Quartal 2009 entspräche das einem Rückgang von rund 27 Prozent. Nach heutigem Stand der Schätzungen gäbe es dann im vierten Quartal 2009 einen weiteren Rückgang der ausgewiesenen Gewinne/Aktie gegenüber dem dritten Quartal 2009 um rund 14 Prozent.

Auch die Aussichten für 2010 beflügeln nur mäßig: 2010 lägen die veröffentlichten Ergebnisse für das gesamte Jahr noch etwa 30 Prozent unter den Gewinnen/Aktie für 2007. Aber wir sind sicherlich alle froh – wenn es so kommt.

“Good judgment comes from experience, and experience – well, that comes from poor judgment.”

A. A. Milne

Mons. Credit ist tod

Mons Credit ist tod2

Quellen:
Bild: Gravur, Deutschland frühes 18. Jh., Künstler unbekannt (27,5 x 18 cm)
Aus der sehenswerten Baker Collection „Coin & Conscience“

Text oben (hängende Tafel)

Es ist jetztund die größte klag
Daß niemand nichts mehr borgen mag
Es will alls bar bezahlet seyn
Das ist ja recht vertruß u. Pein

Text unten

Es ist ein großes Trauer Leid, ein schmertzliches weh-klagen,
Der beste Helfer, wird jetztund zu Grab getragen,
Wer meinst du wer es sey? Mons. Credit ist tod,
Der mir, und dir, so offt geholffen aus der Noth.

Mit dieser Reminiszenz sei auf die nachstehenden Beiträge der Bundesbank hingewiesen:

Die Entwicklung der Kredite an den privaten Sektor in Deutschland während der globalen Finanzkrise (Monatsbericht 09-2009)

Sonderumfrage zum Kreditgeschäft deutscher Banken
mit inländischen Unternehmen
(08-2009)

Stabilisierung am US Immobilienmarkt auf wackeligen Füßen

Die Amherst Wertpapier Gruppe hat eine Studie vorgelegt (Housing Overhang/Shadow Inventory = Enormous Problem), die von sich reden macht. Amherst hat sich auf festverzinsliche Wertpapiere mit Immobilienbetrug (MBS et al) spezialisiert und kommt zu dem Schluss, dass die Stabilisierung der US Immobilienpreise nur vorübergender Natur sei. Aufgestauter Verkaufsdrucks im Volumen von errechneten 7 Mio Einheiten aus noch anstehenden Zwangsverkäufen stehe ein Jahresumsatz am US Immobilenmarkt von 5,2 Mio Bestandsimmobilien gegenüber.

Abgewrackt …

Beidseits des Atlantiks hat die Automobil-Lobby erfolgreich gearbeitet; Steuermilliarden wurden in Form der Abwrackprämiere oder der “Cash for Clunkers” – Rabatte der Branche zugeführt, Wahlkampfgeschenke im ökologischen Mäntelchen (Abwrackprämie und Umwelt – eine erste Bilanz).

In Deutschland wurden die im Januar genehmigten 2,5 Milliarden EUR zunächst auf 5 Milliarden  aufgestockt und dann bis Anfang September aufgebraucht. Das konjunkturelle Strohfeuer brannte in den USA etwas kürzer; die vom Repräsentantenhaus genehmigten 3 Milliarden USD sorgten lediglich im Juli bis zum 24.  August für steigende Automobilumsätze (CARS – car allowance rebate system).

Der Einbruch der Absatzdaten nach Beendigung des jeweiligen Programms ist folgerichtig; im nachstehenden Chart sind jeweils die jährlichen Wachstumsraten der Neuwagen-Umsätze in Deutschland und den USA dargestellt:

Automobil-Umsätze in Deutschland vs. USA

Hedonisches BIP?

„….it is the greatest happiness of the greatest number that is the measure of right and wrong…“ (*) schrieb Jeremy Bentham (1748-1832) im Jahr 1776 in seinem Werk „A fragment on goverment…(Preface, Seite ii) – übrigens im gleichen Jahr in dem Adam Smith sein Buch ..the Wealth of Nations… veröffentlichte.

Man glaubte – zumindest im Bereich der Ökonomie – den Utilitarismus, der diesem Fachgebiet im 19. Jh. wichtige Denkanstöße geliefert hatte, längst überwunden, da reckt er wieder seinen Schweinekopf (John Stuart Mill: …„a doctrine worthy only of swine“… [+]) und als Geburtshelfer fungiert der französische Staatspräsident.

Der war 2007 mit großen Plänen angetreten und nun sollen ihm u.a. zwei reputierliche Träger des sog. Wirtschaftsnobelpreises (Joseph E. Stiglitz & Amartya Sen) helfen die Unerreichbarkeit der großen Ziele zu kaschieren.

In einem 291 Seiten langen Bericht (langsamer Download – englisch) breiten die Autoren aus, was das BIP alles nicht messen kann und warum das BIP keine Meßlatte für viele sozioökonomischen Variablen, insbesondere für das gesellschaftliche und individuelle Wohlbefinden ist. Last not least und ganz nebenbei wird dem Leser vor Augen geführt warum das Leben in Frankreich doch gar nicht so schlecht ist.
Stiglitz & Sen are honourable men; So are they all, all honourable men. Und wer es kürzer haben will, sei auf den exzellenten Beitrag zum gleichen Thema von Stefan Bergheim verwiesen …in der Landessprache.

Ein hedonisches Wochenende!

(*) Übersetzung: …es ist das größte Glück der größtmöglichen Zahl [von Menschen], das der Maßstab von richtig und falsch ist….

[+] Übersetzung: eine Lehre, die nur Schweinen würdig ist

Bild des Tages

Realisierte (grün) und erwartete (rot) Wertberichtigungen der Banken

Quelle: Global Financial Stability Report
Details zum Bild: Seite 10 des IMF-Berichtes
Leseempfehlung für die ersten 18 Seiten

Beweise für die Goldpreismanipulation …

On June 3, 1975, Fed Chairman Arthur Burns, sent a “Memorandum For The President”
to Gerald Ford, which among others CC:ed Secretary of State Henry Kissinger and future Fed
Chairman Alan Greenspan, discussing gold, and specifically its fair value, a topic whose prominence,
despite former president Nixon’s actions, had only managed to grow in the four short years since the
abandonment of the gold standard in 1971. In a nutshell Burns’ entire argument revolves around the
equivalency of gold and money, and furthermore points out that if the Fed does not control this core
relationship, it would “easily frustrate our efforts to control world liquidity” but also
“dangerously prejudge the shape of the future monetary system.” Furthermore, the memo
goes on to highlight the extensive level of gold price manipulation by central banks
even after the
gold standard has been formally abolished.
http://www.zerohedge.com/article/smoking-gun-fed-controlling-gold

und PDF

Laffer zu den Ursachen der Grossen Depression

und zu dem immer wieder gern behaupteten Zusammenhang von schwacher Konjunktur und Deflation :

Taxes, Depression, and Our Current Troubles

…… The deflation of the early 1930s was not caused by tight money. It was the result of panic purchases of fixed-dollar priced gold. From the end of 1929 until early 1933 the Consumer Price Index fell by 27%.

By mid-1932 there were public fears of a change in the gold-dollar relationship. In their classic text, “A Monetary History of the United States,” economists Milton Friedman and Anna Schwartz wrote, “Fears of devaluation were widespread and the public’s preference for gold was unmistakable.” Panic ensued and there was a rush to buy gold…..

….The consumer price index from early 1933 through mid-1937 rose by about 15% in spite of double-digit unemployment. And that’s the story.

The lessons here are pretty straightforward. Inflation can and did occur during a depression, and that inflation was strictly a monetary phenomenon.

KID Konjunktur-Indikator Deutschland im September 2009

Vor dem Entscheidungspunkt

die aktuelle Ausgabe des KID Konjunktur-Indikators Deutschland:
KID Konjunktur-Indikator Deutschland im September 2009

hier bitte weiterlesen…

Der moderne Hofstaat- die FED und ihre Ökonomen

Priceless: How The Federal Reserve Bought The Economics Profession

http://www.huffingtonpost.com/2009/09/07/priceless-how-the-federal_n_278805.html

Industrieproduktion im internationalen Vergleich, Aktualisierung

Aktualisierung des Beitrags “Industrieproduktion im internationalen Vergleich” vom 12.3.2009.

Im Vergleich die Industrieproduktion jeweils des verarbeitenden Gewerbes in Deutschland, den USA und Japan. Dort, wo der größte Abschwung zu beobachten war, erholt sich das Gewerbe am deutlichsten.

TabelleIn Japan fiel die Industrieproduktion maximal um 36,9% im Vergleich zum Vorjahr, in Deutschland um -22,5% und in den USA um -15,4%. In den drei Ländern wurde der Tiefstpunkt in unterschiedlichen Berichtsmonaten markiert; in Japan im Februar, in Deutschland im April und in den USA im Juni 2009.

Nachfolgender Chart zeigt den historischen Verlauf:

Industrieproduktion im Vergleich