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Wie gewonnen, so zerronnen …

Am Freitag konnten in den USA die Auftragseingänge der langlebigen Wirtschaftsgüter für den Berichtsmonat Juli überraschen. Im Konsensus wurden +2,5% im Monatsvergleich erwartet, geliefert wurden +4,2%. Allseits quittierten die Märkte den unerwarteten Anstieg mit einem Kursfeuerwerk.

Der volatile Transportsektor hielt die Auftragseingänge über Wasser; Autobauer und Zulieferer konnten sich über ein plus von 12,8% freuen, der Flugzeugbau verbuchte im Monatsvergleich +35,9%. So verzeichneten die Auftragseingänge ohne den Transportsektor einen Rückgang von 0,4%. Auf Jahresbasis notierten diese bei -0,3%.

Am aussagekräftigsten gelten die Auftragseingänge für zivile Investitionsgüter ohne den Flugzeugbau. Hier manifestiert sich eine rückläufige wirtschaftliche Aktivität; im Jahresvergleich schrumpft dieser Sektor den zweiten Monat in Folge, nun um -5,6%. Ein Niveau, das zuletzt Ende 2009 gesehen wurde. In den letzten 20 Jahren mündete ein solcher Stand in eine Rezession.

Die Partylaune wurde am Freitag von Qantas eingetrübt, Bloomberg meldete, dass diese 35 Flugzeuge bei Boeing mit einem Auftragsvolumen von 8,5 Milliarden USD stornierten. (Boeing Loses Qantas Order for 35 Dreamliners After Delays).

Gespannt darf die Revision abgewartet werden …

Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter/zivile Investitionsgüter