Sitemap  |  Feedback  |  RSS  |  Kontakt  |  Links

Markt-Daten.de    web

Das Konzept des Ordoliberalismus

In der Diskussion um die Zukunft des Kapitalismus möchte ich auf die Grundgedanken des Ordoliberalismus und in diesem Zusammenhang auf das Script von Prof. Dr. Volker Hentschel  Deutsche Wirtschaftsgeschichte (1914 – 1955) hinweisen, in dem auf Seite 198 ff. die Merkmale dieser marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung skizziert werden.

Synthese von individueller Freiheit und wirtschaftlicher Ordnung

- individuelle Freiheit als natürliches Recht des Menschen
- Ordnung als Koordination der individuellen wirtschaftlichen Interessen und Pläne im Gesamtinteresse (= optimale Versorgung der Gesellschaft mit Gütern)

Schließt aus: Zentralverwaltungswirtschaft und „Laissez faire – Liberalismus“
Fordert: Herstellung und Garantie einer Wettbewerbsordnung durch einen starken, demokratisch legitimierten Staat d. h. die Koordination individueller Interessen, Entscheidungen und Handlungen durch den vom Preismechanismus gesteuerten Wettbewerb privater, handlungsfähiger und verantwortlicher Eigentümer auf freien und offenen Märkten.

Vorteile des Wettbewerbs auf freien Märkten

- maximale Leistung und optimale Marktversorgung
- Steuerung des Marktes (= Bestimmung der Produktion) durch die Wünsche der Verbraucher
- Reaktionsgeschwindigkeit und Anpassungsflexibilität
- leistungsgerechte Verteilung von Einkommen und Gütern

Bedingungen der Wirksamkeit des Wettbewerbs

- Institutionelle Garantie von Geldwertstabilität
- im Innern und nach außen offene Märkte
- Privateigentum an Produktionsmitteln
- Vertragsfreiheit, die nicht zur Beseitigung des Wettbewerbs nutzbar
- uneingeschränkte Haftung der Unternehmensleitungen
- Konstanz der Wirtschaftspolitik

MfG Helmut Wüllenweber