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US credit crunch continues … für kleine und mittlere Firmen

Gretchen Morgenson NYT

“We are in unknown territory here,” he said. “Since the peak in October ’08, bank credit has dropped
by 8 percent. That is enormous and it is accelerating. The peak-to-trough drop in the early ’90s was just
1.3 percent and that was enough to scare the pants off the Fed.”
This credit cave-in is the driving force behind the Federal Reserve’s mortgage purchase program, Mr.
Shepherdson says. The last thing the central bank wants to see is a decline in the broad-based money
supply, because when that happens it usually means a depression is afoot. Money supply didn’t fall in the
early 1990s, but it fell by one-quarter during the 1930s.
The Fed’s asset purchase program is therefore not about driving down mortgage rates, Mr.
Shepherdson says, but about trying to prevent a collapse in the money supply. When the Fed buys assets it
creates deposits, which, in turn, helps offset the credit pullback. If the Fed wasn’t buying mortgages with
both hands, Mr. Shepherdson estimates, the money supply would be falling 1 percent a month.
http://www.nytimes.com/2009/11/29/business/economy/29gret.html?_r=1&ref=business

US Immobilienmarkt: Verkäufe im Oktober

Die vergangene Woche brachte Umsätze im US Immobilienmarkt; zunächst noch einmal zu den Verkäufen genutzter Immobilien; im Berichtsmonat Oktober stiegen diese um 10,1% im Vergleich zum September von 5,54 Mio. auf 6,10 Mio.. Seit dem Februar 2007 (6,55 Mio.) ist dies der höchste Stand. Im Vergleich zum Vorjahr notieren die Verkäufe 23,5% höher. Zweistellige Jahresraten waren in allen vier Regionen festzustellen; der Nordosten mit 24,7%, der Mittlere Westen mit 28,8%, der Süden mit 25,7% und der Westen mit 12,0%.

Die Vereinigung der Immobilienmakler NAR sieht im unteren Preissegment reichlich Schnäppchenjäger unterwegs; Stabilisierung erfahre der Immobilienmarkt durch die Verlängerung der Steuerabschreibungen bis in den April nächsten Jahres.

Enthalten in den Daten der NAR sind die Verkäufe der so genannten “distressed homes”, also die Notverkäufe und Zwangsversteigerungen. Diese schönen die Umsätze und da sie ca. 20% tiefer als marktüblich gehandelt werden, drücken sie die Hauspreise. Zuletzt machten diese im Oktober 29% aus.

Im Bild die Umsätze seit Februar 2009, der Anteil der “distressed homes” ist blau markiert:

Verkäufe genutzter Immobilien

Quelle: National Association of Realtors

Die Verkäufe neuer Immobilien stiegen im Oktober um 6,2% von 405K auf 430K, der Jahresvergleich befindet sich erstmals seit dem November 2005 im positiven Terrain bei 5,1%. Der Absturz dieser Datenreihe fiel deutlicher aus als der der genutzten Immobilien, maximal wurde ein Rückgang von -45,9% gesehen.

Abgebildet zum einen jeweils die jährliche Wachstumsrate der genutzten und neuen Immobilien:

Im folgenden Chart sind die gesamten US Immobilien ( genutzt + neu) in Mio. dargestellt:

Nahezu ein Viertel der amerikanische Hypothekenschuldner mit negativem Eigenkapital

First American CoreLogic schätzt, dass bei 10,7 Mio Eigenheimbesitzern in den USA, die Hypothek auf die Immobilie den Wert des beliehenen Objekts übersteigt. Der Anteil der Kreditnehmer mit negativem Eigenkapital unter den Hypothekenschuldnern betrage nach einer neuen Berechnungsmethode bundesweit 22,6 Prozent. Die bisherige Erfassungsmethode ergäbe einen Prozentsatz von 33,8 Prozent Pleitiers.

Eine Landkarte nebst sortierbarer Tabelle mit näheren Angaben über den Verschuldungsgrad kann man auf der Seite des Wall Street Journal in Augenschein nehmen.

Im Unterschied zu den Beleihungsrichtlinien unserer Kreditinstitute haften die amerikanischen Schuldner jedoch nicht mit ihrem gesamten Vermögen für ihre Verbindlichkeiten, sondern ausschließlich mit ihrem Haus oder der Wohnung, die beliehen wurde.

Mfg Helmut Wüllenweber

Modern day bank robbers … der eine oder andere Politclown kapiert es langsam …

US Senator Byron Dorgan:

It’s one of the most frustrating things. We essentially have had modern-day bankrobbers — except that they wore gray suits and not masks — and there’s been no accountability for it …
Every day we see energy speculators, war profiteers, managed health-care providers, media
propagandists, and/or financiers given some unfair advantage over the average consumers and
taxpayers, and the cumulative effect of the American people watching selfishness prevail over the public interest has been an undermining of the public’s trust in government.
This “anything goes” approach to capitalism has injured the very economy we have aspired to create.
I’m a big fan of the free-market system…This is not about a liberal or conservative philosophy. It is
about making sure our economy and the free-market system work for everybody…
There’s no question the system is rigged against the little guy. The bigger interests have a lot more
information. They jerry-rig the system so that they always win…
One is to separate investment banks and FDIC-insured banks. Second, prohibit FDIC-insured banks
from dealing in risky financial instruments on their own proprietary accounts… And third, abolish “too big to fail.” If you’re too big to fail, you’re too big. Too big to fail is what I call no-fault capitalism..
http://www.huffingtonpost.com/2009/11/12/byron-dorgans-financial-p_n_355659.html

KID Konjunktur-Indikator Deutschland im November 2009

Ausbruch nach oben ?

die aktuelle Ausgabe des KID Konjunktur-Indikators Deutschland:
KID Konjunktur-Indikator Deutschland im  November 2009

hier bitte weiterlesen…

Das Konzept des Ordoliberalismus

In der Diskussion um die Zukunft des Kapitalismus möchte ich auf die Grundgedanken des Ordoliberalismus und in diesem Zusammenhang auf das Script von Prof. Dr. Volker Hentschel  Deutsche Wirtschaftsgeschichte (1914 – 1955) hinweisen, in dem auf Seite 198 ff. die Merkmale dieser marktwirtschaftlichen Wirtschaftsordnung skizziert werden.

Synthese von individueller Freiheit und wirtschaftlicher Ordnung

- individuelle Freiheit als natürliches Recht des Menschen
- Ordnung als Koordination der individuellen wirtschaftlichen Interessen und Pläne im Gesamtinteresse (= optimale Versorgung der Gesellschaft mit Gütern)

Schließt aus: Zentralverwaltungswirtschaft und „Laissez faire – Liberalismus“
Fordert: Herstellung und Garantie einer Wettbewerbsordnung durch einen starken, demokratisch legitimierten Staat d. h. die Koordination individueller Interessen, Entscheidungen und Handlungen durch den vom Preismechanismus gesteuerten Wettbewerb privater, handlungsfähiger und verantwortlicher Eigentümer auf freien und offenen Märkten.

Vorteile des Wettbewerbs auf freien Märkten

- maximale Leistung und optimale Marktversorgung
- Steuerung des Marktes (= Bestimmung der Produktion) durch die Wünsche der Verbraucher
- Reaktionsgeschwindigkeit und Anpassungsflexibilität
- leistungsgerechte Verteilung von Einkommen und Gütern

Bedingungen der Wirksamkeit des Wettbewerbs

- Institutionelle Garantie von Geldwertstabilität
- im Innern und nach außen offene Märkte
- Privateigentum an Produktionsmitteln
- Vertragsfreiheit, die nicht zur Beseitigung des Wettbewerbs nutzbar
- uneingeschränkte Haftung der Unternehmensleitungen
- Konstanz der Wirtschaftspolitik

MfG Helmut Wüllenweber