100 insolvente US Banken – kein Jubiläum, das zum Feiern einlädt
Die Marke von 100 insolventen US Banken in 2009 ist gefallen. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Diesen Freitag wurden sieben weitere US Banken von der FDIC geschlossen, sodass die Anzahl der insolventen Banken für das Jahr 2009 bereits bei 106 liegt. Die Partners Bank in Naples, Florida, hat die runde Anzahl komplettiert. Im Rahmen der aktuellen Kreditkrise ereilte bisher 131 Banken ein vergleichbares Schicksal. Seit 1992 (181) ist dies die größte Anzahl; für ein einzelnes Jahr datiert der Höchststand bei 534 insolventen Banken aus dem Jahre 1989.
Das Gesamtvermögen der insolventen Banken beläuft sich bisher in 2009 auf gut 107 Mrd. USD. Im Vergleich zu 2008 hat die Anzahl der betroffenen Bundesstaaten deutlich zugelegt; in 2008 waren es noch 12 Bundesstaaten, während die Anzahl bisher bei 31 notiert. Die Bankenschwäche fokussiert sich vornehmlich auf Georgia mit 20 geschlossenen Banken, Illinois (17), Kalifornien (10) und Florida (9).
Im Bild die Anzahl der jährlich geschlossenen Banken, die beim US amerikanischen Einlagensicherungsfond FDIC versichert waren:

Die zuletzt veröffentlichte “Liste der Problembanken” wies zum Ende des zweiten Quartal 2009 416 Banken aus.
John Mauldin hat in seinem Wochenbericht “The Hole in FDIC” (19.9.2009) eine IRA-Studie (Institutional Risk Analytics) zitiert, die aktuell von 2256 problembehafteten Banken ausgeht. Es wird damit gerechnet, dass 1000 Banken im Rahmen der aktuellen Krise entweder Pleite gehen oder übernommen werden.

Sheila Bair, die FDIC-Vorsitzende, sieht sich veranlasst den US Bürgern per Youtube-Video zu versichern, ihre Spareinlagen seien sicher. Eine Phrase, die hierzulande an Altersbezüge erinnert.



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