Sitemap  |  Feedback  |  RSS  |  Kontakt  |  Links

Markt-Daten.de    web

US Arbeitsmarktbericht im August: mehr Schatten als Licht

Das Bureau of Labor Statistics veröffentlichte gestern den Arbeitsmarktbericht für den Monat August.

Zunächst die Kennzahlen in der Übersicht:

Tabelle - Arbeitsmarktbericht

Es lässt sich nur wenig Licht im US Arbeitsmarktbericht erkennen; fokussiert man den Blick allerdings lediglich auf die Stellenveränderungen, dann ergibt sich ein Abbau von 216.000 Stellen, dem niedrigsten Niveau seit dem August 2008. Dieser wurde im Juli  von -247.000 auf -276.000 nach oben revidiert. Die Dynamik des Rückgangs ist abgefangen, diese Datenreihe impliziert eine Bodenbildung. Seit Rezessionsbeginn wurden knapp 7 Mio. Stellen vernichtet.

Die jährliche Wachstumsrate des Stellenveränderungen weist mit -4,3% allerdings den größten Rückgang seit 60 Jahren aus (siehe nachfolgender Chart). Zumal das umstrittene Net Birth/Death Modell im August für zusätzliche 118.000 Stellen gesorgt hat.

Jährliche Wachstumsrate der Stellenveränderungen

Deutliche Schatten werfen weitere Arbeitsmarktparameter. Die Arbeitslosenquote befindet sich mit 9,7% auf dem höchsten Stand seit 26 Jahren. Die breiter gefasste Arbeitslosenquote (U-6) notiert mit 16,8% auf einem Allzeithoch. Gesondert wird diese erst seit 1994 ausgewiesen.

US Arbeitslosenquoten

Die offizielle Arbeitslosenanzahl befindet sich bei 14,928 Mio., rechnet man noch die Menschen dazu, die die Kriterien nur knapp verfehlen, ergibt sich weiterhin eine Anzahl von über 20 Mio.

Die Beschäftigungsquote markiert mit 59,2% nach 59,4% im Vormonat den geringsten Stand seit 25 Jahren.

Die Wochenarbeitszeit verharrte bei 33,1 Stunden; die jährliche Wachstumsrate der aggregierten Wochenarbeitszeit befindet sich auf einem Allzeittief bei -7,0%, im Vormonat waren es -6,6%.

Im Bild der historische Verlauf:

aggregierte Wochenarbeitszeit

Im Verlauf diesen Jahres hat sich die Wachstumsgeschwindigkeit des Stundenlohns im Jahresvergleich deutlich reduziert; von + 3,9% im Dezember 2008 bis auf zuletzt + 2,6%. Da sich zudem die Wochenarbeitszeit im gleichen Zeitraum verringerte, wachsen die Wochenverdienste auf Jahresbasis nur noch sehr gering, im August mit + 0,8% J/J. Zusammen mit der neugewonnenen Sparbereitschaft der US Amerikaner keine guten Voraussetzungen die Konsumwelle wieder anzuwerfen.

Wochenverdienste

Goldpreis als Krisenindikator?

Der Goldpreis bewegt sich wieder auf die 1.000 Dollarmarke zu. Es wird interessant sein, zu beaobachten, ob dies als “Frühindikator” für eine Fortsetzung der Finanzmarktkrise zu werten ist.

Helmut Wüllenweber

Rohöl jetzt schon kaufen? / update 1

Im November 2008 drehten sich unsere Gedanken um den Rohölpreis. Das letzte Preistief wurde im Dezember 2008 mit 32,07 Euro erzielt. Warum der Preis sich um ca. 60 % bis heute erhöht hat ist mehr als verwunderlich. Die meisten Rohöllager sollen gut gefüllt sein und wer generiert eine berechtigte Nachfrage nach diesem Rohstoff. Die meisten Volkswirtschaften kämpfen immer noch verstärkt gegen die Rezessionen und versuchen verkrampft mit allen zur Verfügung stehenden Geld- und Fiskalprogrammen Wirtschaftswachstum zu genieren.

Nun könnte man zu den Gedanken gelangen, dass die Erwartungen der „Ölkäufer“ ziemlich positiv, ja rosig, aussehen müssen, um die Käufe zu rechtfertigen.

Meiner Meinung nach stehen diese Erwartungen und Wünsche auf wackligen Füßen. Wehe die massiven, stimulativen Maßnahmen, welche durch Notenbanken und Regierungen ergriffen wurden, erzielen nicht die gewünschten Ergebnisse. Genau dann wird das hauchdünne erzielte Wachstum sich in den nächsten Quartalen wieder auflösen und die meisten Volkswirtschaften in Rezessionen zurück schicken.

Dies würde bedeuten, dass die Erwartungen sich nicht erfüllen und wieder mit fallenden Ölpreisen gerechnet werden muss. Technische Analysten würden später mit einem Blick in den Rückspiegel den aktuellen Anstieg als Bärenmarktrallye bezeichnen. Thomas Wegner

Inflation Rate (HICP) in der EU weiter schwach / update 1

Die Rohstoffpreise schwanken mit hohen Volatilitäten durch die Märkte und durch das Anziehen der Preise werden die Stimmen laut, die Inflation sei auf dem Vormarsch. Die Signale sind klar zu deuten. Besonders am Goldpreis soll dies gut zu erkennen sein, da Gold kurz vor dem Sprung über 1000 Dollar pro Unze sei. So, so…….

Ist das immer wieder ein zwanghafter Wunsch oder ein Muss, dass Inflation in der Zukunft eintreten wird? Egal was die schreibende Zunft herbei sehnen will, die Preise fallen weiter. Die Globalisierung wird den Mechanismus „Preisverfall“ nicht unterbrechen. Die Unternehmen stehen unter einem enormen Konkurrenzdruck und es ist diesen Wirtschaftssubjekten gar nicht möglich, höhere Preise durchzusetzen.

Deswegen werden wir noch lange in einem Umfeld fallender sowie stagnierender Preise in den Güter -und Dienstleistungssektoren leben.

Thomas Wegner

Kleine Diskrepanz bei den US Arbeitslosenzahlen

Da am Freitag wieder das große Zittern ansteht ein kleiner Hinweis :

Nach den Umfragen von ADP  wurden seit Januar 2008 in kleinen Firmen ca. 2,5 Millionen Arbeitsplätze abgebaut.

Das berühmt berüchtigte Birth/Death Model des BLS ( Bureau of Labored Statistics ) soll die Arbeitsplätze  bei diesen kleineren Firmen, die noch nicht oder nicht mehr in der Statistik auftauchen, berechnen.

Das Model hat im gleichen Zeitraum erstaunliche 1,507 Millionen Jobs “geschaffen”.

Aber was sind heutzutage schon 4 Millionen mehr oder weniger…