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Flow of Funds Accounts (Q2 2009) – private Haushalte entschulden weiter, öffentliche Haushalte legen nach

Letzten Donnerstag veröffentlichte das FRB den Flow of Funds Accounts Bericht für das zweite Quartal 2009; daraus der Schuldenstand in der Übersicht:

Tabelle

Der Bericht lässt sich auf die einfache Formel bringen, die privaten Haushalte fahren ihre Verschuldung weiter runter und die öffentlichen Haushalte nehmen weiter Schulden auf.

Der gesamte Schuldenstand notierte bei 52,8 Billiarden US-Dollar nach 52,9 Billiarden US-Dollar im Vorquartal. Auf Quartalsbasis ist dies das zweite Mal seit der vierteljährlichen Datenerfassung, 1952, dass der Schuldenstand sank;  jetzt um -0,2%. Zuvor war dies im ersten Quartal 1954 (-0,4%) der Fall. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Verschuldung um + 3,0%. Rückläufig war die Verschuldung der privaten Haushalte  (-0,4%), des Finanzsektors (-3,1%) und der Unternehmen (-0,5%). Während privat entschuldet wird, fordern die staatlichen Subventionen Tribut; der Bundeshaushalt nimmt weitere Schulden auf, + 7,0% zum ersten Quartal 2009 und + 35,7% im Jahresvergleich.

Im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt notierte die US Verschuldung im zweiten Quartal 2009 bei 373,1%; die des Finanzsektors bei 116,6%, die der Unternehmen bei 78,8% und die der privaten Haushalte bei 96,8%. Für diese drei Sektoren wie auch für die Gesamtverschuldung (inklusive der öffentlichen Hand) ist die Entwicklung seit 1920 in folgendem Chart dargestellt:

US Verschuldung/BIP

Die US Verbindlichkeiten im Ausland und Vermögenslage der US Haushalte wird später gesondert abgehandelt.

7 Kommentare

1 david - 22.09.2009 um 9:06

Ken Fisher sagt: We need more debt. http://www.ritholtz.com/blog/2009/09/too-much-debt-we-need-more-debt/ Seine Begründung verstehe ich allerdings nicht.

2 Cordula - 22.09.2009 um 14:16

Fisher argumentiert meines Erachtens, dass in den vergangenen 50 Jahren jeweils die Neuaufnahme von Schulden eine Rezession beendete bzw. ein Runterfahren der Verschuldungswelle eine solche ausgelöst habe. Schulden der Treibstoff einer Volkswirtschaft.

Folgender Chart verdeutlicht dies:

Grüße

Cordula

3 newcomer - 22.09.2009 um 16:31

Also vor allem 84 empfinde ich als nicht zu dieser Theorie passend.
Eine weitere Steigerung der Verschuldungsrate und das BIP bricht ein. Andere Zeiträume implizieren ähnliches, wenn auch nicht so deutlich.

4 david - 22.09.2009 um 20:18

Ich glaube Fisher ist verrückt. Er blendet bei seiner Argumentation, man könne neue Schulden aufnehmen um zu expandieren, solange der Return höher ist als die Finanzierungskosten, völlig den Faktor Volatilität aus. Entscheidend ist letzten Endes nicht ob die Finanzierungskosten jetzt niedriger sind als der Return, sondern wie sich das Verhältnis beider über den Zeitraum der Schuldentilgung entwickelt und da das keiner voraussagen kann, werden immmer die Unternehmen die besseren sein, die sich vorsichtig verschulden.

5 Mangan - 23.09.2009 um 11:19

interessant finde ich, dass vier Jahre nach dem 1929 Crash die Verschuldung stark gesunken ist – impliziert dies ebenfalls einen Rückgang der Verschuldung im Jahr 2011?

Weiterhin denke ich gehört zu haben, dass die USA in den Jahren nach dem 2.Weltkrieg ein Nettogläubiger waren –
gibt es auch Statistiken zu Nettoschuldnerlast der USA?

Beste Grüsse,
Mangan

6 Flow of Funds: US Verschuldung im Ausland (Q2 2009) | Markt-Daten Blog - 29.09.2009 um 18:40

[...] Veröffentlichung der Flow of Funds – Daten wurde bereits angesprochen (Flow of Funds Accounts (Q2 2009) – private Haushalte entschulden weiter, öffentliche Haushalte … ); heute folgen nun einige Aspekte der US Verbindlichkeiten im [...]

7 elguerrero - 13.10.2009 um 10:25

Kannst du mir die genaue Quelle nennen, wo du die Daten für die Verschuldung der Jahre 1920-1945 her hast. Brauche die Daten für ne Arbeit. Kann Sie aber nirgends auf der Fed Seite finden.
Vielen Dank!

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