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US Immobilienmarkt: freier Fall der Bauausgaben gestoppt?

Die US Bauausgaben für den Juni wurden heute mit einem leichten Zuwachs von + 0,3% im Vergleich zum Vormonat nach revidierten -0,8% gemeldet. Die Jahresrate verbesserte sich von -11,7% auf  -10,2%. Ausschlaggebend war erneut der Anstieg der öffentlichen Bauausgaben von +1,0% (+5,1% J/J). Die privaten Bauausgaben fielen um -0,1% (-16,3% J/J).

Während der Abwärtsbewegung der letzten dreieinhalb Jahre stabilisierten die öffentlichen Bauausgaben den Bausektor bzw. ließen ihn nicht noch weiter abrutschen.

Seit dem Herbst 2005 befinden sich die Bauausgaben für den Einfamilienhäuser-Sektor nahezu im freien Fall. Kontinuierlich markierte der Sektor in Monatsvergleich seit dem März 2006 rückläufige Werte. Aufhorchen lässt der Berichtsmonat Juni; erstmals nach 39 Monaten gab es einen kleinen Zuwachs von + 2,4%. Der Jahresvergleich notiert bei -51,1%.

Auf dem Zenit der Immobilienblase hatte der Einfamilienhäuser-Sektor einen Anteil von 39,8% an den gesamten Bauausgaben; das vorläufige Tief von 9,5% wurde im Mai markiert.

Im Bild die Ausgaben für Einfamilienhäuser, Jahresrate (blau Linie)   vs. Bauvolumen in Mrd. US-Dollar:

 US Immobilienmarkt: Bauausgaben für Einfamilienhäuser

Ein weiteres Indiz bieten die Baubeginne für Einfamilienhäuser; der Vergleich der nicht saisonbereinigten Daten weist für 2009 (rote Linie) einen Jahreszeiten typischen Anstieg auf niedrigstem Niveau aus:

Baubeginne für Einfamilienhäuser

Nichtsdestotrotz waren die privaten Immobilieninvestitionen im zweiten Quartal 2009 mau. Der Anteil, den diese am Bruttoinlandsprodukt haben, lag zuletzt bei 2,4%. Der Chart zeigt den historischen Verlauf der letzten sechs Jahrzehnte mit dem aktuellen Tiefststand:

private Immobilieninvestitionen/BIP

Der Immobilienmarkt steht in der aktuellen US Rezession im Zentrum; hier müssen Veränderungen vonstatten  gehen, damit sich die Konjunktur nachhaltig erholt. Monatliche Daten deuten Richtung Erholung.

2 Kommentare

1 Core - 05.08.2009 um 17:29

Hey wird Zeit für Sektkorken … nur was passiert eigentlich wenn der Immobilienmarkt anfängt sich zu verbessern??

According to Zillow’s latest Homeowner Confidence Survey, 12 percent of homeowners said they would be “very likely” to put their home on the market in the next 12 months if they saw signs of a real estate market turnaround, 8 percent said “likely,” while 12 percent said “somewhat likely.”

Quelle Reuters via calculated risk.

Dann … allein in Californien gibt es 2MAL!! soviele foreclosures wie neue Häuser im ganzen Land gebaut werden.

UND man sollte vielleicht noch bedenken, dass wir in Deutschland erst diesen Monat bei der Industrieproduktion besser da stehen als wärend der Weltwirtschaftskrise
(Einfach aml nach voxeu und great depression bei google suchen) und das trotz Abwrackprämie und Kurzarbeit… die beide wohl so im Laufe des dritten Quartals ihre Wirkung verlieren…

Spitzen Vorzeichen … alle Ampeln auf grün!

Kaufen wir mehr Aktien! BMW Aktie steht jetzt schon besser da als vor 12 Monaten und das bei einem Minigewinn warten wir mal ab wie`s erst ausschaut wenn sie den gleichen Gewinn machen wie vor einem Jahr.

Less bad is NOT good!

2 TBX - 11.08.2009 um 15:04

Laut Adam Lass wird die regierende Partei bei einer Arbeitslosenquote von mehr als 7% immer abgewählt!
Warum Barrack Obama sein Präsidentenamt vor dem Hintergrund der hohen Arbeitslosigkeit nicht in Gefahr sieht. Die Antwort: Bis zur nächsten Wahl hat er noch dreieinhalb Jahre. Und in der Zwischenzeit versucht Washington alles, um einen neuen Immobilienboom in Gang zu setzen. Die Regierung braucht die Einnahmen aus einem Boom der Immobilienindustrie nämlich dringendst…

Weitere ausführlichere Informationen lassen sich auch auf:
http://blog.taipan-online.de/540/2009/weshalb-obama-10-arbeitslosigkeit-gutheist/
finden.

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