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US Haushaltssaldo weitet sich aus

Das US Haushaltssaldo weitet sich bei sinkenden Einnahmen und steigenden Ausgaben aus.

Der Überblick  mit den kumulierten Haushaltspositionen der Fiskaljahre 2007/08 und 2008/09 per Juni im Vergleich:

Tabelle

Während die Ausgaben per Juni im Fiskaljahr 2008/09 20,5% über denen des Vorjahreszeitraumes lagen, notieren die Einnahmen 17,9% unter denen des Vergleichszeitraumes 2007/08. Dabei brechen auf der Einnahmenseite die Unternehmenssteuer weg (-56,9%), aber auch die Einkommenssteuer liegt 20,9% tiefer (Chart weiter unten).

Im Bild die Ausgaben wie die Einnahmen im 12-Monatstrend seit 1980:
US Staatshaushalt: Einnahmen/Ausgaben

Die Unternehmenssteuer (blau) wie die private Einkommenssteuer (gelb); auch hier der gleitende 12-Monatstrend:

US Staatshaushalt: Einkommensteuer/Unternehmenssteuer

Die Ausgaben steigen exponentiell, die Einnahmen trocknen aus; wie Barack Obama angesichts einer derartigen Entwicklung bis zum Ende seines ersten Präsidentschaftsterms das Defizit herunterfahren will, bleibt ein Rätsel.

3 Kommentare

1 Jabberwock - 16.07.2009 um 9:07

Auf der Ebene der US-Bundesstaaten ist das Bild (in der Breite der Probleme) ähnlich dramatisch.
Dieser Linkzeigt die
Budgetlücken der US-Bundesstaaten für die Fiskaljahre 2009 und 2010 (Quelle: QVM Group).

Etwas ausführlicher schildert der Aufsatz des Center on Budget and Policy Priorities die aktuellen Probleme: STATE BUDGET TROUBLES WORSEN

2 Helmut - 16.07.2009 um 11:32

Im Fiskaljahr 2008 haben die Vereinigten Schuldner von Amerika Zinsaufwendungen in Höhe von 451 Mrd. Dollar für die Bedienung der öffentlichen Verschuldung aufwenden müssen. Somit wurden 17,9 % der Staatseinnahmen und 15,1 % der Staatsausgaben für Zinszahlungen aufgewendet.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums im Monatsbericht Juni 2009 beliefen sich in Deutschland die Zinsausgaben des Bundes im Jahr 2008 in Höhe von 40,2 Mrd. Euro auf einen Anteil an den Bundesausgaben von 14,2 %, entsprechend werden 14,9 % der Staatseinnahmen des Bundes für Zinsausgaben getätigt.

Die Ausgaben für Soziales in der Bundesrepublik Deutschland für Arbeitsmarkt, Rente, Gesundheit und Pflege betrugen im vergangenen Jahr 754 Mrd Euro, das entspricht 29 % des Bruttoinlandsprodukts. Das Sozialministerium rechnet mit einer weiter ansteigenden Sozialleistungsquote. Grafik ist dem Sozialbericht 2009 des BMAS entnommen.

3 Cordula - 16.07.2009 um 15:20

Zur Sozialquote gibt es leider nur eine ältere Aufstellung von 2005 von der OECD; im internationalen Vergleich liegt Deutschland hier ziemlich weit vorne:

OECD - Sozialquote

Mal schauen, was sich zu der Zinsbelastung finden lässt.

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