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ECRI Frühindikatoren drehen ins Plus

Genauer gesagt weist die Wachstumsrate der ECRI Frühindikatoren erstmals seit der Woche zum 24.8.2007  mit + 2,1 einen positiven Wert auf. Der Index selbst markiert mit 117,6 ein 37-Wochen-Hoch nach abwärts revidierten 117,0. In den vergangenen 28 Wochen erholte sich die Wachstumsrate stetig von dem Allzeittief des Wertes bei  -29,7.

Der  nachstehende Chart unterstreicht die positive Korrelation zwischen dem Rezessionsende in den USA und dem Drehen der Wachstumskurve ins Positive.

ECRI Frühindikatoren - Wachstumsrate

Ein weiterer Parameter, der das Rezessionsende anzeigt, hat noch nicht eindeutig gedreht. Die jährliche Wachstumsrate der ‘Continued Claims’  lässt noch auf sich warten:

In den nächsten Wochen wird die Veröffentlichung der harten Fakten ein Rezessionsende untermauern müssen. Die Stimmungsindikatoren sind dem bekannterweise voraus gelaufen. Wir warten auf die ‘Green Shoots’ …

Da sich das NBER in der Vergangenheit sehr zurückhaltend gezeigt hat eine Rezession offiziell für beendet zu erklären, gilt es auch hier Geduld zu beweisen. Äußerungen von Martin Feldstein, dem Vorsitzenden des entsprechenden NBER-Ausschusses, bekommen mehr Gewicht.

Da gerade die jüngsten Flow of Funds Daten einen langwierigen ‘Deleveraging’-Prozess bei den Verbraucher Finanzen erwarten lassen, wird der US Verbraucher nur sehr bedingt als Konjunkturlokomotive zur Verfügung stehen. Ein Fortführen vergangener Wachstumsjahre erscheint unwahrscheinlich, vielmehr rückt eine ‘Double-Dip’- Rezession und ein Szenario vergleichbar den 80er Jahre in den Fokus.

6 Kommentare

1 georg - 27.06.2009 um 20:25

Noch einen Indikator und noch einen und noch einen…… das hift weder den Arbeitslosen noch irgendjemand Anderem sorry

2 david - 28.06.2009 um 9:43

Tja Georg, die Seite heißt markt-daten.de, was erwartest du denn sonst, als Indikatoren? Vielleicht Lafontaine Zitate?
Ich finde den Chart der ECRI Frühindikatoren jedenfalls ziemlich interessant, denn damit wird infrage gestellt, ob es sich bei der Rally der letzten drei Monate tatsächlich nur um eine Bärenmarktrally handelt, wie es im Moment noch Konsens zu sein scheint.

3 Reinhard - 29.06.2009 um 8:31

Die jährliche Wachstumsrate der ‘Continued Claims’ lässt noch auf sich warten:

Keine Sorge, bald werden zunehmend mehr Arbeitslose herausfallen (6 Monatsfrist)dann gehts aufwärts, statistisch gesehen…

4 Helmut - 29.06.2009 um 21:29

Nachdam das MBER (Markt-Daten Büro of Economic Research) ein Ende der Rezession in den USA nicht mehr ausschließt, äußert sich auch der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Lufthansa gegenüber der Süddeutschen Zeitung vorsichtig optimistisch über den weiteren Konjunkturverlauf: “Mein Gefühl ist: Wir haben jetzt den Boden langsam erreicht”.

5 Helmut - 30.06.2009 um 11:36

Der Vorstandsvorsitzende des Spezialchemie-Konzerns Lanxess, Axel Heitmann, äußert sich gegenüber der FAZ, warum sein Konzern einen geplanten Kapazitätsausbau in eine Fabrik zur Herstellung von synthetischem Kautschuk zur Reifenproduktion auf das Jahr 2014 verschoben hat:

“Wir sind alle gut beraten, wenn wir uns darauf vorbereiten, dass diese Krise länger dauert, als wir bisher angenommen haben. Alle müssen lernen, mit den gegebenen Verhältnissen zurechtzukommen, statt zu früh in Optimismus zu schwelgen. Aus meiner Sicht gibt es keine Indikatoren dafür, dass diese Krise früher beendet ist. Sie wird eher später überwunden sein. Danach wird sich die Wettbewerbslandschaft verändert haben. Wir werden mit anderen Wachstumsraten auf einer niedrigeren Basis zu leben haben.”

6 Helmut - 30.06.2009 um 16:59

Im untenstehenden Chart sind die Wochen markiert, in denen die Wachstumsrate der wöchentlichen Frühindikatoren ins Plus gedreht und – nach der Interpretation des MBER – ein Ende der Rezession angezeigt haben.

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