US Bruttoinlandsprodukt tiefrot
Die erste Schätzung des inflationsbereinigten US Bruttoinlandsproduktes für das erste Quartal 2009 spiegelte eine Volkswirtschaft tief in der Rezession. Annualisiert schrumpfte diese um -6,1% zum Vorquartal; nach europäischer Zählweise notierte der Rückgang auf Jahresbasis bei -2,6%, dem tiefstem Niveau seit dem III. Quartal 1982 (-2,7%) und nach -0,8% im Vorquartal. Erwartet worden war eine Kontraktion um 5,0%.
Für den größten Abschlag sorgten die Anlageinvestitionen (-6,04%), gefolgt von den rückläufigen Exporten (-4,06%) und den Lagerbeständen (-2,79%). Positiv bemerkbarer machten sich die sinkenden Importe, diese werden hinzu addiert, sowie der private Verbrauch.
Im Bild der Prozentsatz, den die einzelnen Sektoren zum Bruttoinlandsprodukt beitragen:

Wenn man dann Hoffnungsvolles aus der Veröffentlichung schöpfen möchte, dann bietet sich der private Verbrauch an, der annualisiert um +2,2%, nach zuletzt -4,3%, stieg. Zudem wurden die Konsensschätzungen von + 0,9% geschlagen; die Jahresrate notiert allerdings immer noch bei -1,2%.
Entsprechend hat die Dynamik der implodierenden Binnennachfrage nachgelassen; im ersten Quartal 2009 waren es -5,1% nach zuvor -5,9%.
Der Immobiliensektor zeigte im ersten Quartal noch keine Erholungstendenzen; der Anteil der Immobilieninvestitionen am Bruttoinlandsprodukt betrug lediglich 2,7%. Erneut wurde ein Allzeittief markiert.
Hier im Bild mit den US Rezessionen:




