Sitemap  |  Feedback  |  RSS  |  Kontakt  |  Links

Markt-Daten.de    web

China bläst zum Sturm auf die Dollar-Bastion

Zum bevorstehenden G-20 Treffen am 2. April fordert der chinesische Notenbankchef, Zhou Xiaochuan, eine Reform des internationalen Währungssystems.

Reform the International Monetary System

Die aktuelle Krise offenbare die Verwundbarkeit und systemischen Risiken des bestehenden internationalen Währungssystems. Xiaochuan hat drei Anforderungen an eine Reservewährung:

  1. stabile Bewertung mit festen Regeln
  2. liquide genug um einer wechselnden Nachfrage zu begegnen
  3. unabhängig von wirtschaftlichen Lage und Interessen einzelner Staaten.

Zhou Xiaochuan sieht  nun eine größere Präsenz des IMF, fordert die SDRs als Reservewährung.

Diese Sonderziehungsrechte oder auch Special Drawing Rights (SDRs) sind ein Währungskonstrukt bestehend aus den vier Währungen USD (44%), Euro (34%), Yen (11%) und britische Pfund (11%). Alle fünf Jahre wird diese Zusammensetzung neu festgelegt; zuletzt war dies Ende 2005. Laut dem IMF wurde bei der Gewichtung u.a. das Exportvolumen berücksichtigt aber auch inwieweit andere IMF Mitglieder die Währung als Reservewährung halten.
Der chinesische Yuan findet bisher keine Berücksichtigung. Dies wird frühestens 2010 passieren.

Mehr zu den Special Drawing Rights (SDRs) – IMF
tägliche Notierung

Die chinesischen Währungsreserven bieten einen Überblick auf die zunehmende Verflechtung USA- China:

chinesische Währungsreserven

Chinas Interesse an einem stabilen  US-Dollar lässt sich angesichts des exponentiell gewachsenen Dollar-Volumens nachvollziehen

1 Kommentar

1 G-8 Treffen: die BRIC-Staaten kratzten am Status des US-Dollars | Markt-Daten Blog - 08.07.2009 um 14:43

[...] Seit Monaten propagiert China die SDRs als Alternative; im März schrieben wir dazu (’China bläst zum Sturm auf die Dollar-Bastion). Brasiliens Lula sitzt mit im Boot und Indien zeigt sich einer Diskussion nicht abgeneigt und [...]

du musst angemeldet sein, um zu schreiben.