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US Immobilienmarkt: der Tisch ist bereitet

'Composite Housing Affordability Index' Der US Immobilienmakler-Verband NAR publizierte den ‘Composite Housing Affordability Index’ mit 158,8 im Dezember auf einem Allzeithoch. Seit dem Tief im Juli 2006 hat sich der Gesamtindex sukzessive erholt – siehe Chart rechts.
Nach dem Einbruch der Hauspreise im Westen manifestiert sich dort die Erholung am deutlichsten; die jährliche Wachstumsrate im Westen notiert bei +60,7%, während die landesweite Rate bei +29,1% liegt.

Der Index gibt an, inwiefern es sich eine Durchschnittsfamilie leisten, kann ein Haus zu erwerben. Je höher der Index steht, desto leichter fällt dieses Unterfangen. In den Index geht der Hypothekenzinssatz, das durchschnittliche Einkommen sowie der Häuserpreis mit ein. Der sinkende Hypothekenzinssatz wie Häuserpreis haben das seinige bewirkt.

Die Zinsbelastung auf das Einkommen bezogen, ergibt mit 15,7% den niedrigsten Anteil seit Bestehen der Zeitreihe (1989). Im nachfolgenden Chart ist die Zinsbelastung (blaue Linie, li.) gegen die 30-jährigen, festverzinslichten Hypothekenzinsen (rote Linie, r.) aufgetragen.

Zinsbelastung/Hypothekenzinsen

Jetzt fehlen noch die hungrigen Esser (Immobilienkäufer).

4 Kommentare

1 Der Gnom aus Kapstadt - 15.02.2009 um 15:50

Werden im Durchschnittlichen Einkommen auch Arbeitslosengelder erfasst ?

Oder anders gesagt wie wird der schrumpfende Kreis potentieller Käufer in der Studie erfasst ?

Diese steigenden Umsätze bei Existierenden Häusern war ja auch eine Luftnummer .. ;-)

2 Cordula - 16.02.2009 um 10:47

Die Arbeitslosengelder werden bestimmt nicht mit erfasst ;-)

Das Umsatzvolumen der verkauften Häuser beinhaltet die schrumpfende Anzahl der Käufer. Potenzielle Käufer werden lediglich beim Käuferinteresse des NAHB HMI registriert.

Beim ‘Composite Housing Affordability Index’ finde ich interessant, dass die Kaufumstände so günstig sind wie seit Jahrzehnten nicht. Deswegen ja auch das Bild eines gedeckten Tisches, an den sich die Käufer setzen könnten und speisen. Um im Bild zu bleiben, das Angebot wurde zum Teil angenommen (jüngste Refinanzierungswelle).

3 noguru - 16.02.2009 um 11:12

Solche Statistiken kann man doch nicht ernst nehmen, demnach wäre die affordabilität selbst mitten im Hype 205-2007 nur durchschnittlich gewesen.
Hier wird wieder mal massiv schöngerechnet, der Index ist ja schliesslich auch von einer Interessengruppe erstellt worden.
Wahrscheinlich werden hier einfach Zinssätze angenommen die in Wirklichkeit nur wenige bekommen, weil sie einen schlechten Kreditscore haben und oder kein Eigenkapital. Dieser Faktor wird allgemein in den USA sträflich vernachlässigt. Für ein Hauskauf braucht man nämlich nicht nur ein Einkomen sondern auch Eigenkapital und das ist bei den Konsumwütigen Nordamerikanern nur sehr selten vorhanden. Obendrein werden auch noch mitlerweile 90% der Hypotheken durch Staatsgesellschaften finanziert die künstlich niedrige Zinsen anbieten mit viel zu wenig Eigenkapital, in einem freien Markt wären die Hauskäufe auf einem ganz anderen Niveau.

4 Psycho - 18.02.2009 um 13:34

Zuerst: ich bin kein schönredner, aber so langsam geht mir die negativspirale auf die nerven. wirtschaftsstatistiken sind selten “ehrlich” und wirklich freie märkte halte ich auch für eine mär. hat es nie gegeben und wird es auch nie geben. anstatt wir uns an den wenigen lichtblicken orientieren, verhöhnen wir jegliche anzeichen einer stabilisierung. aber das wird wahrscheinlich auch der grund sein, warum es kommen wird wie immer: am ende wundern sich alle, woher denn die wende kam…

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