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KID Konjunktur-Indikator Deutschland im Februar 2009

Die Stimmungwende

Kurz, knapp und klar: Die Stimmungswende ist da!
Die vergangenen vier Wochen brachten, wie lange erwartet und vorhergesagt, ein regelrechtes Feuerwerk an positiven Überraschungen bei Stimmungsumfragen und Sentimentdaten. Selbst die zunächst skeptisch kommentierenden Medien kamen nicht umhin, schließlich verwundert von einer “plötzlichen Aufhellung” zu sprechen. Somit erleben wir momentan das naturgegeben “positive Überraschungspotential” nach einem intensiv durchlebten emotionalen Tiefpunkt: Die Stimmung dreht – und somit droht allen Pessimisten, Schwarzsehern und Miesmachern tatsächlich ein unerwartet sonniger Frühling 2009!

Die “Krise” scheint damit ausgestanden. Es besteht real die Möglichkeit, das jetzt entstandene “sentimentale Time-Gap” als Chance zur Stabilisierung mit anschliessend baldiger Aufwärtswende zurück zur realwirtschaftlichen Normalität zu nutzen. Gefahr droht dieser zyklischen, fast schon selbsttätig konstruktiven Entwicklung ausgerechnet von den vielen verspäteten, wie üblich nur trendfolgenden und trendfortschreibenden “Propheten des Untergangs”. Die Medien werden teils nicht müde, jetzt mit Zeitversatz eintreffende harte Daten der jüngeren Vergangenheit, mit dramatischen Headlines garniert, weiter in eine düstere Zukunft fortzuschreiben. Angst ist stets ein schlechter Berater – in der momentan sensiblen Stimmungslage kann sie zum gefährlichen Bumerang werden. Der chronische Pessimist wird zum Karusselbremser, der den natürlichen zyklischen Schwungimpuls auf die Wirtschaft nach besten Kräften destruktiv zu verhindern sucht. Bildlich gesprochen gleicht er dem Trampeltier, das ohne Weitblick und Verstand mit schweren Winterstiefeln durch die ersten Schneeglöckchen und die jetzt schon keimenden Krokusse und andere bunte Frühlingsboten stampft.

KID Konjunkturindikator Deutschland

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6 Kommentare

1 Crash09 - 15.02.2009 um 14:34

Der Ausruf einer Wende ist verfrüht. Durch die Abwrackprämie mag sich Stimmung etwas aufgehellt haben. Aber solche künstlichen Stimuli können gegen die ausufernde Überschuldung diesesmal nicht ankommen. Die Realwirtschaft hat noch einen weiten Weg nach unten vor sich.

2 Der Gnom aus Kapstadt - 15.02.2009 um 16:05

Also mal ganz davon abgesehen, daß das US Verbrauchervertrauen im Feb 2000 zB. auf einem AZH war :-) , diese Wende in der Kurve scheint ja eine Projektion zu sein da sie in der Mitte 2009 liegt. Verstehe ich das richtig ??

3 Beobachter - 16.02.2009 um 23:37

Dat is alles relativ…beschissen.
Wenn da Einer die Kurve kratzt isses die Kurve nach janz weit unten.
Den grünen Bogen habe ich jetzt schon soo oft sehen dürfen – eigentlich jedesmal – so dass ich ihn für ein fundamentales Zeichen weiteren Abstiegs erkennen kann.
Jrüner Bogen hat uns oft betrojen.
Verbrennt das Jrüne Bogenmeer, so schmerzt’s uns in der Seele schwer.
Kid meint Jonny the Kid oder welches traurige Schicksal?
Dieses schnellste und weitreichendste Konjunkturbarometer fällt und fällt und fällt und hat immer: eine grüne Kurve.
Rein theoretisch.

4 Time Traveller - 18.02.2009 um 15:33

Da kann ich Beobachter nur beistimmen. Die Realität sieht anders aus.

5 huch--was-ist-denn-das - 21.02.2009 um 11:51

Die Betrachtungen von Spoerer & Team sind wert vollständig gelesen zu werden.

o In jeder Krise beschlossen die Herden-Mitglieder beim nächsten Mal alles anders zu machen – die Herde rechtzeitig zu verlassen und eigene Wege gehen (ICH AUCH)

o In jeder Krise heisst es, dass diesmal alles anders ist (MEINE ICH AUCH)

o die üblichen Prognosen lassen sich in 2 Gruppen einteilen:
1) Die einen sind Artverwandte der Chart-Technik. Sie geben vor, dass sie nach vorne schauen, derweil sie in der Vergangenheit spurenlesen
2) Die anderen sind durch Eigennutz bestimmt. Sie sind politisch begründeter Zweckoptimismus oder -pessimismus.

Die Spoererschen Ausführungen und der KID-Indikator werden der Tatsache gerecht, dass Menschen auch in Krisen nicht nur in Schreckstarre verfallen, sondern darüber nachdenken, wie sie ihre Zukunftsaussichten verbessern können. Und das schlägt sich auch in Verhaltensänderungen nieder, die nicht nur den Verfall & Absturz beschleunigen.

6 Der Gnom aus Kapstadt - 22.02.2009 um 9:55

“Und das schlägt sich auch in Verhaltensänderungen nieder, die nicht nur den Verfall & Absturz beschleunigen.”

Also was hat sich geändert ? Der Staat gibt Geld, das er nicht hat, noch schneller aus und die “Verbraucher” machen genau das Gegenteil.

Mittel- und langfristig trägt sparen ( in Sachwerten! ) bei den Privaten sicher zur Besserung ihrer Situation bei, aber kann beschleunigtes Schuldenmachen den finalen Absturz hinauszögern ?

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