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Auch Mervin King guckt jetzt bei Gideon Gono ab

Für alle die es nicht wissen sollten,  Gono ist der Dr. Gideon Gono von der ZB von Simbabwe

Direktes kaufen von Staatsanleihen nennt man jetzt in GB boosting money supply, na ja in Zim hat das ja offenbar gut funktioniert ;-)

Bank of England seeks permission to boost money supply

By William L. Watts
Last update: 4:49 a.m. EST Feb. 18, 2009
LONDON (MarketWatch) — The Bank of England’s Monetary Policy Committee voted unanimously to seek authority from the U.K. Treasury to purchase a range of assets, including government debt and other securities, in an effort to increase the money supply, according to minutes of the nine-member panel’s meeting on Feb. 4 and 5 released Wednesday. The move comes amid fears that further cuts in interest rates wouldn’t be enough to prevent inflation from falling well below the bank’s 2% annual target. The MPC also voted 8-1 in favor of cutting the bank’s key lending rate a half point to 1%. David Blanchflower, the sole dissenter, argued for cutting the rate a full point to 0.5%. End of Story

11 Kommentare

1 martin r - 19.02.2009 um 19:11

Die englischen Jungs haben 1923 bei der deutschen Hyperinflation erfolgreich die Hände im Spiel gehabt. Man weiß dort, wie man das durchzieht: Vermutlich haben die Freunde
von der Themse schon genügend Gold gehortet, um alles aufzukaufen, was jetzt hochverschuldet den Bach runtergeht…

2 Anonymous - 20.02.2009 um 10:59

Ich glaube es gibt einen großen Unterschied zwischen dem was 1923 in Weimar passiert ist und dem was die Zentralbanken jetzt machen. Damals ist das Geld, was gedruckt wurde direkt in den Konsum von Gütern gegangen (genauso wie zur Zeit auch in Simbabwe), während das Geld, das die BoE und Fed jetzt zu drucken gewillt sind, in den Aufkauf von (Wert)Papieren geht und vielleicht, eventuell in einiger Zeit erst wieder im Konsumkreislauf ankommt. Deshalb glaube ich auch nicht so recht an die Befürchtungen, dass uns eine Hyperinflation ins Haus steht, jedenfalls nicht in den nächsten zwei, drei Jahren.

3 Der Gnom aus Kapstadt - 20.02.2009 um 14:00

Hallo A.,

die ZB von Simbabwe kauft auch “Wertpapiere”, die Schuldscheine des Staates, und zwar direkt vom Aussteller. Genau das möchten jetzt auch Brown und King erreichen. Natürlich könnte man argumentieren in Simbabwe fliesst alles in den Konsum weil zB. ein Lehrer für sein gesamtes Monatsgehalt vom Staat dann 4 Pfund Brot kaufen kann. Das ist in GB zZ. noch nicht so. Es gibt auch noch keine Arbeitslosenrate von 80% in GB. Hyperinflation ist heute in aller Munde. Die meisten denken dabei an sowas wie 300 % Inflation per annum. In Sim. verdoppeln sich die Preise praktisch jeden Tag. Das nenne ich Hyperinflation… ;-)

Gruß

4 Anonymous - 20.02.2009 um 14:49

Hallo DGaK,
wenn der Staat seine Anleihen direkt an die Zentralbank verkauft, bleibt trotzdem die Frage, was der Staat mit dem Geld macht. In Weimar 1922/23 wurde Geld gedruckt und man hat es zum Teil direkt an die Bevölkerung verteilt (z.B. beim Streik der Arbeiter im Ruhrgebiet, während der Besetzung durch die Alliierten). Was wir im Moment sehen, ist das Stopfen von Löchern in den Bankbilanzen, die durch die Abwertung von Wertpapieren aufgerissen wurden. In Weimar wurde und in Simbabwe wird Geld gedruckt um Konsumprodukte des täglichen Bedarfs zu bezahlen, die nicht in ausreichendem Maße produziert werden. Das scheint mir ein großer Unterschied zu sein.

5 Der Gnom aus Kapstadt - 20.02.2009 um 15:49

Das mag so sein. Ich hatte ja auch deshalb auf die Inflation beim Wort Hyperinflation hingewiesen. Ich bin mir allerdings auch sicher, daß es in Simbabwe auch mal mit dem Stopfen von Löchern anfing, ob die Löcher in Bankbilanzen oder Staatshaushalten sind erscheint mir nicht der entscheidende Unterschied. Wenn die BoE Schrottpapiere zum Marktwert kauft steht der Gegenwert in einem Bankkonto als Einlage. Diese gigantischen Beträge können dann ja auch noch ca. 9 mal ausgeliehen werden. Sollten sich Kreditnehmer finden würde das m.E. bei verringertem Angebot ( Wirtschaft schrumpft ) bald ( 18 Monate) zu höheren Preisen führen. Diese Infla würde in einer Rezession oder Depression nur schwer einzudämmen sein und die staatlichen Defizite werden weiter ansteigen. Wichtig ist auch, daß Lebenshaltungskosten auf Jahresbasis auch jetzt noch nicht fallen.

In RSA zB. Infla 11 % in 2008. Trotz 30% Arbeitslosigkeit und hohen Investitionen. Warum wohl ?
Die entscheidende Frage ist ob es gelingen wird die Geldmengen drastisch auszuweiten, da bin ich mir noch nicht ganz sicher, Heli Ben scheinbar schon …

6 Anonymous - 20.02.2009 um 16:10

“Wenn die BoE Schrottpapiere zum Marktwert kauft…” Dem Kauf durch die BoE zum Marktwert geht ein riesiger Wertverlust voraus und wenn dieser Wertverlust durch das Einschreiten der Notenbanken nicht kompensiert wird, bleibt im Ergebnis eine, wenn auch abgemilderte Deflation von Vermögenswerten. Sie sicher recht, dass das Geld irgendwann seinen Weg in den Konsumkreislauf findet und man dann mit Inflation rechnen muss, aber im Moment wo jeder versucht sein Geld zusammen zu halten kann ich mir hohe Inflation kaum vorstellen.

7 Der Gnom aus Kapstadt - 20.02.2009 um 16:30

“Dem Kauf durch die BoE zum Marktwert geht ein riesiger Wertverlust voraus und wenn dieser Wertverlust durch das Einschreiten der Notenbanken nicht kompensiert wird, bleibt im Ergebnis eine, wenn auch abgemilderte Deflation von Vermögenswerten.” Richtig, aber der Wertverlust bleibt ja bei der Notenbank.

Ausserdem geht es hier um den Ankauf von Staatsschulden. Zum Ankauf von Schrott jedweder Art braucht die ZB keine Genehmigung.

8 Anonymous - 20.02.2009 um 16:41

Da muss ich widersprechen, der Wertverlust bleibt bei der Bank, die den Schrott an die ZB verkauft. Die ZB kauft den Schrott ja nicht zum Nominalwert, sondern zum Marktwert.

9 Der Gnom aus Kapstadt - 20.02.2009 um 17:00

“Die ZB kauft den Schrott ja nicht zum Nominalwert, sondern zum Marktwert.”

Das weiß ich nicht, die Fed lässt sich nicht in die Bücher schauen. Allerdings, wenn ein solcher Marktwert durch Ankauf der ZB geschaffen würde (es gibt ja scheinbar keinen Markt für den Schrott) müssten alle anderen Banken ähnliche Papiere auf diesen Wert abschreiben. Viele tun ja immer noch so als ob das Zeug einen Wert hat ( Mark to Model)
Aber nochmal, das ist ein anderes Thema, Ankauf von Staatsschulden durch die ZB hat m.E. immer zu hoher Inflation geführt, ohne Ausnahme.

10 Anonymous - 20.02.2009 um 17:21

Mir fallen nur zwei Beispiele in der Geschichte ein: Weimar und Simbabwe, insofern kann ich es kaum beurteilen, ob das immer ohne Ausnahme zu hoher Inflation geführt hat, aber vermutlich haben Sie Recht. Jim Rogers vertritt ja dieselbe Meinung und der Typ scheint immer recht gut informiert zu sein. Vom Standpunkt des Investors/Traders bleibt die Frage des Timings und momentan sehen Rohstoffe mit Ausnahme von Gold genauso bearish aus wie Aktien und Staatsanleihen notieren nahe ihrer Hochs.

11 Der Gnom aus Kapstadt - 20.02.2009 um 18:09

Da gab es eine sehr nette Hyperinfla in Ungarn so um 1950 war das glaube ich und dann später im füheren Jugoslawien. Mit Gold und Infla ist das so ähnlich wie mit Spinat und Eisen. Historisch sicherte Gold in deflationären Zeiten Kaufkraft besser als in der Inflation. Aber vor allem wird Au aus Furcht UND aus Gier gekauft ;-)

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