Das Januarbarometer am Beispiel des S&P 500
Bekanntlich hat der amerikanische Aktienmarkt im Januar diesen Jahres, die schlechteste Wertentwicklung des ersten Börsenmonats die jemals gemessen wurde verzeichnet. Für die weitere Kursentwicklung des Jahres sei, so liest man, somit nichts Gutes zu erwarten.
Die nachfolgende Grafik erklärt die Beliebtheit des Januar-Indikators. Man erkennt, daß mit wenigen Ausnahmen, die Wertentwicklung im Januar und die Wertentwicklung zum Ende des Jahres in die gleiche Richtung gezeigt haben.

Im dargestellten Zeitraum seit 1970 ist der S&P ein einziges mal (2001) zum Jahresende deutlich ins Minus gerutscht, nachdem der Januar eine positive Tendenz aufgezeigt hatte. Lediglich zweimal, in den Jahren 1982 und 2003, hat man eine signifikante Aufwärtsbewegung von mehr als 4 Prozent verpasst, sofern man auf das Januar-Barometer vertraut hat.
Damit dürfte dieser Indikator wahrscheinlich noch zuverlässiger sein als der Super-Bowl-Indikator.
In der nachfolgenden Grafik ist die Bewegung des S&P 500 gegenüber dem Jahresschlusskurs dargestellt. Zum einen, der maximale Kursanstieg, also die Bewegung vom 31.12 zum nachfolgenden Jahreshoch, desgleichen der maximale Kursrückgang zum Jahrestief gegenüber dem Kurs vom 31.12. Die Wertentwicklung des Januar sowie die Veränderung zum Vorjahr komplettieren diese Grafik.
Aus dieser Darstellung kann man ablesen, wie weit der Markt nach einem positiven oder negativen Januar-Verlauf (gelbe Balken) gestiegen (blau) bzw. gefallen (rot) ist. Es ist festzustellen, daß in der jüngeren Historie, die Kursbewegung im Januar oftmals nur sehr gering war und damit eher zufällig eine Indikation ausgelöst hat.
Die Differenz zwischen dem eingezeichneten weißen Punkt (Jahresperformance) und dem Ende des gelben Balkens ist die Kursbewegung, die ein Investor in den Monaten Februar bis Dezember zu verzeichnen hatte.
Helmut Wüllenweber



