Sitemap  |  Feedback  |  RSS  |  Kontakt  |  Links

Markt-Daten.de    web

Kalifornien kurz vor der Zahlungsunfähigkeit

Während Washington den Wall Street Bankern großzügig mit Steuergeldern unter die Arme greift, könnten Kaliforniens Empfänger von staatlicher Hilfe – hilfsbedürftige Familien, alte oder behinderte Menschen – in naher Zukunft unter der Zahlungsunfähigkeit ihres Bundesstaates leiden. Die Damen und Herren Politiker im Sonnenstaat sind weiterhin uneins, über die Finanzierung des Staatsdefizits.

In seiner Rede vom 15. Januar stellt Kaliforniens Gouverneur Arnold Schwarzenegger fest: “The reality is that our state is incapacitated until we solve the budget crisis. The truth is that California is in a state of emergency. As a result of all of this faces insolvency within weeks.”

Man muss es sich auf der Zunge zergehen lassen: Der Bundesstaat Kalifornien, größter Emittent von US Kommunalobligationen, repräsentiert für sich betrachtet die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt und diese Volkswirtschaft steht kurz vor der Zahlungsunfähigkeit! Ein Schicksal, dass in naher Zukunft der gesamten amerikanischen Nation droht, schließlich ist das Wohlwollen ausländischer Anleger und ihr Investitionsverhalten das Lebenselixier für den US-Dollar.

Bloomberg: “California to Delay Payments for Bills, Tax Refunds”:

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=newsarchive&sid=a0mWeLZuTAtA

Rede A. Schwarzenegger: http://gov.ca.gov/index.php?/speech/11390/

Helmut Wüllenweber

III. Verschuldung der privaten US-Haushalte

Zuvor:

Zunächst ein Überblick über die finanzielle Situation der privaten US-Haushalte im dritten Quartal 2008:

Tabelle

Die Entwicklung hat mittlerweile wahrhaft ein historisches Ausmaß angenommen.

Nettovermögen

Das Nettovermögen der US-Haushalte befand sich laut ‘Flow of Funds’-Bericht zum 3. Quartal 2008 bei 56,540 Billionen USD.

Prozentual sank das Nettovermögen um -4,7% zum Vorquartal; das erste Mal seit 1952, dass dieses vier Quartale infolge rückläufig war, lediglich im 2. Quartal 1962 wurde ein größerer Rückgang gemessen (-5,0%).

Die Jahresrate liegt bei -11,1% nach -6,7% im Vorquartal.

Der unten stehende Chart zeigt die Entwicklung seit 1952:

Nettovermögen - Jahresrate

Ein ähnlicher Werteverfall wurde bisher nicht beobachtet.

Ursächlich für den Abfall sind zum einen die fallenden Vermögenswerte (-8,6% zum VJ), auf der anderen Seite steigen die Verbindlichkeiten mit +3,0% auf Jahresbasis.

A. Widmen wir uns zuerst dem Vermögensverlust:

Die Sachanlagen sollen im dritten Quartal 2008 um 6,6% zum Vorjahr gesunken sein. Der Rückgang der Immobilienwerte wird mit 9,8% veranschlagt; bemerkbar macht sich hier der landesweit gesunkene Hauspreis.

Die US Amerikaner haben zudem  ihr tatsächliches Immobilienvermögen durch Cashout-Refinanzierungen und geringe bis keine Eigenkapitalbeteiligung beim Immobilienkauf reduziert. Der Anteil der Immobilien, den die Hausbesitzer ihr Eigen nennen (’Owners’ equity as percentage of household real estate’), lag zuletzt bei 44,7%. Noch vor drei Jahren befand sich der Prozentsatz bei 58,8%.

Auch hier die Entwicklung seit 1952:

Die Finanzanlagen, die ca. 60% des Gesamtvermögens ausmachen, sanken alleine im dritten Quartal 2008 um 4,5% zum Vorquartal und 9,6% zum Vorjahr. Vornehmlich waren dies Aktien (-27,3%), Fondanteile (-17,5%) und Pensionsfondbeteilungen (-12,5%). Der Wertverlust der Finanzanlagen alleine betrug 2,148 Billionen USD; davon waren 943 Mrd. USD bei den Aktien, 597 Mrd. USD bei Fondanteilen und 600 Mrd. USD bei Pensionsfondbeteilungen angesiedelt. Allesamt größer als der Wertverlust der Immobilien von 557 Mrd. USD, der letztendlich vom Volumen her ein Viertel des Verlustes der  Finanzanlagen ausmacht.

Nimmt man das Bruttoinlandsprodukt (BIP) oder das frei verfügbare Einkommen (DPI) als Bezugsgröße für die Finanzanlagen, so ergibt sich ein deutlicher Rückgang seit dem zweiten Quartal 2007. Bezogen auf das BIP sank der Anteil von 360,5% auf zuletzt 313,9% und bezogen auf das frei verfügbare Einkommen fiel der Wert von 490,9% auf 423,8%.

Der Chart rechts zeigt den historischen Verlauf.

.


.

B. Steigende Verbindlichkeiten:

Gesamtverschuldung / BruttoinlandsproduktDie gesamten Verbindlichkeiten der privaten US Haushalte beliefen sich im dritten Quartal 2008 auf 14,574 Mrd. USD; das sind zwar 0,9% mehr als im Vorquartal, die Wachstumsrate auf Jahresbasis liegt aber mit +3,0% auf dem niedrigsten je gemessenem Niveau.

Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt machte das zuletzt 101,1% – siehe Chart.

.

.

HypothekenverschuldungAusschlaggebend sind hier die rückläufigen Hypothekenkredite bzw. deren geringeres Wachstum. Erstmals seit dem 1. Quartal 1983 sanken diese zum Vorquartal, zuletzt um -0,4%; im Vergleich zum Vorjahr wurden lediglich +1,5% beobachtet.

Im rechten Chart ist die Hypothekenverschuldung in Relation zu den frei verfügbaren Einkommen abgebildet.

Zuletzt notierte diese bei 98,9%.

.

Wachstumsrate der privaten VerschuldungIm Vergleich zu den Hypothekenkredite ist das Volumen der Konsumentenkredite deutlich geringer (10,571 Mrd. USD zu 2,590 Mrd. USD); aber auch hier macht sich eine geringere Verschuldungsbereitschaft bemerkbar. Das Jahreswachstum notierte mit +3,5% auf dem tiefsten Stand seit 15 Jahren.

Nebenstehend sind beide Wachstumsraten abgebildet.

.

.

.

VerbraucherkrediteDie monatlich publizierten Verbraucherkredite weisen die Autokredite als wesentlichen Bremsklotz aus. Mit zuletzt +1,2% befindet  sich deren jährliche Wachstumsrate auf einem 15 Jahrestief und spiegelt sich in den hier mehrfach im Blog beschriebenen reduzierten Umsätzen der Automobilindustrie wieder. Das Volumen der Kreditkartenkredite wächst gebremst weiter; zuletzt lag die jährliche Wachstumsrate bei +4,0%. Die Wachstumsraten der Verbraucherkredite sind rechts nebenstehend abgebildet.

Demnächst mehr zu den US Kreditkarten.

.


.

C. Im Ergebnis führte dies zu:

  • Zahlungsverzögerungen
  • Zwangsversteigerungen
  • Insolvenzen

.

Die finanzielle Situation der privaten US Haushalte spitzt sich zu. So hat sich laut Equifax und Moody’s Economy.com das Volumen der notleidenden Kredite in den letzten zwei Jahren nahezu verdoppelt, seit 2000 hat sich das Gesamtvolumen gut vervierfacht. Der Zuwachs in den letzten zwei Jahren war bei den Zahlungsverzögerungen von 90 bis 120 Tagen am deutlichsten ausgeprägt (+ 155%), während der bei Zahlungsverzögerungen bis 30 Tagen am geringsten ausfiel (41%).

Der unten stehende Chart zeigt das annualisierte Volumen der notleidenden Darlehen ab 2000:

Volumen notleidenden Darlehen

Der Fokus liegt zunächst auf dem Immobiliensektor; Kreditkartenbelastungen wie Schulden aus den Automobilkauf werden später gesondert abgehandelt.

Immobiliensektor:

Grundlage ist der vierteljährlich publizierte National Delinquency Survey der Mortgage Bankers Association’s (MBA).

Die Gesamtzahl der Zahlungsverzögerungen bei Hypothekendarlehen stieg auf ein neues Allzeithoch bei 6,99%. Dieser Wert beinhaltet keine Schuldner, die bereits im Zwangsversteigerungsprozess stecken. Für den Anstieg der Gesamtzahl waren vor allem Zahlungsverzögerungen, die 90 oder mehr Tage überfällig waren, verantwortlich. Die Entwicklung wurde grossteils in den Brennpunkten Kalifornien und Florida gesehen. Der Prozentsatz der Schuldner, die weniger als 30 Tage überfällig sind, liegt momentan unter dem Niveau aus 2002.

Zahlungsschwierigkeiten sind vor allem in den Darlehen mit niedriger Bonität sowie auch variabelem Zinssatz fokussiert. Wie folgender Chart zeigt, ist der Prozentsatz der Schuldner mit so genannten Subprime-Krediten kräftig gestiegen; am deutlichsten dabei, wenn zudem eine kurze Fälligkeit gewählt wurde.

Der Zahlungsnot liegen laut einer MBA Studie grossteils (41,5%) Arbeitslosigkeit und Einkommenseinbußen zu Grunde. Angesicht der zuletzt publizierten Arbeitsmarktdaten lohnt so ein Blick auf die Zwangsversteigerungen wie die Stellenveränderungen.

Wie der unten stehende Chart zeigt, hat die Arbeitsmarktsituation einen gewissen Vorlaufeffekt auf die kommenden Zwangsversteigerungen. Gewählt wurde der drei Monatsschnitt der Stellenveränderungen (inverse Darstellung) und Zwangsversteigerungen bei Hypothekendarlehen mit hoher Bonität.

.

Wie erwähnt werden die Kreditkartenschulden später abgehandelt; deshalb nur kurz zur Übersicht zwei Charts, die die zunehmenden Zahlungsverzögerungen und Ausfallraten dokumentieren. Links die Kreditkartenschulden und rechts die Autokredite:

KreditkartenschuldenAutokredite

Die zunehmende Zahl der Insolvenzen lässt sich nur schwer im historischen Kontext darstellen, da das US-Insolvenzrecht im Oktober 2005 geändert wurde. Nichtsdestotrotz hier ein Chart der privaten Insolvenzen seit 1980:

Demnächst folgt dann mehr zur Staatsverschuldung, zudem der Blick auch auf andere Länder und Sektoren geworfen.

KID Konjunktur-Indikator im Januar 2009

2009 – Jahr der Wende(n)

Die Überschrift deutet den möglichen Plural bereits an.
Das “Große Bild” besteht diesmal (leider und noch) aus einer Vielzahl kleiner Einzelfacetten, aus der nur mit etwas Mühe eine klare zukünftige Tendenz abzulesen ist. Der KID startet mit deutlichen Hoffnungszeichen ins Neue Jahr, aber ein echtes Wendesignal ist heute noch nicht zu erkennen – allerdings zahlreiche Ansätze dazu. Die nächste Wende kommt mit Sicherheit, in Form einer möglicherweise kräftigen Stimmungserholung. Wie weit und dauerhaft sie trägt, wird aber erst später festzustellen sein. Die “plötzliche Krise” war ein heftiger Schock, um so heftiger, je mehr der Einzelne vorher die sich verdichtenden Warnsignale übersehen oder verdrängt hat. Daraus resultierend folgt gesetzmäßig fast immer zunächst ein “Pullback” zurück an den (unteren) “Rand der Normalität”. Erst hier wird sich dann die langfristig weitere Grundrichtung entscheiden: Entweder Fortsetzung der laufenden positiven Bewegung zur endgültigen Wende – oder eine erneute “Echo-Welle” der Krise. Wer zu den langjährigen KID-Lesern gehört, mag sich vielleicht noch an die “Schockwellen des 11. September 2001″ erinnern, die den zyklischen Verlauf der Wirtschaftsentwicklung über die Folgejahre nachhaltig und sichtbar verändert bzw. gestört haben. Prof. van Suntum prägte hierfür den trefflichen Begriff der “Wellblech-Konjunktur”. Sie ist u.a. ursächlich für das letztendliche Versagen der traditionellen Prognose-Modelle: Permanent kurze Zwischen-Schwankungen führen jedes prinzipiell trendfolgende System mehr oder weniger schnell in ein Chaos aus Richtungswechseln, Fehlprognosen und folgenden Korrekturen. Inwieweit zwischen dem 11. September, der nachfolgend blasenbildenden US-Niedrigstzinspolitik, den teuren wie fragwürdigen Anti-Terror-Kriegen der Bush-Administration und schließlich der Schulden- und Weltfinanzkrise ein mehr oder weniger (in)direkter Zusammenhang oder durchlaufender “roter Faden” besteht, überlassen wir den erklärten Verschwörungstheoretikern. Wenden wir uns stattdessen den sichtbaren und messbaren Facetten des Jahresanfangs halbwegs chronologisch zu:

hier geht es weiter …

KID Konjunkturindikator Deutschland im Januar 2009

George W. Bush – ein Präsident im Abwärtsstrudel

Beteiligen wir uns also am Abgesang des unbeliebtes Präsidenten seit mehr als sieben Jahrzehnten. Seit ca. 70 Jahren werden regelmäßig Umfragen zur Beliebtheit eines Präsidenten durchgeführt. In seiner zweiten Amtszeit hat George W. Bush nicht einmal die öffentliche Meinung mehrheitlich hinter sich gewusst. Einmalig in der Geschichte dieser Umfragen.

Dabei hat er bei den Ablehnungen ein neues Rekordhoch markiert und das Rekordtief der Zustimmungen nur um einen Punkt verfehlt.

Das Elend im Bild:

Ein ausführlicher Artikel, der die Umfragewerte im historischen Kontext betrachtet:

Bush Legacy: A Tale of Two Terms

Die wöchentlich erhobenen Werte zum Verbrauchervertrauen, der Consumer Comfort Index (CCI), lieferten ein entsprechendes Bild. Seit gut einem Vierteljahrhundert werden die Umfragen durchgeführt und noch nie hat ein scheidender Präsident schlechtere Beurteilungen erhalten.

Auszüge aus dem letzten Bericht:

For a counterpoint to George W. Bush’s swan song look no further than the long-running razz that is consumer confidence: It’s never been worse for a departing president in nearly a quarter century of ongoing ABC News polls.

Sixty-five percent of Americans now rate the economy as “poor,” a record in 23 years of weekly polls. Another 29 percent say it’s merely “not so good,” for a net negative rating of 94 percent, matching the all-time high. The previous worst for a departing president was 81 percent negative as Bush’s father bowed out in January 1993.

The CCI has averaged -14 across Bush’s two terms in office, -10 in his first term but -19 in his second, cratering at -42 the past year. That compares with +1 in Bill Clinton’s two terms (-20 in the first, +22 in the second), -30 in Bush’s father’s single term and -8 in available data for Ronald Reagan (his last three years in office).

Quelle – PDF

Kurzum ein Präsident, der nicht nur am Aktienmarkt ein Schlachtfeld hinterlässt.

Deflation: Konsumentenpreise in den USA im freien Fall

Von ihrem zyklischen Hoch im Juli 2008 sind die Konsumentenpreise in den USA im Dezember um 4,4 Prozent zurückgegangen.

Gegenüber dem Vorjahr beträgt die Veränderungsrate + 0,1 Prozent

Helmut Wüllenweber


Bill Gross Investment Outlook

klingt beinahe nach Selbstkritik …

I will go on. Municipalities with begging bowls now extended for over a trillion of Federal taxpayer dollars, based their budgets and their own handouts on the perpetual rise in home prices, the inevitable upward slope of sales taxes, and the never-ending increase in employment and personal income taxes. To add injury to insult, they conveniently “balanced” their books with a host of accounting tricks that Bernie Madoff could never have come up with in his wildest imagination. Now, with cash flow insufficient to meet current outflows, they are proving my point that we have met Mr. Ponzi and he is us – all of us: auto companies that siphoned sales dollars to make labor peace instead of research and design expenditures; hedge funds that preposterously billed investors for 2% and 20% of nothing; a President and politicians who thought they could fight a phony war for free and distract the nation’s attention from $40 trillion of future social security and health care liabilities.

oder doch nicht ?  Ponzi, Ponzi, Ponzi.

Gas wird knapper …

Die Zahl des Tages :Q1 US Budget Defizit 485 Milliarden

Das heißt für mich das 2009 Defizit wird wohl eher bei 1.800 bis 2.000 Milliarden liegen als die öfters gelesenen  1.200  Milliarden, mindestens …

Ich glaube es gab da mal  einen deutschen  Schlager … Wer soll das bezahlen …

Angst und Gier: Stimmungsbild unter den amerikanischen Anlegern

Die Anzahl der optimistischen Anleger im Lager der amerikanischen Privatanleger (Umfragewert oberhalb der Standardabweichung) deutet kurzfristig auf stagnierende bzw. fallende Notierungen an der Wall Street hin,

wobei die niedrige Anzahl der institutionellen Anleger, die einen Crash in den nächsten sechs Monaten nicht mehr ausschließen, mittelfristig als positive Unterstützung für die Kurse betrachtet werden kann.

Helmut Wüllenweber

‘Atlas Shrugged’: From Fiction to Fact in 52 Years

One memorable moment in “Atlas” occurs near the very end, when the economy has been rendered comatose by all the great economic minds in Washington. Finally, and out of desperation, the politicians come to the heroic businessman John Galt (who has resisted their assault on capitalism) and beg him to help them get the economy back on track. The discussion sounds much like what would happen today:

Galt: “You want me to be Economic Dictator?”

Mr. Thompson: “Yes!”

“And you’ll obey any order I give?”

“Implicitly!”

“Then start by abolishing all income taxes.”

“Oh no!” screamed Mr. Thompson, leaping to his feet. “We couldn’t do that . . . How would we pay government employees?”

“Fire your government employees.”

Oh, no!”

zum Artikel

Nachbetrachtung US Arbeitsmarkt im Dezember 2008

Gestern publizierte das Bureau of Labor Statistics den US Arbeitsmarktbericht für den vergangenen Dezember.

US ArbeitslosenquoteDie Arbeitslosenquote stieg von revidierten 6,8% auf 7,2%, dem höchsten Niveau seit knapp 16 Jahren (Jan. 1993: 7,3%). Die alternative Arbeitslosenquote (U 6) kletterte von 12,5% auf 13,5%, dem höchsten Stand seit 1994 die statistischen Kriterien verändert wurden und sogenannte ‘marginally attached workers’ nicht mehr mit in die Statistik eingeschlossen werden.

Der Chart rechts zeigt beide Arbeitslosenquoten.

;

StellenabbauDer Stellenabbau im Dezember lag bei 524.000 Jobs; die beiden Vormonate wurden von -320 Tsd. resp. -533 Tsd. auf -423 Tsd. resp. -584 Tsd. nach unten revidiert. Im vergangenen Jahr wurden knapp 2,6 Mio. Stellen vernichtet oder 212 Tsd. monatlich, davon alleine 76% in den letzten vier Monaten des Jahres. Die jährliche Wachstumsrate beträgt -1,9% und befindet sich auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren (Dez. 1982: -2,3%).

Die Entwicklung seit 1950 ist im Chart rechts abgebildet.

;

Aggregiert WochenarbeitszeitDie wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 33,3 Std., dem tiefsten Niveau seit der Existenz der Zeitreihe, 1964.

Die aggregierte Wochenarbeitszeit schrumpft um -4,0% zum Vorjahr; auch hier wurde das Niveau der Rezession in den 80er Jahre erreicht. Ein niedrigerer Stand wurde zuletzt im Feb. 1983 mit -4,1% notiert. Jeweils zum Ende der vergangenen Rezessionen wurde hier eine Umkehr gesehen; solange diese nicht vorhanden ist, ist dann Rezessionsende unwahrscheinlich.

Nebenstehend der Chart dazu:

Insgesamt unterstreicht der Arbeitsmarktbericht im Dezember eine zunehmende Verschlechterung im vierten Quartal 2008. Zumindest der Arbeitsmarkt hat das Rezessionsniveau 81/82 erreicht. Die jährlichen Wachstumsraten (Stellenabbau bzw. aggregierte Wochenarbeitszeit) weisen noch nicht auf ein Rezessionsende.

954.000 Jobs wurden eliminiert ohne die üblichen

Manipulationen der Statistik (Not Seasonally Adjusted), obwohl vom B/D Model 72.000 neue Jobs beigesteuert wurden , 2000 mehr als Dez 2007.

Wozu eigentlich teure Bailouts, so lassen sich neue  Arbeitsplätze doch viel billiger schaffen…

Kann Bundesbank Modell 2stellige Einbrüche verarbeiten ?

Hoffentlich !!

Ist Axel Weber  verwirrt oder versucht er sich als Optimismus verbreitender Positiv Denker zu präsentieren ?

Einerseits gibt er zu “The final quarter of 2008 may have been worse than we expected,” aber andererseits liegen die bösen Angstmacher natürlich viel weiter daneben : “particularly negative” economic growth predictions for Germany as “scare-mongering.”  weil die nämlich völlig unwahrscheinliche negative Entwicklungen  als Fakten präsentieren “Some forecasts are presenting downside risks, which are merely potential developments that are unlikely to materialize, as fact,”

He also said lower oil prices and the euro’s decline should cushion the economy.

Offenbar ist ihm auch noch aufgefallen, daß die Märkte sich erst mit der Euro Erholung entspannt haben.

Vielleicht hat er ja von Murphy noch nie gehört … und Norbert  Walter kann froh sein, daß die freie Meinungsäusserung in der BRDDR, sofern diese nicht Israel oder Juden betrifft, noch weitgehend straffrei ist.

Bloomberg Gabi Thesing and Christian Vits

Anzahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung rückläufig

Die Schlangen von den Arbeitsämtern in Amerika werden kürzer. Das kann man, auch wenn eine Schwalbe  noch keinen Sommer macht, positiv vermerken.

Helmut Wüllenweber

Auch die US Pornoindustrie möchte 5 Milliarden Bailout

New York – Larry Flynt Request $5B Porn Bailout

Larry Flynt Request $5B Porn Bailout. Posted by Roy Edroso at 5:43 PM, January 7 , 2009 Flynt is asking for a $5 billion bailout of the porn industry.
blogs.villagevoice.com/runninscared/archives/2009/01/larry_flynt_req.php

Do-it-yourself wird in in den nächsten Jahren noch vielen Branchen zu schaffen machen  …