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Nachbetrachtung US Arbeitsmarkt im Dezember 2008

Gestern publizierte das Bureau of Labor Statistics den US Arbeitsmarktbericht für den vergangenen Dezember.

US ArbeitslosenquoteDie Arbeitslosenquote stieg von revidierten 6,8% auf 7,2%, dem höchsten Niveau seit knapp 16 Jahren (Jan. 1993: 7,3%). Die alternative Arbeitslosenquote (U 6) kletterte von 12,5% auf 13,5%, dem höchsten Stand seit 1994 die statistischen Kriterien verändert wurden und sogenannte ‘marginally attached workers’ nicht mehr mit in die Statistik eingeschlossen werden.

Der Chart rechts zeigt beide Arbeitslosenquoten.

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StellenabbauDer Stellenabbau im Dezember lag bei 524.000 Jobs; die beiden Vormonate wurden von -320 Tsd. resp. -533 Tsd. auf -423 Tsd. resp. -584 Tsd. nach unten revidiert. Im vergangenen Jahr wurden knapp 2,6 Mio. Stellen vernichtet oder 212 Tsd. monatlich, davon alleine 76% in den letzten vier Monaten des Jahres. Die jährliche Wachstumsrate beträgt -1,9% und befindet sich auf den niedrigsten Stand seit 26 Jahren (Dez. 1982: -2,3%).

Die Entwicklung seit 1950 ist im Chart rechts abgebildet.

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Aggregiert WochenarbeitszeitDie wöchentliche Arbeitszeit liegt bei 33,3 Std., dem tiefsten Niveau seit der Existenz der Zeitreihe, 1964.

Die aggregierte Wochenarbeitszeit schrumpft um -4,0% zum Vorjahr; auch hier wurde das Niveau der Rezession in den 80er Jahre erreicht. Ein niedrigerer Stand wurde zuletzt im Feb. 1983 mit -4,1% notiert. Jeweils zum Ende der vergangenen Rezessionen wurde hier eine Umkehr gesehen; solange diese nicht vorhanden ist, ist dann Rezessionsende unwahrscheinlich.

Nebenstehend der Chart dazu:

Insgesamt unterstreicht der Arbeitsmarktbericht im Dezember eine zunehmende Verschlechterung im vierten Quartal 2008. Zumindest der Arbeitsmarkt hat das Rezessionsniveau 81/82 erreicht. Die jährlichen Wachstumsraten (Stellenabbau bzw. aggregierte Wochenarbeitszeit) weisen noch nicht auf ein Rezessionsende.

954.000 Jobs wurden eliminiert ohne die üblichen

Manipulationen der Statistik (Not Seasonally Adjusted), obwohl vom B/D Model 72.000 neue Jobs beigesteuert wurden , 2000 mehr als Dez 2007.

Wozu eigentlich teure Bailouts, so lassen sich neue  Arbeitsplätze doch viel billiger schaffen…