ISM Index: verarbeitendes Gewerbe weiter schwach
Das ISM gab heute den Einkaufsmanagerindex für den abgelaufenen November bekannt. Den fünften Monat infolge fällt der Gesamtindex, jetzt um 2,7 Punkte auf 36,2, dem tiefsten Stand seit Mai 1982. In den letzten 12 Monaten lag der Index neunmal unterhalb der Wachstumsgrenze für das verarbeitende Gewerbe (50 Punkte). In den letzten beiden Monaten wies der Index auf eine Kontraktion der Gesamtwirtschaft hin (<41,1). Laut ISM impliziert der Indexstand eine annualisierte Wachstumsrate des BIP von -1,5%.
Rechts nebenstehend findet sich eine Aufstellung der Subindizes, die sämtlich den Abschwung des verarbeitenden Gewerbes widerspiegeln.
Erwähnenswert insbesondere der Index der Auftragseingänge, dieser liegt mit 27,9 auf dem tiefsten Niveau seit Juni 1980 (unten im Chart seit 1948).
Der Preisindex ist auf 25,5 gefallen, dem niedrigsten Niveau seit Mai 1949. Die Einkaufsmanager geben hier ihren Eindruck zu den Einstandspreisen wieder; der Index spiegelt somit den jüngsten Preisverfall bei Energie und Rohstoffen.
Im Bild der Index der Auftragseingänge seit 1948:
Als ein guter Wegweiser für den Verlauf des ISM Index erwiesen sich in der Vergangenheit die ECRI Frühindikatoren. Da diese allwöchentlich auf neuen Allzeittiefs notieren, ist ein baldiger Stimmungsumschwung der Einkaufsmanager unwahrscheinlich.
Dazu der Chart:



