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ISM Index: verarbeitendes Gewerbe weiter schwach

Das ISM gab heute den Einkaufsmanagerindex für den abgelaufenen November bekannt. Den fünften Monat infolge fällt der Gesamtindex, jetzt um 2,7 Punkte auf 36,2, dem tiefsten Stand seit Mai 1982. In den letzten 12 Monaten lag der Index neunmal unterhalb der Wachstumsgrenze für das verarbeitende Gewerbe (50 Punkte). In den letzten beiden Monaten wies der Index auf eine Kontraktion der Gesamtwirtschaft hin (<41,1). Laut ISM impliziert der Indexstand eine annualisierte Wachstumsrate des BIP von -1,5%.

Rechts nebenstehend findet sich eine Aufstellung der Subindizes, die sämtlich den Abschwung des verarbeitenden Gewerbes widerspiegeln.

Erwähnenswert insbesondere der Index der Auftragseingänge, dieser liegt mit 27,9 auf dem tiefsten Niveau seit Juni 1980 (unten im Chart seit 1948).

Der Preisindex ist auf 25,5 gefallen, dem niedrigsten Niveau seit Mai 1949. Die Einkaufsmanager geben hier ihren Eindruck zu den Einstandspreisen wieder; der Index spiegelt somit den jüngsten Preisverfall bei Energie und Rohstoffen.

Im Bild der Index der Auftragseingänge seit 1948:

Als ein guter Wegweiser für den Verlauf des ISM Index erwiesen sich in der Vergangenheit die ECRI Frühindikatoren. Da diese allwöchentlich auf neuen Allzeittiefs notieren, ist ein baldiger Stimmungsumschwung  der Einkaufsmanager unwahrscheinlich.

Dazu der Chart:

NBER: US Rezession seit Dezember 2007

Das NBER gab heute den offiziellen Beginn der US Rezession für den Dezember letzten Jahres bekannt. Das Komitee verwendet zur Bestimmung die vier Parameter:

  • Beschäftigung (Stellenveränderung mit Gipfel im Dezember 2007)
  • Einkommen (inflationsbereinigt, abzüglich der Transferleistungen; Gipfel im Dezember 2007)
  • inflationsbereinigte Umsätze im verarbeitenden Gewerbe und im Großhandel/Einzelhandel (Peak im Juni 2008)
  • Industrieproduktion (Januar-Mai 2008 kontinuierlicher Rückgang, im Juni/Juli leichte Erholung, Juli-September erneuter Rückgang, im Oktober eine Ölpreis bedingte Erholung)

Häufig wird als Rezessionskriterium der zweimalige Rückgangs des Bruttoinlandsproduktes herangezogen; die NBER -Definition ist differenzierter.

Verwunderlich ist allerdings der Zeitpunkt der Bekanntgabe. Für die letzten beiden Rezessionen gab das NBER den Rezessionsbeginn jeweils nach Ablauf desselben bekannt.

Die bisher publizierten Daten lassen auch nicht auf ein Rezessionsende schließen. Die Wachstumsrate der ECRI Frühindikatoren markiert wöchentlich neue Allzeittiefs – nachher wird diese noch zusammen mit dem heute publizierten ISM Index gezeigt.

Hier eine Übersicht der US Konjunkturzyklen.

Yale´s Shiller Crisis may run for years and years

Macht zwar Reklame für sein Buch aber trotzdem sehr sehenswert imo