US Konjunktur: Feuerwerk der schlechten Nachrichten zum Jahresabschluss
Keine Aufhellung am Konjunkturhorizont – in aller Kürze gab es gestern folgendes:
- Einzelhandel: schlechtestes Weihnachtsgeschäft seit 1970
- Immobilienmarkt: die S&P/Case-Shiller® Home Price Indices beschleunigen ihr Falltempo
- Verbrauchervertrauen: auf Allzeittief
- Umfrage:GW Bush, zwar keine Konjunkturparameter, aber zumindest eine schlechte Nachricht
Der Einzelhandel spricht vom schlechtesten Weihnachtsgeschäft seit 1970. Erfolglos wurde versucht mit Rabattaktionen die Kundennachfrage zu aktivieren. Wal-Mart und Amazon.com trotzten dem Trend und publizierten wie Amazon.com das beste Feiertagsgeschäft in der Firmengeschichte.
Für die Woche bis zum 27.12. veröffentlichte der International Council of Shopping Centers (ICSC) einen Abschlag von 1,5% zu Vorwoche und -1,8% zum Vorjahr. Lediglich im Februar 2003 mit -1,9% und im April 2000 mit -2,0% lag die Jahresrate der wöchentlichen Einzelhandelsumsätze in den vergangenen 17 Jahren niedriger.
Die Umsatzzahlen lassen nichts Gutes für die anstehende Dezemberveröffentlichung erwarten; bereits der November hatte mit -2,7% ein Allzeittief markiert, ohne Wal-Mart sank der Umsatz sogar um 7,7% zum Vorjahr. Der ICSC berechnet mit Umsatzeinbußen von 1% oder mehr für den Dezember.
Im Chart ist die Jahresrate der wöchentlichen Umsätze seit 1991 zu sehen:

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Immobilienmarkt: die S&P/Case-Shiller® Home Price Indices in der Übersicht:
Der Abschwung auf Jahresbasis hat sich ausgeweitet. Der Index für die 20 größten Metropolen generierte mit -18,0% ein neues Allzeittief.
Der Index für die 10 größten Metropolen notierte bei -19,1%.
14 der 20 Metropolen markierten ebenfalls neue Allzeittiefs. Zudem verzeichneten 14 der 20 Metropolen zweistellige Fallgeschwindigkeiten.
Der Westen der USA sieht weiterhin die größten Einbrüche der Hauspreise. Phoenix (Arizona) liegt mit -32,7% vorne, gefolgt von Las Vegas (-31,7%) und San Francisco (-31,0%).
Zum Schlusslicht Dallas fallen mir angesichts des ehemaligen Gouverneurs nur zynische Bemerkungen ein
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Das Verbrauchervertrauens nach Lesart des Conference Board hat im Dezember ein neues Allzeittief ausgewiesen.
Der Index sank um 6,7 Punkte von revidierten 44,7 auf jetzt nur noch 38,0 – Chart rechts nebenstehend.
Ausschlaggebend war der Abschlag von 12,9 Punkten in der Komponente, die die Einschätzung der aktuellen Situation wiedergibt. Dieser Index notierte bei 29,4 nach 42,3 einen Monat zuvor. Der Index befindet sich auf einem Niveau, das zuletzt in der Rezession 90/91 gesehen wurde.
Die Erwarterungskomponente verlor entsprechend geringer, -2,4 Punkte von 46,2 auf 43,8. Dieser Index scheint nach dem Absturz der vergangenen Monate und dem Allzeittief im Oktober 2008 bei 35,7 einen Boden gefunden zu haben.
Beide Subindizes sind in unten stehendem Chart abgebildet:

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Der präsidiale Abwärtstrend
Monatlich wurden die US Amerikaner nach den ökonomischen Fähigkeiten ihres Präsidenten befragt. Konnte GW Bush noch zu Beginn seiner Amtszeit mit einer Zustimmung von 50% rechnen, sank diese mitzunehmender Verweildauer im Weißen Haus. Im Dezember zeigten sich nur noch 24% überzeugt, dass er einen guten Job macht. Allerdings wurde das Umfragetief einen Monat zuvor mit 22% notiert. Ablehnung erfuhr GW Bush von 73% seiner Landsleute.
Im Bild das ganze Umfrage – Elend:

Zum Abschluss noch drei Bush-Zitate, die Jay Leno zugeschrieben werden:
Bush was asked about the credit crunch. He said it was his favorite candy bar.
The rescue bill was about 450 pages. President Bush’s copy is even thicker. They had to include pictures.
President Bush’s response was to meet some small business owners in San Antonio last week. The small business owners are General Motors, General Electric and Century 21.














