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EU-Konsumentenpreise fallen weiter stärker

Von Inflation in Euroland ist nichts zu erblicken. Die Preise fallen in der gesamten Breite durch alle Teilbereiche. Bemerkenswert deswegen, da im Sommer das breite Publikum von einem Großteil der Wirtschaftspresse “belehrt” wurde, warum deutliche Inflationsraten in der Steigerung bevorstehen. Ein klares “Indizes” waren die stark gestiegenen Rohstoffpreise.

Warum deswegen die Inflation steigen sollte ist mir bis heute noch nicht klar. Aber das ist nicht das aktuelle Thema. Was mich gewundert hatte war, das die Anleiherendite anfangs nur sehr gering gestiegen sind. Im Verhältnis zu den Rohstoffpreisen fast überhaupt nicht. In der Summe sahen die Anleihebesitzer keinen Grund ihre Papiere zu verkaufen. Im Chart sieht man, wie die langfristige Rendite 10 jähriger Schuldverschreibungen kaum gestiegen ist.

Es ist wie so oft das Gegenteil dessen eingetreten, was öffentlich stark diskutiert wurde. Die Käufer in 10 jährigen Anleihen erlangten die “Oberhand” und lösten das starke Einbrechen der Renditen aus. Der Markt hat die richtigen Erwartungen abgebildet. Durch die starken Verkäufe an den Rohstoffmärkte hat dies den Verfall der Konsumentenpreise beschleunigt. Die Deflation breitet sich mit ihren “Nebenwirkungen” weiter aus. Solange die Renditen für mehrjährige Schuldverschreibungen nicht steigen, sollte der Preisverfall kein so schnelles Ende finden. Thomas Wegner

5 Kommentare

1 Der Gnom aus Kapstadt - 29.11.2008 um 8:41

Daß im offiziellen CPI die Güter, die man nicht unbedingt braucht schwerer wiegen als die Güter des täglichen Bedarfs zeigen ja die De Stats http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Preise/Verbraucherpreise/Tabellen/Content75/Top20,templateId=renderPrint.psml

Die Fed will zwar auch das lange Ende unten halten und wird kaufen, aber letzlich wird auch hier der Markt stärker sein und am Ende macht er immer was “richtig” ist. Um den finanziellen Schaden für ALLE Anleger zu maximieren werden die Bond Märkte imo als die letzte große Blase auch noch platzen.

2 ThomasW - 29.11.2008 um 9:11

@Der Gnom aus Kapstadt

“die Bond Märkte imo als die letzte große Blase auch noch platzen.”

Genau deswegen sollte/kann man sich jetzt schon vorbereiten. Rendite bekommt man nicht geschenkt.

3 Der Gnom aus Kapstadt - 01.12.2008 um 17:13

“Genau deswegen sollte/kann man sich jetzt schon vorbereiten. ”

OK und wie macht man das am besten ?

4 ThomasW - 01.12.2008 um 17:38

“OK und wie macht man das am besten ?”

Jeder hat seine Marktinterpretationen und diese werden durch persönlichen Umstände geleitet. Was will man auf einem Jahrzehnte-Tief der Renditen erwarten?

Was also tun? Durationen auflösen und auf unter 1 Jahr Laufzeit festzurren.

Nach Setups suchen, um Langläufer zu verkaufen. Scheinbar neigt der starke Aufwärtstrend “besonders” seit 1981 mehr als geschwächt dazustehen. Nicht in der aktuellen Preisbewegung, sondern unter der falschen, langfristigen Erwartungshaltung aktueller Anleihekäufer. Man sollte nur die aktuelle, globale Geld – und Fiskalpolitik betrachten.

Portfolioanpassungen von Sachwertanlagen bezogen auf eigene Bestandsimmobillien. Langfristiger Erwerb von Objekten aus der ersten und besonders zweiten Versteigerungsrunde mit hohen Wertabschlägen, um dadurch stark abgezinste Mietzinserträge für die Zukunft “für sich selbst sichern zu können”.

5 Helmut - 03.12.2008 um 18:17

Wenn wir bei Investment Tips sind, möchte ich auf Treasury inflation-protected securities hinweisen. Siehe dazu die Grafik.

Nominale Bunds mit Restlaufzeit bis 2016 rentieren mit 2,83%, indexierte Bunds mit 2,08 % per annum. Wer Angst vor Inflation hat, kann sich günstig einkaufen.

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