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Die Masse könnt ihr nur durch Masse zwingen! FED auf der Anklagebank

Ben Bernanke & Kollegen – “Ihr, die ihr mir so oft, In Not und Trübsal, beigestanden” – agieren, beruhend auf der zitierten faustschen Weisheit, mit der Einsicht: Die Kreditwirtschaft kann man nur durch Kredite zwingen.

In diesem Kontext hat die US Notenbank FED zwischenzeitlich die Summe von annähernd 2.000 Mrd US Dollar Not- bzw. Überbrückungskredite an Unternehmen einer Volkswirtschaft ausgegeben, die im abgelaufenen dritten Quartal in der Summe nach offiziellen Schätzungen Waren und Dienstleistungen im Gegenwert von 14.429 Mrd US Dollar erstellt haben.

Die sicherlich nicht ganz unberechtigte Frage von Seiten der Nachrichtenagentur Bloomberg, wer denn die Empfänger dieser frisch gedruckten Dollar seien und welche Sicherheiten die Notenbanker dafür in die Bücher genommen haben, wurde von der FED leider nicht beantwortet. Auch die Bewertungsmethoden, der teilweise als Risikopapiere einzustufenden “Sicherheiten”, bleiben das Geschäftsgeheimnis der US Währungshüter.

Ein Herr Thro von der FED wird mit den Worten zitiert: “This type of information is considered highly sensitive, and it would remain so for some time in the future.” Ein weiterer Mitarbeiter der FED, Herr O’Rourke, gibt an, daß die FED sich außer Stande sehe, der Firma Bloomberg eine offizielle Antwort auf deren Anfrage zu geben, man sei “caught in the vortex of the things going on here”.

Während sich erfolgslose Unternehmen in den USA wie AIG in einer vergleichbaren Situation befinden, wie der ebenfalls erfolglose Schauspiellehrer Scott McNally im US-amerikanischen Thriller “Caught in the Act” (McNally, gespielt durch Gregory Harrison, findet auf seinem Bankkonto 20.000 US-Dollar unbekannten Ursprungs. Etwas später werden 10 Millionen US-Dollar überwiesen), sind die Entscheidungsträger der US Notenbank FED nach Ansicht der Nachrichtenagentur Bloomberg, ihrerseits gefangen im Konflikt mit dem Freedom of Information Act, auf welchen man sich in einer Klage gegen die US Notenbank beruft.

Nicht ohne Grund, haben die Amerikaner ihre Dollarnoten rückseitig mit der Aufschrift “In God we trust” versehen. Den Gläubigern der Verschuldeten Staaten von Amerika wird einiges an Gottvertrauen abverlangt.

Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein solches Handwerk sei!
Wie wenig das dem echten Banker zieme!
Der saubern Herren Pfuscherei
Ist, merk ich, schon bei Euch Maxime.
(frei nach Faust I, Vorspiel auf dem Theater)

Bloomberg Sues Fed to Force Disclosure of Collateral
Fed Defies Transparency Aim in Refusal to Identify Bank Loans

Helmut Wüllenweber

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