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Interventionen der BOJ/MOF zur Schwächung des Yen?

Dieser Tage liest man viel von möglichen Interventionen der Bank of Japan bzw. des Japan Ministry of Finance um die Aufwertung des Yen zu stoppen. Mit Blick auf die jüngere Vergangenheit, darf die Wirksamkeit derartiger Operationen jedoch bezweifelt werden.

Zum einen zeigte sich im Frühjahr 2004, während der letzten bekannten Intervention, daß eine Aufwertung des Yen bestenfalls kurzfristig gestoppt werden konnte. Mittel- und langfristig, für jeden Horizont der über das Tagesgeschäft hinausreichte, ergab sich kein spürbares Nachlassen des Aufwertungsdrucks. Und das, obwohl die BoJ zeitweise mehr als 10 Milliarden USD pro Tag gekauft hat.

Zieht man nun die seither gestiegenen Umsätze und die heute (im Prinzip) höhere Liquidität der Devisenmärkte in Betracht, so bleibt anzunehmen daß wirksame Interventionen hohe zweistellige Milliarden Dollarbeträge erfordern würden. Der einzige Angriffspunkt wäre hier die derzeitige generelle Liquiditätskrise, die alle Bereiche der Finanzmärkte erfasst. Hierin besteht wohl die größte denkbare Chance für ein solches Unternehmen.

Die folgende Grafik zeigt die Yen-Verkäufe (in Mio JPY) – und den Chicagoer Future auf den Yen in der inversen JPYUSD-Notierung.

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