Diesmal ist es anders!
Wie üblich macht sich bei einem Kurseinbruch wie wir ihn gerade erleben, die Angst vor einer Weltwirtschaftkrise breit. 1974 war es die Ölkrise, die den Aktionären Angst einjagte, 1987 haben wildgewordene computergesteuerte Verkaufsprogramme ein Crash befeuert und jetzt steht die Weltwirtschaft wegen der Bankenkrise vor dem Abgrund.
Im TV reiht sich eine Sendung zur Finanzkrise an die andere, eine apokalyptische Prognose jagt die nächste. Es werden Geschichten kolportiert, von Leuten, die mit einem Kombi bei der Bank vorfahren, um ihr bescheidenes Guthaben von vier Millionen Euro in Goldbarren umzutauschen und es dann mit dem PKW abzutransportieren.
Dagegen steht in den letzten Jahrzehnten zu beobachten, daß die Welt sich, selbst nach einem Crash am Aktienmarkt, nicht aufgehört hatte zu drehen und ich vermute, so wird es auch diesmal sein. In der Vergangenheit stellten die stark gesunkenen Kurse eine erstklassige Kaufgelegenheit dar für Menschen mit „Verantwortungsbewusstsein, Kaltblütigkeit und Vertrauen“ (Trichet). Ängstliche Zeitgenossen jedoch unken: “Diesmal ist es wirklich anders, die Weltwirtschaft steht am Abgrund!”
Helmut Wüllenweber



