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Burgernomics – der Big Mac Index

Big MacSeit 1986 publiziert ‘The Economist‘ den Big Mac Index. Gerüchten nach während eines Lunchs konzipiert, ist der Index nun bereits in seiner dritten Dekade.

McDonald´s Big Mac verkauft sich weltweit und bietet sich so als ‘Warenkorb’ an. Aus 120 Ländern werden die lokalen Preise in Relation zum USD-Preis in den USA gesetzt; heraus kommt der ‘Hamburger Standard’. Abhängig von der Kaufkraft der Währung eines Landes ergeben sich unterschiedliche Preise; ermittelt wird anschliessend die Unter- bzw. Überbewertung zum USD.

Die lokalen Preise werden zudem vom jeweiligen Lohnniveau, den lokalen Materialpreisen, Steuern etc. bestimmt; eine Vergleichbarkeit ist somit nur bedingt gegeben. Der ‘Economist’ hat auch gleich von Beginn den Fast-Food-Index mit dem entsprechenden Augenzwinkern versehen.

So heisst es am 25.5.2006:

The index was never intended to be a precise predictor of currency movements, simply a take-away guide to whether currencies are at their “correct” long-run level. Curiously, however, burgernomics has an impressive record in predicting exchange rates: currencies that show up as overvalued often tend to weaken in later years.
But you must always remember the Big Mac’s limitations. Burgers cannot sensibly be traded across borders and prices are distorted by differences in taxes and the cost of non-tradable inputs, such as rents.

Zuletzt wurden die Burgernomics Ende Juli veröffentlicht. Die norwegische Krone war mit+121% zu dem Zeitpunkt am deutlichsten zum USD überbewertet. Ähnlich wurden diverse europäische Währungen überbewertet, so der Euro mit +50%, der Schweizer Franken mit +78%, die schwedische Krone mit +79%. Eine Reihe asiatischer Währungen zeigt sich lt. dem ‘Economist’ unterbewertet. So der japanische Yen mit -27% – zum Artikel: Sandwiched, The Economist

Von Ende Juli stammt diese Bewertungen

Tabelle

Quelle: Sandwiched, The Economist

Seit geraumer Zeit warteten die folgenden Daten schon auf der Festplatte auf Auswertung – es ist jetzt angerichtet ;-)

Es wurde für Deutschland und Japan die Bewertungen zum USD und das jeweilige Währungspaar im zeitlichen Ablauf dargestellt.

Links: Deutschland, ab 1999 mit dem Eurokurs in DEM umgerechnet; rechts: Japan

Big Mac Index, DeutschlandBig Mac Index, Japan

5 Kommentare

1 martin r - 20.08.2008 um 14:47

Bei diesem Mac-Test kommt mir der Gedanke,ob sich die Amis einen teuereren Burger nicht mehr leisten können. Andersrum gesagt wird aus sinkender Kaufkraft eine Überbewertung der anderen Währungen. Mal gespannt, wie sich die Gewinnsituation amerikanischer Schnellimbißketten weiterentwickelt.

2 Helmut - 21.08.2008 um 10:42

Die Grafiken der Bic Mac Indices mit den Währungen habe ich der Form noch nirgendwo gesehen. Einzigartig, Du hast Dich selbst übertroffen!

3 Frank K. - 22.08.2008 um 17:14

Die Grafiken finde ich auch sehr interessant.Vor allem die Anomalie beim USD/YEN.

Eigentlich müsste der YEN deutlich stärker notieren? Oder? Sind die günstigen Kreditkonditionen der Japanischen Zentralbank schuld?

4 Big Mac Index - Update | Markt-Daten Blog - 01.03.2009 um 17:58

[...] Economist’ aktualisierte seinen Big Mac Index per Ende Jan./Anfang Feb.; einen Beitrag zum Index brachten wir im August letzten [...]

5 Markt-Daten Blog » 661 Big Mac für eine Feinunze Gold … - 29.08.2012 um 10:21

[...] Burgernomics – der Big Mac Index [...]

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