Finanz-Alchimisten am Werk: Kapitalerhöhung bei Merrill Lynch
Merrill Lynch läßt über die Agenturen verbreiten, daß sich die die staatliche Temasek Holding aus Singapur mit 3,4 Milliarden Dollar an der geplanten Kapitalerhöhung beteiligt.
Die Realität sieht anders aus: Merrill zahlt 2,5 Mrd Dollar an Temasek für die Verluste, die der Staatsholding aus dem verfrühtem Kauf von Merrill Aktien im Dezember 2007 entstanden sind. Temasek verpflichtet sich diesen Betrag zuzüglich 900 Mio. Dollar in Merrill Aktien zu investieren.
In Wirklichkeit erhält Merrill also 900 Mio Dollar von Temasek und überläßt im Gegenzug Aktien im Gegenwert von momentan 3,4 Mrd. Dollar.
Man erkennt, wie verzweifelt Merrill sein muß, um sich auf solche Geschäfte einzulassen.
Helmut Wüllenweber



5 Kommentare
Hanky Boy schiebt schon noch einige Scheinchen in den Schrottladen, da wird der Dollar gelyncht, so eine Art Dollar-Grill-Station. Burn out und Bail out gehen Hand in Hand…
Mit der „ich gebe Dir Geld, damit Du meine Aktien kaufst“ Taktik könnten unsere in Manipulation von Statistiken und Märkten versierten Freunde in Amerika auch den Immobilienmarkt beleben. Etwa so:
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Klasse ! Danke für den herzhaften Lacher…
Wie verzweifelt die bei Merrill Lynch wirklich sind zeigt sich ja jetzt. Ein Wochenende hat’s gedauert, länger nicht, und schon werden die mal eben von der Bank of America übernommen. Bin mal gespannt, wer als nächstes so verschwinden wird.
@Börsen Heini
Nauriel Roubini jedenfalls glaubt, daß auch Goldman Sachs und Morgan Stanley nicht unabhängig bleiben können. Er sieht das Ende dieses Geschäftsmodells und orakelt, daß die beiden nur innerhalb einer Universalbank überleben können.
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