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Raffiniert: Wetten auf fallende Rohölnotierungen

Ein Beitrag auf Bloomberg über Ölraffinerien könnte für Anleger in Ölwerten interessant sein. Die Kurse der Raffinerien haben unter den steigenden Ölpreisen sehr gelitten, Vorstände dieser Firmen kaufen verstärkt die Aktien ihrer Firma und Hedgefonds beteiligen sich an diesen Wetten auf sinkende Ölpreise mit Longpositionen in Unternehmen wie Tesoro [TSO], Holly [HOC], Valero [VLO] und Sunoco [SUN].

Refiner Insiders Buy Most Stock Since 2000 on Oil Bet

23.06.2008 (Bloomberg) — Refinery executives are buying more of their own stock than at any time since 2000, prompting investors to bet that a retreat in oil will boost profits and reverse the biggest share decline in a decade.

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601214&sid=aC42xa9nwu5A&refer=invest#

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US Unternehmensgewinne seit drei Quartalen rückläufig

Bekanntlich ist das Wachstum bei den Unternehmensgewinnen der Motor für steigende Aktienkurse. Dieser ist nicht nur bei den US-Automobilherstellern ins Stottern geraten. Mit Ausnahme des zweiten Quartals 2007, können die Zuwächse bei den US-Unternehmensgewinnen seit Herbst 2006 im Grunde nicht mehr überzeugen. In vier der letzten sieben Quartale sind die Gewinne gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen.

Vor diesem Hintergrund können die aktuell zu beobachtenden Kursrückgänge an der Wall Street nicht überraschen.

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Helmut Wüllenweber

UPDATE: US Immobilienmarkt weiter unter Druck

Heute folgt die Fortsetzung der zuletzt thematisierten Daten aus dem Immobiliensektor (’Druck auf den US Immobilienmarkt nimmt zu’).

  • Der gestern veöffentlichte S&P/Case-Shiller® Home Price Index für den April fiel für 20 Metropolen um -15,3% und der für 10 Metropolen um -16,3% jeweils zum Vorjahr. Der Composite Index wies erneut den grössten Rückgang in seiner 21-jährigen Geschichte auf. Erstmals verzeichneten sämtliche Regionen Abschläge, allerdings mit einer Bandbreite von -0,1% in Charlotte, North Carolina, und -26,8% in Las Vegas – siehe nachfolgende Tabelle:

 

Tabelle

 

  • Die MBA Hypothekenanträge sind weiter rückläufig; der Gesamtindex wurde heute mit einem Rückgang von -9,3% zur Vorwoche bei 461,3 gemeldet. Das niedrigste Niveau seit Ende 2001. Insbesondere das Refinanzierungsvolumen gibt ab. Es fehlen die Hauspreissteigerungen, die per Refinanzierung in Cash gewandelt wurden und verkonsumiert wurden.
  • Freddie Mac publizierte einen weiteren Anstieg der 30-jährigen, festverzinslichten Hypothekenzinsen auf 6,42%, dem höchsten Stand seit September 2007.
  • Die ‘New Homes‘ brachten heute die erwartet geringeren Umsätze von 512.000 annualisiert für den Mai. Im Jahresvergleich werden 40,3% weniger gesehen; das Allzeithoch lag bei 1,389 Mio. im Juli 2005. Aktuell wird das Niveau des Sommers 1991 notiert; den Überblick bietet der Langfristchart:

New Homes

Stellt man allerdings jeweils die verkauften Häusern in Relation zu denen zum Verkauf stehenden Häuser, ergibt sich ein angespannter Markt, dessen Ausmaß nur Anfang der 80iger Jahre grösser war. Im Mai kamen auf jedes zum Verkauf stehende Haus 1,13 verkaufte Häuser.

 New Homes

diverse Immobiliencharts, die regelmässig aktualisiert werden
dabei auch der S&P Case-Shiller-Index, die Hypothekenanträge und Zinsen.

Im Auge des Tigers

Heidrun Heutzenröder führt seit zehn Jahren den ältesten deutschen Aktienfonds Fondak von der Cominvest. Ihre Einschätzung zur K+S Aktie: “Die Aktie ist immer noch günstig – man mag es kaum glauben.”

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Auch die Preise für Rohöl, man mag es kaum glauben, steigen unaufhörlich gen Himmel.

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Vor einigen Jahren gab es – so wie heute – Sektoren und Anlagen mit vermeintlich unbegrenzten Wachstumschancen.  Als Beispiel seien die Chipwerten genannt, die bekanntlich den Rohstoff für die Informationstechnologiebranche liefern.

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Ähnliche Wachstumsphantasie mögen auch unerschrockene Aktionäre im Land des Drachens Anno 2007 angetrieben haben.

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Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, daß Anleger wie Frau Heutzenröder mit der K+S Aktie, aktuell in einigen Marktsegmenten im Angesicht des Tigers handeln.

In diesen heißgelaufenen Sektoren sollte man also vorsichtshalber nicht Ausschau halten, ob sich Bären auf dem Parkett tummeln, sondern wann der Tiger zum Sprung ansetzt.

Helmut Wüllenweber

Benzinpreis – das Auto bleibt in der Garage

Ein weiterer Beitrag, der das Sentiment der Energie-Rohstoffe nach oben hievt :-)

Der Benzinpreis hat im US Einzelhandel das mittlerweile 12. Allzeithoch in Folge markiert. Für die vergangene Woche wurde ein Durchschnittspreis von 4,082 USD/Gal. gemeldet. Den Zusammenhang Benzinpreis zu den Mineralölsteuern und den Einkommen hatten wir kürzlich thematisiert.

Aber, wie verändert sich das Fahrverhalten und die Autoumsätze angesichts steigender Energiepreise?
Erwartungsgemäss verhalten sich beide und sinken.

Um das Fahrverhalten zu beurteilen lässt sich der Traffic Volume Trends Bericht des U. S. Department of Transportation heranziehen. Dieser schätzt die Gesamtzahl der gefahrenen Meilen pro Monat. Der einzelne Monatswert ist sehr volatil, so dass in der Folge mit dem gleitenden 12-Monatswert bzw. mit dessen jährlicher Veränderung gerechnet.

Es fällt auf, dass das Tempo aus der Zuwachsrate bereits im Sommer 2004 herausgenommen wurde. Ab Januar diesen Jahres verzeichnet der gleitende Durchschnitt der gefahrennen Meilen erstmals seit dem Februar 1981 im Jahresvergleich rückläufige Werte.

Dazu das Bild seit 1972:

Traffic Volume Trends

Zwar war es in der Vergangenheit im Rahmen konjunktureller Abkühlungen immer auch zu geringeren Zuwachsraten gekommen, aber der Benzinpreis sorgt für zusätzliche Abwärtsdynamik.

Eine Branche, die naturgemäss unter derlei Fahrverhalten leidet, sind die Autobauer. Im folgenden Chart sind die Autoumsätze (hellblau) der Jahresrate der gefahrenen Meilen (dunkelblau) gegenüber gestellt – zuletzt beide im Sinkflug.
Einen gewissen Auftrieb erfuhren die Autoabsätze Anfang diesen Jahrhunderts durch die Gewährung diverser Rabatte, aber dieser Effekt hat sich verflüchtigt.

Commodity Pits Driving Monetary Policy

Rohstoffpreise und Inflationsbefürchtungen am Wendepunkt?

BCA Research sieht zumindest, dass beides die Medien dominiert; die jährlichen Wachstumsraten für Energie und Lebensmittel notieren auf unhaltbaren Rekordniveaus. Hielte die Wachstumsrate für Öl an, würde dieses zum Jahresende bei 200 USD/Barrel gehandelt werden….

der ganze Artikel:Commodity Pits Driving Monetary Policy

In our opinion, the inflation scare is overdone.

The run-up in commodity prices is dominating media headlines and is spooking investors. However, the annual rate of change in food and energy prices is now at an extreme, which is unsustainable. Crude oil prices have risen 100% from year-ago levels and would need to surge close to $200/bbl by the end of 2008 just to maintain the current pace of inflation. Moreover, the macro backdrop in the developed world is not conducive to sustained underlying price pressures. The U.S. and Japan are close to or in recession, the U.K. economy is heading there rapidly, and the euro area is on target for a period of below-trend growth. So far, there is no evidence of second round effects in any of these economies or risk of a wage inflation spiral. In fact, monetary restraint in response to commodity induced price pressures over the next few months would likely amplify the downturn in global growth. Still, government bond markets will remain at risk until oil prices correct decisively or there is evidence that the disinflationary impact of the ongoing slowdown in the G7 economy is starting to unfold. For now, we recommend standing aside and maintaining a benchmark duration allocation. Stay tuned.

Quelle: BCA Research

Moody’s Economy.com Survey of Business Confidence erholt

In der vergangenen Woche konnte der Index für die globale Konjunkturstimmung lt. Moody’s Economy.com Survey of Business Confidence auf 11,6 weiter zulegen. Von den Tiefständen Ende April konnte sich der Index entfernen, bleibt lt. Moodys Economy aber fragil. Insbesondere in den USA deutet die Stimmung auf eine schrumpfende Wirtschaft, während die Konjunktur in Asien am besten gedeiht.Moody's Economy.com Survey of Business Confidence

Global business sentiment appears to have turned a corner. It remains weak, but it has moved measurably higher since hitting bottom in late April. Sales, expectations and current conditions are still negative, but much less so. Hiring intentions and equipment investment both improved notably last week. There has been a worrisome increase in pricing pressures during the past two weeks, reflecting the surge in oil prices. Confidence remains weakest in the U.S., where it suggests the economy is still contracting, and it is strongest in Asia, where it is consistent with an economy growing near its potential.

Quelle: Moody’s Economy.com Survey of Business Confidence

Druck auf den US Immobilienmarkt nimmt zu

Am Montagabend wurde das Sentiment der US Bauunternehmer, der NAHB Housing Market Index (dunkelblau), publiziert; mit 18 Punkten wurde das Stimmungstief aus dem Dezember 2007 eingestellt, der Index sank um einen Punkt zum Vormonat. Von den drei Komponenten verharrt die ‘Einschätzung der aktuellen Lage für Einfamilienhäuser’ mit 17 auf Allzeittief.

In der Vergangenheit hatte der NAHB Housing Market Index einen gewissen Vorlauf auf die Baubeginne / -genehmigungen.
Die Richtung der Baubeginne (türkis) scheint so gebahnt zu sein:

NAHB HMI

Die schlechte Stimmung am US Immobilienmarkt wird durch diverse zuletzt veröffentlichte Daten unterstrichen:

  • sinkende MBA Hypothekenanträge, der Einbruch der Vorwoche konnte zuletzt nur ansatzweise kompensiert werden – Chart weiter unten. Die Refinanzierungswelle der letzten Monate ist zum Stillstand gekommen bzw. im Sande verlaufen.
  • steigende Hypothekenzinsen, zuletzt meldete Freddie Mac das höchste Zinsniveau für 30-jährige festverzinslichte Darlehen mit 6,32% seit Ende Oktober 2007.
  • steigende Zahlen für Zwangsversteigerungen, siehe weiter unten im Blog.
    RealtyTrac meldete zudem eine drastische Zunahme der REO (sogenannte “real estate- owned”), das sind Immobilien, die bei einer Zwangsversteigerung nicht den ohnehin deutlich niedrigeren festgesetzten Preis erreichten und somit an die Banken fallen. Der Preisdruck erfährt somit eine zusätzliche Dynamik. Diese REO legten von 28.548 im Mai 2007 auf 73794 im Mai 2008 zu.
  • Morgen stehen die Baugenehmigungen wie -beginne zur Veröffentlichung an.
  • Hauspreise / Umsatzzahlen / Leerstand für den gesamten Immobilienmarkt sind selbstredend eingepreist

KID Konjunktur-Indikator Deutschland im Juni

Aus dem Auge des Hurrikans …

… zurück in die rauhe stürmische Wirklichkeit:
Eben sah alles noch so schön still und friedlich aus, die Krise schien praktisch schon fast überwunden, die Stimmung an den Aktienmärkten und bei den Unternehmensanleihen deutlich verbessert, die Rezession vielleicht doch garnicht so sicher. Aber ein Feuerwerk aus neuen Hiobsbotschaften, explodierendem Ölpreis und wachsendem Inflationsproblembewußtsein weckte die sonnigen Optimisten schnell wieder aus ihren Mai-Träumen. So gehts alleweil zu, wenn man aus dem stillen Auge des Hurrikans plötzlich durch die unerwartete zweite Sturmfront muß.

Erstaunlich schnell folgte der Dreh in die hier angekündigte dritte Abwärtswelle. Wie weit sie tragen wird, ist im Moment stark stimmungsabhängig, da das Überraschungspotential eher auf der Negativseite liegt. Mit der inversen Kopf-Schulter-Formation in den Bank-Indices scheint es auch nicht zu klappen. Die Krise ist noch nicht vorbei.

KID Konjuntur-Indikator Deutschland Juni

weiterlesen ….hier

US Zwangsversteigerungen auf 29-Jahreshoch

Letzte Woche veröffentlichte die US Immobilienvereinigung Mortgage Bankers Association (MBA) in ihrem vierteljährlichem ‘National Delinquency Survey‘ für das erste Quartal 2008 die höchsten Quoten bei Zahlungsausfällen und Zwangsversteigerungen für Einfamilienhäuser seit Bestehen der Datenerfassung 1979. Die Überschrift trifft es daher nur ungenau; es gibt keine länger zurückgehenden Daten.

Doch im Einzelnen – tabellarisch findet man die eine Übersicht auf Bloomberg.

Die Zahlungsausfälle liegen mit 6,35% 53 Basispunkte über dem Vorquartal und 151 Punkte über dem Vorjahr. Die Zwangsversteigerungen notierten zum Ende des ersten Quartals bei 2,47%. Das waren 43 Punkte über dem vierten Quartal 2007 oder 119 Punkte über dem Vorjahreszeitpunkt.

Der übliche saisonale Ablauf der Zahlungsausfälle fehlt (grösster Wert des Jahres im vierten Quartal dann Rückgang zum Jahrestief Ende des ersten Quartals).

In der folgenden Tabelle sind die Zahlungsausfälle, Zwangsversteigerungen und Anzahl der Darlehen für die Gesamtzahl der Darlehen, Prime Rates und Subprime Rates jeweils für die USA und die vier grossen Regionen dargestellt. Erwartungsgemäss befinden sich die Quoten der ‚Subprime Rates’ im Höhenflug. Regional ist der Süden leicht vorweg – Einzelstaaten warten mit besonders hohen Quoten auf – siehe weiter unten.

Die Einzelstaaten sind im Folgenden aufgeführt; prozentual führt Mississippi zwar die Rangsfolge an, berücksichtigt man die Anzahl der Darlehen, liegt Florida bei den Zahlungsausfälle vorn.
Der nationale Trend der Zwangsversteigerungen wird in Kalifornien und Florida gemacht.

Die MBA meint dazu:

    “The problems in California and Florida are extraordinary and they are the main drivers of the national trend. The quarterly rate of foreclosure starts on subprime ARM loans in California was 9.24 percent. This rate, combined with Florida’s rate of 8.25 percent, drove up the national average foreclosure start rate to the point where 43 states were below the national average of 6.32 percent. California saw a total of approximately 109,000 foreclosure starts and Florida 77,000. The next highest states were Texas, Michigan and Ohio with between 24,000 and 20,000 each.

    “California, Florida, Arizona and Nevada combined represent:

  • 62 percent of all foreclosures started on prime ARM loans, and 84 percent of the increase in prime ARM foreclosures
  • 49 percent of all of the subprime ARM foreclosures started in the country during the 1st quarter, and were responsible for 93 percent of the increase in subprime ARM foreclosures
  • 29 percent of prime fixed-rate foreclosures and 60 percent of the increase in those foreclosures
  • 25 percent of subprime fixed-rate foreclosures and 53 percent of the increase in those foreclosures

Im Bild die Zwangsversteigerungen seit 1979:

Zwangsversteigerungen

Ein weiterer Chart der Zahlungsausfälle, der den jüngsten Anstieg der variablen Darlehen im Vergleich zu den fest verzinslichten wie die Gegenüberstellung Prime Rate zu Subprime Rate zeigt:

Zahlungsausfälle

Die Zahlungsausfälle bei Darlehen für gewerbliche Immobilien bleiben niedrig.
MBA meldete gestern

    Commercial Mortgage Delinquencies Remain Low

    “In contrast to mortgages for single-family residential properties, commercial/multifamily mortgages continue to perform very well,” said Jamie Woodwell, MBA’s Senior Director of Commercial/Multifamily Research. “Most investor groups saw delinquency rates rise slightly in the first quarter, but they remain at the low end of their historical range.”

Der Bericht – pdf

NBER chief: U.S. slipping into recession

Martin Feldstein, seines Zeichens Vorsitzender des NBER-Ausschusses, der letztendlich zu den US Konjunkturzyklen berät und Konjunkturhochs wie -tiefs zeitlich festlegt, hat sich gestern erneut zum Auftreten einer Rezession in den USA geäussert.

Die Kernaussage des Reuterartikels ‘NBER chief: U.S. slipping into recession‘:

    “I think we’re heading for a recession”

NEW YORK (Reuters) – The U.S. economy likely peaked in December or January and is now slipping into a recession, the head of the influential National Bureau of Economic Research said on Wednesday.

“I think we’re heading for a recession,” Martin Feldstein said at the Reuters Investment Outlook Summit in New York. He stressed that he was speaking from his personal opinion, not that of the NBER, the unofficial arbiter of U.S. recessions.

“My sense is that the risk to overall GDP growth over the next six months is still very significant,” he added.

The Cambridge, Massachusetts-based NBER has not declared a recession and is unlikely to do so for many months. Feldstein, who is also an economics professor at Harvard University in Cambridge, will step down from his NBER post at the end of the month.

Feldstein said the current downturn was different from the norm because it was triggered by the housing slump rather than tightening of U.S. interest rates. As a result, housing also holds the key to recovery, he said.

Some investors this week took solace in the fact that pending home sales for April rose by 6.3 percent, far surpassing forecasts for a 0.5 percent decline.

However, Feldstein said home prices mattered more than the volume of sales in predicting when the housing market will hit bottom.

“We have fundamental uncertainty about what is going to happen with house prices,” Feldstein said.

House prices probably need to fall another 15 percent to undo the gains built up during a bubble in the earlier part of the decade, but there was no guarantee that they would stop falling when they reached that point, he said.

“If we have an excess supply of houses, and more houses are being dumped on the market through foreclosures, that’s going to put further downward pressure on prices. Just as we could have a bubble on the upside, we could have a spiraling down in house prices,” he said.

As a result, it is hard to predict when the economy might return to normal growth rates.

Feldstein said it was conceivable the United States could go through several years of higher-than-normal inflation along with subpar growth, creating a mild form of the stagflation that plagued the country in the late 1970s.

Das Interview

US – Konjunkturzyklen des NBER, Kontraktionen und Expansionen seit 1854

USA – doch keine Rezession

Damit überrascht uns heute Reuters. Zitiert wird die monatliche Befragung von 48 Volkswirten des ‘Blue Chip Economic Indicators’. 53,5% der Befragten seien der Meinung die USA befinde sich momentan in keiner Rezession, noch werde sie in 2008 in eine Rezession eintreten. Just vor einem Monat vertraten nur 40% diese Ansicht.

Die Wachstumsprognose für das dritte Quartal 2008 ist bei annualisierten +1,5% (zuvor: +1,7%) und die für das vierte Quartal 2008 bei +1,2% (zuvor: +1,5%) angesiedelt. Für das Gesamtjahr 2008 wurde die Wachstumserwartung von +1,4% auf +1,5% angehoben.

Der Daumen für die Inflationserwartung wurde nach unten gesenkt:

Most analysts surveyed assumed below-trend economic growth will eventually free up enough spare economic capacity to begin exerting downward pressure on prices, the newsletter said.

“As a result, inflation is expected to increase much less in 2009 than in 2008,” it said. The economists forecast that consumer prices would advance 3.9 percent this year, but just 2.6 percent in 2009.

Konsequenterweise gehen die befragten Volkswirte dann von einem Ende der Leitzinssenkungen der US Notenbank aus. Zumindest erwartet man die ersten Zinsanhebungen erst im zweiten Quartal 2009.

Quelle: Reuters

Kommentar: Von den Tiefständen Anfang des Jahres haben sich zwar einige Indikatoren erholt, aber mal schauen, was die Ökonomen nächsten Monat meinen. ‘Alles wird gut’ ist nur schwer zu unterdrücken *g*

David Rosenberg von Merrill Lynch hat eine überzeugende ‘Recession Roadmap’ publiziert, darin wird festgestellt:

    Five major takeaways

      1. Recession a reality, not a forecast (short & shallow … or deep & prolonged?)
      2. No asset class or security fully priced for it (esp. a 73-75 consumer recession)
      3. Stagflation maybe today’s story but deflation is tomorrow’s story
      4. More Fed rate cuts to come; still bullish on bonds
      5. Major risk: another 20% decline in home price

Daraus zwei Charts, die das Auftreten einer Rezession nahelegen.

Quelle: Merrill Lynch

‘Flow of Funds Accounts’ – Aussenstände von Ausländern gehalten

Am Donnerstag vergangener Woche hat das Federal Reserve Boards den Bericht ‘Flow of Funds Accounts’ des ersten Quartals 2008 publiziert. Man findet dort auf gut 120 Seiten eine umfassende Aufstellung der Verbindlichkeiten und Vermögen diverser privater, staatlicher und halbstaatlicher Sektoren.

Danach ergibt sich eine US Gesamtverschuldung von 49,6 Billionen USD – einschliesslich des Finanzsektors. In Relation zum Bruttoinlandsprodukt macht dies 349,5% (ohne den Finanzsektor sind es immer noch 223,7%).

Im Überblick:

US Gesamtverschuldung /BIP

Das Ausland trägt per erstem Quartal 2008 14,3% dieser Gesamtverschuldung.

Die Entwicklung im Bild:

Anteil der von Ausländern getragenen Gesamtverschuldung

Die Aufstellung der US Aussenstände in ausländischen Händen wurde aktualisiert.

Die Vermögenslage der privaten Haushalte gestaltet sich erwartungsgemäss. Die Nettovermögen gingen dies Quartal erneut zurück, im Vergleich zum Vorquartal um -2,9% zum Vorjahr um -1,0%.
Weiter rückläufig ist der Immobilienanteil, der den Besitzern tatsächlich gehört (Rest ist bei den Banken) = ‘Owners’ equity as percentage of household real estate’, zuletzt nur noch 46,2%.

Auch hier der Überblick:

Owners’ equity as percentage of household real estate

Im Verlauf der kommenden Woche werden wir uns einige Bilder genauer anschauen, dann folgen auch die Zwangsversteigerungen auf 29-Jahrehoch.

Arbeitslosigkeit in USA steigt weiter an

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA zeigt eindeutig, daß sich die US Wirtschaft in einer Rezession befindet.

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Helmut Wüllenweber

Benzinpreise – wo ist der Deckel?

Mit einem rapide gestiegendem Ölpreis im Rücken hat der Benzinpreis dies- und jenseits des Atlantiks deutlich zugelegt. Seit den Tiefs Ende 1998 stieg

  • der Preis für leichtes Rohöl im New Yorker Handel von gut 10 USD/Barrel auf maximal 135,09 USD/Barrel am 22. Mai diesen Jahres (jeweils der nächstliegende Futurekontrakt)
  • der Benzinpreis im US Einzelhandel vervierfachte sich nahezu, kletterte von 92,1 USCents/Gal. im M„rz 1999 auf zuletzt 3,976 USD/Gal.
  • der Benzinpreis in Deutschland stieg lt. der Deutschen Shell vom Februar 1999 mit 75,77 Cents/l auf 1,4938 Euro/l ; während sich der Benzinpreis verdoppelte, legte Diesel um den Faktor 2,6 zu.

Im Bild zunächst der US Einzelhandelspreis, der das 10. Mal in Folge, die letzte Woche ein Allzeithoch markierte

US Einzelhandelspreis

weiter mit den deutschen Kraftstoffpreisen:

deutsche Kraftstoffpreisen

Nachdem Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy – zwar innenpolitisch motiviert, ein Aussetzen der Mehrwertsteuer europaweit fordert; mal schauen, was im internationalen Vergleich die Steuern vom Benzinpreis abgezwacken.

Legt man den letzten Oil Market Report der IEA zugrunde, dürfte die Freude bei Peer Steinbrück am kräftigsten ausfallen. Für unverbleites Benzin ergibt für Deutschland den höchsten Prozentsatz von zuletzt 62,7% im April 2008.
Dicht folgen Grossbritannien und Frankreich mit 61,7% resp. 60,3%; Schlusslicht bilden in dieser Statistik die USA mit lediglich 11,8%.

der internationale Vergleich des Benzinsteueranteils

Benzinsteuer, international

weiteres zu Benzinsteuern in den USA

Asha G. Bangalore von Northern Trust veröffentlichte letzte Woche nachfolgenden Chart, der Anteil der Benzinausgaben an den frei verfügbaren Einkommen.
Dieser Anteil hat in den letzten Monaten um 52% zugelegt. Im April notierte er bei 3,6%; pendelte zwischen 3,3% und 3,8%, während er in den Jahren 1985-2000 durchschnittlich bei 2,3% lag. Bei unteren Einkommensgruppen dürfte der Anteil deutlich höher liegen und das Familienbudget belasten.

Quelle – pdf