Keine Entspannung am US Immobilienmarkt
Die US Hauspreise fallen weiter mit zunehmendem Tempo. Der heute veröffentlichte S&P Case-Shiller-Index für 20 Metropolen sank im März um -14,4% zum Vorjahr nach -12,7% im Februar. Selbstredend findet sich in der kurzen Datenhistorie (2000) kein grösserer Rückgang.
Der weniger breitgefächerte Composite-10 fiel um -15,3% zum Vorjahr.
Die regionale Verteilung gibt folgende Tabelle wieder.

Las Vegas sieht die Immobilienpreise am deutlichsten purzeln, gefolgt von den Metropolen in Florida, Arizona und Kalifornien.
Der folgende Chart zeigt die Wachstumsrate (=Fallgeschwindigkeit) des S&P Case-Shiller-Index für 10 bzw. 20 Metropolen:

Das Census Bureau publizierte heute die verkauften Neubauten. Zwar lagen diese im April mit 526 Tsd. marginal höher als im März mit 509 Tsd.; eine Entspannung deutet sich nicht an. Das Verhältnis der verkauften Neubauten zu den Häusern, die zum Verkauf stehen liegt mittlerweile bei 1,15. Das zyklische Tief wurde letzten Monat bei 1,09 gesehen, das Allzeittief von 1,02 datiert aus dem April 1980.
Ein langfristiger Überblick

Ins Bild passen die zuletzt veröffentlichten Zwangsversteigerungen von RealtyTrac für den April. Im Vergleich zum Vormonat wurden mit 243.353 betroffener Immobilien 3,7% mehr notiert. Der Zuwachs zum Vorjahr beläuft sich auf 64,8%.
Betroffen von einer Zwangsversteigerung war im April einer von 519 Haushalten. Insgesamt sind landesweit ca. 2% der Haushalte mit einer Zwangsversteigerung konfrontiert.
Seit Beginn 2005 publiziert RealtyTrac erst die Daten, der Chart hat leider keine längere Historie:

Zuletzt der geographische Überblick der Zwangsversteigerungen
Wer’s genauer wissen will – die einzelnen Bundesstaaten (ganz nett).




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