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Der US Verbraucher mag nicht mehr …

… einkaufen.

Zumindest wenn man die Kauflust in einen Index verpackt und ‘ABC News Money Magazine Consumer Comfort Index‘ (CCI) draufschreibt. Der Gesamtindex hat diese Woche den niedrigsten Wert mit -51 in seiner gut 22-jährigen Geschichte markiert. Das vorherige Allzeittief bei -50 datierte von Anfang Februar 1992.

Nahtlos reiht sich dieser Tatbestand in die monatlichen Verbraucherbefragungen ein.

  • Verbrauchervertrauen des Conference Boards gestern mit 59,2 auf einem 16-Jahrestief
  • Verbrauchersentiment der Uni Michigan mit 59,5 zuletzt auf einem 28-Jahretief.

Besorgniserregend ist die Entwicklung der drei Subindizes des Consumer Comfort Index. Jeweils gleich gewichtet sind ‘Einschätzung der konjunkturellen Lage’, ‘Einschätzung der eigenen finanziellen Situation’ und ‘Pläne Anschaffungen zu tätigen’. Nur letztgenannter Index, also das Kaufinteresse der Konsumenten, konnte ebenfalls mit -62 Punkten das Allzeittief der Vorwoche einstellen. Die beiden erstgenannten Indizes haben noch Platz bis zu einem neuen Tief:

  • Einschätzung der konjunkturellen Lage: -80 Punkte (AZT: -86 P.)
  • Einschätzung der eigenen finanziellen Situation: -10 Punkte (AZT: -16 P.)

Berücksichtigt man den Anteil, den der US Verbraucher zum Bruttoinlandsprodukt beisteuert (ca. 70%), so wirft die Veröffentlichung kein gutes Licht auf die US-Konjunktur.
Lt. ABC news ist die Korrelation zwischen dem Benzinpreis und dem CCI gering, aber immer wieder führen heftige Benzinpreisanstiege zu einer nachlassenden Verbraucherstimmung.
Mit 3,937 USD/Gal. erreichte der wöchentliche Benzinpreis im Einzelhandel nun das neunte Allzeithoch in Folge. Noch Mitte Februar hatte der Preis knapp einen USD tiefer gelegen. Das nennt man dann wohl einen heftigen Anstieg.

Im Bild das Kaufinteresse, mit seinem Allzeittief:

CCI

die Originalveröffentlichung: Consumer Confidence Reaches a Record Low PDF