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CPI data – a parallel universe

Barclays analyst Tim Bond: We note in passing that the most recent US CPI reading offers a
very misleading picture of consumer inflation trends. The vagaries of seasonal adjustment produced a fall
in gasoline prices in a month during which actual gasoline pump prices rose 10%. Bizarrely, the 3 month
annualised rate of actual gasoline inflation to the end of April is 66%, whilst the 3 month annualised rate
of gasoline inflation reported in the seasonally adjusted CPI index is minus 10.4% (non-seasonally-
adjusted gasoline CPI is up 60% on a 3 month annualised basis). All of which tends to suggests that the
BLS’ seasonal adjustment process might be a fruitful line of research for string theory physicists looking
for evidence of parallel universes.

The Wizards of Washington

Können Zentralbanken Pleite gehen?

Willem Buiter, in den Jahren 1997 bis 2000 Mitglied des Führungsgremiums der Bank von England, lehrt heute an der London School of Economics und beschäftigt sich in einem Diskussionspapier mit den Auswirkungen der Finanzkrise auf die Stabilität der Notenbanken durch Hereinnahme von risikobehafteten Wertpapieren.

Er verweist in diesem Zusammenhang auf eine Bilanzsumme der FED in Höhe von 900 Mrd Dollar und ein Eigenkapital von 40 Mrd Dollar, wovon Herr Bernanke und Kollegen bereits 29 Mrd Dollar im Zuge der Übernahme von Bear Stearns verwettet haben. Der Kredithebel ist selbst für Hedgefonds beachtlich. Ein Verlust der 40 Mrd Dollar übersteigt, würde das gesamte Eigenkapital der Fed vernichten.

Das klingt auf den ersten Blick vielleicht beunruhigend, Buiter verweist jedoch darauf, daß die isolierte Bilanzanalyse zur Beurteilung des Risikos der Insolvenz einer Notenbank nicht geeignet ist. Es gilt zu unterscheiden, zwischen der Insolvenz durch Überschuldung (Verbindlichkeiten größer als Eigenkapital) und der Unfähigkeit, fälligen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Letzteres sei für die Solvenz einer Zentralbank und damit die Möglichkeit als Kreditgeber der letzten Instanz einzuspringen, entscheidend und solange gewährleistet, als daß die Verbindlichkeiten nicht in Fremdwährungen bestehen (Island!) oder an einen Index gekoppelt sind.

Verbindlichkeiten in der eigenen Währung können durch die unlimitierte Schaffung von Zentralbankgeld beglichen werden, wobei Buiter die damit unabdingbar steigenden Inflationsraten nachweist.

Fazit: Solange Käufer von Anleihen gewillt sind, Inflationsrisiken durch den Kauf von nominalen Anleihen (nicht an Inflationsraten oder z.B. Goldbestände gekoppelt) zu übernehmen, kann der Steuerzahler seine Funktion als ultimativer und alleiniger Garant der Zahlungsfähigkeit seiner Notenbank wahrnehmen.

Die Unfähigkeit der (Zentral-)Banker zahlen die Verbraucher durch Inflationsrisiken bzw. die Anleger in der Fremdwährung durch Währungskursverluste.

http://www.cepr.org/pubs/PolicyInsights/PolicyInsight24.pdf

Helmut Wüllenweber