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‘Chain Store Sales’ und Kreditkarten

US Ladenketten vermeldeten für den abgelaufenen April einen Umsatzanstieg von +3,6% ggü. dem Vorjahr – klingt erst einmal ganz gut, möchte man meinen. Aber mit dem Rückgang des März von -0,5%, ergibt dies nur magere +1,6% für beide Monate im Jahresvergleich. Kalendereffekte – wie das frühere Ostern – fallen so nicht ins Gewicht. Da die Umsätze zudem nicht inflationsbereinigt sind, kann sich jeder bei einer Inflationsrate von zuletzt 4,0% ein Bild von der eigentlichen Entwicklung machen.

Schaut man sich den 6-Monatstrend der Jahresraten an, so korreliert der ganz nett mit dem Verbrauchervertrauen. Bei zuletzt fallendem Sentiment in den wöchentlichen Umfragen, ist nicht von einer raschen Änderung auszugehen.

'Chain Store Sales' und Verbrauchervertrauen

Ihren Konsum finanzieren US Amerikaner bekanntermaßen gerne mit Hilfe von Kreditkarten. Ein Grund sich die gestern veröffentlichen Kreditkartenschulden anzuschauen. Insgesamt legen Verbraucherkredite um 5,9% zum Vorjahr zu, während die jährliche Wachstumsrate der Kreditkartenschulden kontinuierlich beschleunigt, im März bei +7,9%. Auch hier gibt ein längerfristiger Chart den Überblick:

Kreditkartenschulden

Ungemach kündigt der ‘Senior Loan Officer Opinion Survey’ an; eine Befragung der grossteils einheimischen Banken, die Auskunft gibt über deren Kreditvergabenkonditionen sowie die Kreditnachfrage hinsichtlich verschiedener Darlehensarten. So werden für Kreditkarten im zweiten Quartal 2008 verschärfte Vergabekonditionen gemeldet. Der Punktwert stieg von 9,7 auf 32,4 an.

Senior Loan Officer Opinion Survey

Kein Umfeld, das den Einzelhandel erfreuen dürfte, insbesondere, da bei wöchentlichen Benzinpreisrekordständen die Tankstellen ihren Teil bekommen.
Hoffnung bieten zwar Steuerschecks, aber der Anteil, der ‘für härtere Zeiten vorsorgt’ oder einfach nur spart, dürfte nicht unerheblich sein. Umfragen deuten dies an.

Abschwung der deutsche Warenausfuhr wirkt bremsend auf den Dax

Stagnierende Exporte aus Deutschland bremsen tendenziell die Entwicklung des deutschen Aktienmarktes, steigende Warenausfuhr begünstigt die Entwicklung des Dax.

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Der Dax Index eilt der realen Entwicklung im Außenhandel um einige Monte voraus.

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Der Ifo Exportklimaindikator  ist auf dem niedrigsten Stand seit  2003.

http://www.wiwo.de/politik/wie-stark-knickt-der-export-ein-274334

Helmut Wüllenweber