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Rezession in den USA

Heute Mittag stehen die Zahlen zum amerikanischen Arbeitsmarkt zur Veröffentlichung an.

In der oberten Grafik ist die Arbeitslosenquote in den USA (gelb) sowie in Kalifornien (grün), sowie die Veränderung der Arbeitslosigkeit in Kalifornien dargestellt.

Der Bundesstaat Kalifornien repräsentiert für sich betrachtet die achtgrößte Volkswirtschaft der Welt. Die Veränderung der Arbeitslosenquote (Rate of change Histogramm Grafik 1) dort hat sich in den letzten Monaten deutlich beschleunigt.

Jan Hatzius, Chefvolkswirt Amerika der Investmentbank Goldman Sachs, macht auf den Zusammenhang aufmerksam: “Einen solchen Anstieg der Arbeitslosigkeit hat es nach dem Zweiten Weltkrieg nie gegeben, ohne dass die kalifornische oder auch die gesamte Wirtschaft sich in einer Rezession befunden hätten”.

Die zweite Grafik zeigt den Zusammenhang zwischen der Veränderung der Arbeitslosenquote in Kalifornien und der Wachstumsrate des US BIP gegenüber dem Vorjahresquartal.

Dieser Zusammenhang legt die Vermutung nahe, daß uns in Zukunft Meldungen über eine Rezession der amerikanischen Volkswirtschaft ins Haus stehen.

Arbeitslosenquote USA gesamt & Kalifornien
Veränderung Arbeitslosenquote Kalifornien & US BIP Change YoY

Helmut Wüllenweber

US Immobilienkrise mit Zwangsversteigerungen im Höhenflug

Die Mortgage Bankers Association veröffentlichte gestern ihren National Delinquency Survey für das dritte Quartal 2007.

Die Gesamtzahl der Zwangsversteigerungen hat bisherige Höhen hinter sich gelassen, mit 1,69% nach 1,40% im Vorquartal. Ein Bild sagt mehr als Tausend Worte:

Zwangsversteigerungen

Der Prozentsatz der Immobilienbesitzer, die neu in den Zwangsversteigerungsprozess eingetreten sind, belief sich dabei auf 0,78%, im zweiten Quartal 2007 noch 0,65%.
43% der begonnenen Zwangsversteigerungsprozesse gehören zu den kurzfristig, variabel verzinsten “subprime” Hypothekendarlehen, während diese allerdings nur 6,8% des gesamten Volumen an Hypothekendarlehen repräsentieren.

Der Anteil der Immobilienbesitzer mit Zahlungsschwierigkeiten wächst weiter; lt. MBA war dies Berichtsquartal das erste, bei dem die kombinierten Effekte der Immobilienkrise mit sinkenden Preisen, Umfinanzierungen und damit verbundenen Zinsanpassungen vollends zum Zuge kamen.
Zahlungsausfälle waren bei 5,59% der Hypothekenschuldner zu beobachten.

Der folgende Chart weist diesen Wert als höchsten seit 1986 aus:

Zahlungsausfälle

Quelle